2018 gab es in NRW 24,7 Prozent mehr Berufsanerkennungsverfahren syrischer Staatsangehöriger als ein Jahr zuvor

Montag, 1. Juli 2019

2018 gab es in NRW 24,7 Prozent mehr Berufsanerkennungsverfahren syrischer Staatsangehöriger als ein Jahr zuvor

Im Jahr 2018 wurden in Nordrhein-Westfalen 8 871 Anträge auf Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen bearbeitet.

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2018 wurden in Nordrhein-Westfalen 8 871 Anträge auf Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen bearbeitet. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 23,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Die Zahl der Anerkennungsanträge syrischer Staatsangehöriger war 2018 mit 1 674 um 24,7 Prozent höher als 2017. 34,0 Prozent der Anträge von Syrerinnen und Syrern wurden für die Berufe des Ingenieurs (303 Anträge), der Ärztinnen und Ärzte (150) sowie den Apothekerinnen und Apothekern (117) gestellt. Aber auch die Anträge deutscher Staatsangehöriger nahmen um 291 auf 1 041 (+38,9 Prozent) zu. Gut ein Drittel (3 387 bzw. 38,2 Prozent) der Antragstellenden hatte die Staatsbürgerschaft eines EU-Staates, 2 931 Personen die eines asiatischen Staates und weitere 1 851 Personen die eines der verbleibenden europäischen Länder.

TOP 5 Anerkennungsverfahren nach Staatsangehörigkeit in Nordrhein-Westfalen 2018*)
Rang Land der
Staatsangehörigkeit
Zahl der
Anerkennungsverfahren
Veränderungen
zum Vorjahr
2018 2017 2016 absolut in Prozent
*) Tabelle enthält gerundete Zahlen
1 Syrien 1 674 1 344 765 +333 +24,7
2 Deutschland 1 041 750 879 +291 +38,9
3 Serbien (ohne Kosovo) 543 276 144 +267 +96,4
4 Polen 498 555 792 −57 −10,1
5 Bosnien und Herzegowina 414 351 189 +63 +18,3

Die meisten Zulassungsverfahren wurden in der Berufsgattung der Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen (1 761; +35,2 Prozent) durchgeführt; es folgten Verfahren für Ärzte und Ärztinnen (1 425; +31,1 Prozent) sowie Berufe in der technischen Forschung und Entwicklung (780; −15,1 Prozent).

Die Anerkennung der Gleichwertigkeit im Ausland erworbener Ausbildungsnachweise ist aufgrund des am 1. April 2012 in Kraft getretenen Berufsqualifikationsfeststellungsgesetzes und des Gesetzes zur Feststellung der Gleichwertigkeit ausländischer Berufsqualifikationen in Nordrhein-Westfalen möglich. (IT.NRW)

(167 / 19) Düsseldorf, den 1. Juli 2019

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