2020 importierte die NRW-Wirtschaft 35,6 Prozent weniger Waren aus Russland

Dienstag, 10. August 2021

2020 importierte die NRW-Wirtschaft 35,6 Prozent weniger Waren aus Russland

Die nordrhein-westfälische Wirtschaft importierte im Jahr 2020 Waren aus Russland im Wert von 2,6 Milliarden Euro.

Düsseldorf (IT.NRW) Die nordrhein-westfälische Wirtschaft importierte im Jahr 2020 Waren aus Russland im Wert von 2,6 Milliarden Euro. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, lag Russland damit auf Rang 18 der wichtigsten Importländer der NRW-Wirtschaft. Bei den Exporten rangierte Russland mit einem Ausfuhrwert von 3,2 Milliarden Euro auf Platz 16. Die Importe aus Russland sanken im Jahr 2020 im Vergleich zu 2019 um 1,45 Milliarden Euro bzw. 35,6 Prozent. Der Exportwert dorthin war mit 0,29 Milliarden Euro um 8,2 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor.

Ein Drittel (32,3 Prozent) der Importe aus Russland nach NRW waren im Jahr 2020 Erdöl und Erdgas (0,85 Milliarden Euro). Im Jahr 2019 wurde Erdöl und Erdgas im Wert von 1,5 Milliarden Euro (38,0 Prozent) eingeführt. Weitere bedeutende Einfuhrgüter waren Metalle (26,2 Prozent, 687 Millionen Euro), Kohle (12,5 Prozent, 328 Millionen Euro), Kokerei- und Mineralölerzeugnisse (8,5 Prozent; 224 Millionen Euro) und Chemische Erzeugnisse (5,8 Prozent, 151 Millionen Euro).

  • Tabellarische Daten der Grafik
Außenhandel Nordrhein-Westfalens mit Russland
TOP 5 Importgüter aus Russland im Jahr 2020
Güter der Produktionsstatistiken Einfuhr (in Milliarden Euro) Anteil an der Gesamteinfuhr
  Erdöl und Erdgas 0,85 32,3 %
  Metalle 0,69 26,2 %
  Kohle 0,33 12,5 %
  Kokereierzeugnisse und Mineralölerzeugnisse 0,22 8,5 %
  Chemische Erzeugnisse 0,15 5,8 %
Gesamtimport 2,62 100,0 %
Außenhandel Nordrhein-Westfalens mit Russland
TOP 5 Exportgüter nach Russland im Jahr 2020
Güter der Produktionsstatistiken Ausfuhr (in 1000 Euro) Anteil an der Gesamtausfuhr
  Maschinen 0,93 29,0 %
  Chemische Erzeugnisse 0,64 20,0 %
  Datenverarbeitungsgeräte, elektr. u. opt. Erzeugn. 0,31 9,8 %
  Elektrische Ausrüstungen 0,22 6,9 %
  Pharmazeutische und ähnliche Erzeugnisse 0,19 6,0 %
Gesamtexport 3,20 100,0 %

Knapp ein Drittel (29,0 Prozent) des Exportwertes in die Russische Föderation waren im Jahr 2020 Maschinen (929 Millionen Euro). Auf den weiteren Plätzen folgten Chemische Erzeugnisse (20,0 Prozent; 639 Millionen Euro), Pharmazeutische und ähnliche Erzeugnisse (9,8 Prozent; 315 Millionen Euro), Kraftwagen und Kraftwagenteile (6,9 Prozent; 219 Millionen Euro) und Elektrische Ausrüstungen (6,0 Prozent; 192 Millionen Euro). Diese fünf Ausfuhrgüter hatten zusammen einen Anteil von 71,7 Prozent am Gesamtexport nach Russland.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Außenhandel NRWs mit Russland
Monat Ausfuhr Einfuhr
in Millionen Euro
2019 3 485,5 4 069,3
Januar 238,8 429,4
Februar 275,5 389,4
März 286,1 401,4
April 305,3 360,0
Mai 305,5 493,5
Juni 265,6 302,6
Juli 391,6 300,4
August 314,3 283,4
September 284,9 268,1
Oktober 326,9 268,6
November 276,9 301,6
Dezember 214,2 270,7
2020 3 198,2 2 621,2
Januar 249,6 344,4
Februar 266,9 348,6
März 272,2 302,1
April 242,8 171,1
Mai 230,3 135,5
Juni 285,1 114,0
Juli 268,1 139,8
August 242,1 169,6
September 319,6 225,1
Oktober 284,8 222,6
November 280,8 214,5
Dezember 256,0 233,9
2021 1 547,0 1 601,9
Januar 258,8 265,1
Februar 282,3 295,6
März 380,7 355,2
April 308,1 319,5
Mai 317,1 366,5

Von Januar 2019 bis Mai 2021 waren sowohl die Ein- als auch die Ausfuhren aus bzw. nach Russland von Schwankungen geprägt: Der Höchstwert bei den Einfuhren wurde mit 493,5 Millionen Euro im Mai 2019 und der niedrigste Wert mit 114,0 Millionen Euro im Juni 2020 erzielt. Die Ausfuhren der nordrhein-westfälischen Wirtschaft nach Russland hatten ihren Höchststand mit 391,6 Millionen Euro im Juli 2019 und ihren Tiefstand mit 214,2 Millionen Euro im Dezember 2019.

Ob die Waren nach Versand aus NRW über weitere Landesgrenzen bzw. Seehäfen weiter transportiert worden sind, wird statistisch nicht erfasst. (IT.NRW)

(311 / 21) Düsseldorf, den 10. August 2021

Link zur vorherigen Pressemitteilung: 310 / 21

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