1 955 landwirtschaftliche Betriebe in NRW wirtschafteten im Jahr 2020 ökologisch, das waren 651 Betriebe mehr als 2010

Dienstag, 13. Juli 2021

1 955 landwirtschaftliche Betriebe in NRW wirtschafteten im Jahr 2020 ökologisch, das waren 651 Betriebe mehr als 2010

1 955 landwirtschaftliche Betriebe in NRW wirtschafteten im März 2020 nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus.

Düsseldorf (IT.NRW). 1 955 landwirtschaftliche Betriebe in NRW wirtschafteten im März 2020 nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus. Wie Information und Technik Nordrhein- Westfalen als Statistisches Landesamt anhand jetzt vorliegender Ergebnisse der Landwirtschaftszählung 2020 mitteilt, sind das 651 Betriebe bzw. 49,9 Prozent mehr als vor zehn Jahren. 5,8  Prozent der 33 611 landwirtschaftlichen Betriebe in NRW wirtschafteten somit ökologisch. Bei der Landwirtschaftszählung 2010 hatten 1 304 Betriebe angegeben, nach ökologisch Richtlinien zu arbeiten. Das waren 3,8 Prozent aller Betriebe.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Öko-Betriebe und deren genutzte Fläche in Nordrhein-Westfalen
Merkmal 2010 2020
Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe 35 750 33 611
  darunter Betriebe mit ökologischer Wirtschaftsweise 1 304 1 955
Anteil an allen Betrieben in % 3,6 5,8
Landwirtschaftlich genutzte Fläche in ha 1 463 087 1 473 157
  darunter ökologisch bewirtschaftete Flächen in ha 53 210 83 971
Anteil an der Gesamtfläche in % 3,6 5,7

83 971 Hektar bzw. 5,7 Prozent der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche in Nordrhein-Westfalen (1 473 157 Hektar) wurden im Jahr 2020 ökologisch bewirtschaftet. Das waren 30 761  bzw. 57,8 Prozent mehr als zum Zeitpunkt der Landwirtschaftszählung 2010 (53 210 Hektar). Damals hatte der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche bei 3,6 Prozent gelegen.

Von der Gesamtfläche des ökologischen Landbaus verteilen sich 52 737 Hektar auf Dauergrünland, 29 47 Hektar auf das Ackerland und 845 Hektar auf Dauerkulturen wie Baum- und Beerenobst. Beim Ackerland nimmt das Getreide mit 12 536 Hektar die größte Fläche ein, das ist ein Anteil von 2,2 Prozent der gesamten Getreidefläche in Nordrhein-Westfalen.

Die Zahl der ökologisch wirtschaftenden Betrieben mit Viehhaltung erhöhte sich in NRW binnen zehn Jahren um 395  Betriebe bzw. 34,3 Prozent auf 1 546. Bei den ökologisch gehaltenen Viehbeständen stieg die Zahl der Schweine gegenüber 2010 um 11 017 Tiere bzw. 58,8 Prozent auf 29 754. Der Anteil der ökologisch gehaltenen Schweine an allen Schweinen im Land lag im März 2020 bei 0,4 Prozent (2010: 0,3 Prozent). Die Zahl der ökologisch gehaltenen Rinder stieg um 14 058 Tiere bzw. 31,9  Prozent auf 58 103; ihr Anteil am Gesamtbestand lag bei 4,5  Prozent (2010: 3,2 Prozent). Der Bestand an Hühnern in ökologischer Haltung erhöhte sich um 331 260 Tiere bzw. 64,2  Prozent auf 847 287 (Anteil 2020: 6,9 Prozent; Anteil 2010: 5,2  Prozent). Mit 14,7 Prozent haben die 24 209 ökologisch gehaltenen Schafe den größten Anteil an der Gesamtzahl aller Vieharten. Im Jahr 2010 (20 438 Schafe in ökol. Haltung) hatte der Anteil bei 14,9 Prozent gelegen.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Anteile von Nutztieren in ökologischer Haltung an allen Nutztieren in NRW
Merkmal 2010 2020
Schweine 0,3 % 0,4 %
Rinder 3,2 % 4,5 %
Hühner 5,2 % 6,9 %
Schafe 14,9 % 14,7 %

In den Landwirtschaftszählungen werden etwa alle zehn Jahre wichtige Daten der landwirtschaftlichen Betriebe in NRW und den anderen Bundesländern erfasst. Auf Basis dieser Ergebnisse können bestehende Strukturen abgebildet sowie Trends und Entwicklungen in der Landwirtschaft aufgezeigt werden. Die Daten stehen als Informationsquelle der Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zur Verfügung und dienen als Entscheidungsgrundlage. Weitere Informationen zur Landwirtschaftszählung in Nordrhein-Westfalen und weiterführende Links zu unserem Datenangebot finden Sie unter https://www.it.nrw/landwirtschaftszaehlung-2020. Bundesweite Ergebnisse haben die Statistiker des Bundes und der Länder in Form von Story-Maps im gemeinsamen Statistikportal unter https://lz2020.statistikportal.deveröffentlicht. (IT.NRW)

(263 / 21) Düsseldorf, den 13. Juli 2021

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