2015 wurden 5 167 Jugendliche aus NRW aufgrund akuter Alkoholvergiftung stationär behandelt

Montag, 14. November 2016

2015 wurden 5 167 Jugendliche aus NRW aufgrund akuter Alkoholvergiftung stationär behandelt

Im Jahr 2015 wurden 5 167 Heranwachsende aus Nordrhein-Westfalen im Alter von zehn bis einschließlich 19 Jahren wegen alkoholbedingter Verhaltensstörungen (psychische und Verhaltensstörungen durch akute Alkoholintoxikation) stationär im Krankenhaus behandelt.

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2015 wurden 5 167 Heranwachsende aus Nordrhein-Westfalen im Alter von zehn bis einschließlich 19 Jahren wegen alkoholbedingter Verhaltensstörungen (psychische und Verhaltensstörungen durch akute Alkoholintoxikation) stationär im Krankenhaus behandelt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, waren dies 0,9 Prozent mehr Fälle als 2014.

Der Anstieg der alkoholbedingten Behandlungsfälle ist stärker auf Mädchen und junge Frauen zurückzuführen als auf ihre männlichen Altersgenossen: Während die Summe der stationären Behandlungen der weiblichen Teenager um 1,9 Prozent stieg, war die Anzahl bei den männlichen Heranwachsenden nahezu konstant. Von den insgesamt 5 167 Fällen entfielen somit 2 236 Behandlungen auf weibliche Jugendliche, was einem Anteil von 43,3 Prozent entspricht (2014: 42,8 Prozent). Der Anteil von Mädchen und jungen Frauen stieg bereits in den letzten sechs Jahren; mit der aktuellen Entwicklung setzt sich dieser Trend fort.

Bei Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren verzeichneten die Statistiker jedoch eine Abnahme der Zahl alkoholbedingter Behandlungen. 2015 wurden 599 Patientinnen und Patienten zwischen zehn und 14 Jahren wegen einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus aufgenommen. Das waren 85 Fälle weniger als 2014 (damals: 684 Behandlungsfälle).

Auf Landesebene lag der Anteil der aufgrund einer akuten Alkoholvergiftung behandelten 10 bis 19-jährigen an der gleichaltrigen Bevölkerung mit 0,29 Prozent auf Vorjahresniveau. Die höchsten Anteile gab es 2015 in Hamm mit 0,52 Prozent, gefolgt vom Kreis Soest (0,47 Prozent), Bottrop und dem Ennepe-Ruhr-Kreis mit jeweils 0,42 Prozent. Die niedrigsten Quoten ermittelten die Statistiker für Mülheim an der Ruhr (0,13 Prozent), gefolgt vom Kreis Olpe mit 0,14 Prozent und dem Kreis Minden-Lübbecke mit 0,16 Prozent. (IT.NRW)

(296 / 16) Düsseldorf, den 14. November 2016

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