1,9 Millionen Menschen und damit etwa jede(r) Neunte bezogen in NRW Ende 2020 Mindestsicherungsleistungen

Zwei Hände schützen eine Gruppe aus Papierfiguren
Dienstag, 7. Dezember 2021

1,9 Millionen Menschen und damit etwa jede(r) Neunte bezogen in NRW Ende 2020 Mindestsicherungsleistungen

Ende 2020 erhielten rund 1,9 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen Leistungen der sozialen Mindestsicherung; das waren fast 10 000 bzw. 0,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2020 erhielten rund 1,9 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen Leistungen der sozialen Mindestsicherung; das waren fast 10 000 bzw. 0,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war damit Ende letzten Jahres etwa jeder neunte Einwohner (10,9 Prozent) des Landes auf Mindestsicherungsleistungen angewiesen (2020 und 2019: 10,9 Prozent; 2018: 11,3 Prozent).

Die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger von Regeleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz verringerte sich gegenüber 2019 um 15 234 bzw. 15,9 Prozent auf rund 81 000. Die Zahl der Empfänger von Regelleistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II Grundsicherung für Arbeitssuchende) lag mit rund 1,5 Millionen Menschen (+1 647 gegenüber 2019) etwa auf Vorjahresniveau. Hilfe zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen bezogen Ende 2020 rund 32 000 Personen (+975 gegenüber 2019). Der kontinuierliche Anstieg der Zahl der Leistungsempfänger bei der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung setzte sich fort (+2 257). Im Dezember 2020 erhielten etwa 286 000 Menschen in NRW diese Leistungen.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Empfängerinnen und Empfänger von Mindestsicherungsleistungen in NRW
Jahr Empfänger von
Regelleistungen nach dem
Sozialgesetzbuch (SGB) II
Hilfe zum Lebensunterhalt
(außerhalb von Einrichtungen)
Grundsicherung im Alter
oder bei Erwerbsminderung
Regelleistungen nach dem
Asylbewerberleistungsgesetz
2011 1 503 408 26 049 214 410 40 814
2012 1 518 160 28 960 231 683 44 849
2013 1 550 408 32 390 249 668 57 366
2014 1 575 435 36 060 262 086 86 358
2015 1 604 989 38 980 267 624 224 108
2016 1 653 432 38 154 267 133 191 316
2017 1 669 412 36 269 276 341 122 445
2018 1 602 976 33 893 282 186 98 480
2019 1 546 625 31 380 283 293 95 884
2020 1 548 272 32 355 285 550 80 650

Die höchste Mindestsicherungsquote aller 396 Städte und Gemeinden NRWs ermittelten die Statistiker mit 22,0 Prozent für Gelsenkirchen. Die niedrigste Mindestsicherungsquote wies Ende 2020 mit 2,8 Prozent die Gemeinde Hallenberg im Hochsauerlandkreis auf. Weitere Ergebnisse zum Thema stehen für alle Städte und Gemeinden NRWs in der Landesdatenbank NRW zur Verfügung. (IT.NRW)

(477 / 21) Düsseldorf, den 7. Dezember 2021

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