2017 gab es 16,2 Prozent weniger Wohnungsabgänge in NRW als 2016

Donnerstag, 26. Juli 2018

2017 gab es 16,2 Prozent weniger Wohnungsabgänge in NRW als 2016

Im Jahr 2017 wurden von den nordrhein-westfälischen Bauämtern 5 672 Wohnungen als sog. Bauabgang (z. B. Abriss oder Umnutzung von Gebäuden) gemeldet, das waren 16,2  Prozent weniger als im Jahr zuvor (2016: 6 770 Wohnungen).

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2017 wurden von den nordrhein-westfälischen Bauämtern 5 672 Wohnungen als sog. Bauabgang (z. B. Abriss oder Umnutzung von Gebäuden) gemeldet, das waren 16,2  Prozent weniger als im Jahr zuvor (2016: 6 770 Wohnungen). Gegenüber dem Jahr 2000 (3 413 Wohnungsabgänge) hat sich die Zahl der Wohnungsabgänge um 66,2 Prozent erhöht. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, war dies die niedrigste Abgangszahl seit 2011 (damals: 5 374 Wohnungsabgänge). Bei etwa der Hälfte der Abgänge im Jahr 2017 handelte es sich um Wohnungen in Mehrfamilienhäusern oder Wohnheimen (2 809; -24,9 Prozent gegenüber 2016). Die Zahl der weggefallenen Wohnungen in Ein- oder Zweifamilienhäusern belief sich auf 2 135 (-9,4 Prozent); für gemischt genutzte Gebäude, die überwiegend nicht Wohnzwecken dienten, wurden 728 Wohnungsabgänge (+7,7 Prozent) gemeldet.

Bezieht man die Zahl der Wohnungsabgänge auf den jeweils aktuellen Wohnungsbestand, dann ergibt sich im Mittel der Jahre 2010 bis 2017 für Nordrhein-Westfalen eine durchschnittliche "Wohnungsabgangsquote" von 6,8 Abgängen je 10 000 bestehenden Wohnungen. Die höchste Wohnungsabgangsquote im Land wies die Stadt Münster (22,9) auf. Dort wurden in den letzten Jahren verstärkt Studentenwohnheime durch zeitgemäße Neubauten ersetzt. Auf den weiteren vorderen Plätzen folgten die Kreise Steinfurt (14,6) und Borken (13,7). Die niedrigsten Quoten errechneten die Statistiker für die Stadt Solingen (0,7), den Kreis Euskirchen (2,5) und die Stadt Mönchengladbach (2,7).

In der Statistik der Bauabgänge werden neben Abbrüchen von Gebäuden oder der Zusammenlegung von Wohnungen (z. B. wenn ein Gebäude komplett abgerissen, durch ein neues ersetzt oder umgebaut wird) auch genehmigungspflichtige Nutzungsänderungen (von Wohnen zu Gewerbe und umgekehrt) berücksichtigt. Außerdem fließen schadensbedingte Abgänge (etwa bei Brand, Überschwemmung, Einsturz) sowie bauaufsichtliche Maßnahmen wie Schließungen wegen Einsturzgefahr in die Statistik ein. (IT.NRW)

(212 / 18) Düsseldorf, den 26. Juli 2018

Link zur vorherigen Pressemitteilung: 211 / 18

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