2020 starben in NRW 51 917 Menschen an den Folgen einer Krebserkrankung

Donnerstag, 3. Februar 2022

2020 starben in NRW 51 917 Menschen an den Folgen einer Krebserkrankung

Die Zahl der in Nordrhein-Westfalen an den Folgen einer Krebserkrankung Gestorbenen war im Jahr 2020 um 1,8 Prozent niedriger als 2019 aber um 2,7 Prozent höher als 2010.

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2020 starben in Nordrhein-Westfalen 51 917 Menschen (27 770 Männer und 24 147 Frauen) an den Folgen einer Krebserkrankung. Das waren 1,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor (2019: 52 858), jedoch 2,7 Prozent mehr als vor zehn Jahren (2010: 50 560). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des Weltkrebstages am 04.02.2022 mitteilt, war Krebs (bösartige Neubildungen) damit die Ursache für fast ein Viertel aller Todesfälle (24,2 Prozent). Im Jahr 2010 hatte dieser Anteil bei 26,3 Prozent und damit um 2,1 Prozentpunkte höher gelegen als 2020. Das durchschnittliche Sterbealter der an einer Krebserkrankung Verstorbenen lag 2020 mit 74,9 Jahren um etwa vier Jahre niedriger als bei allen Verstorbenen (79,1 Jahre). Etwa ein Fünftel der an Krebs Verstorbenen (21,0 Prozent) war jünger als 65 Jahre.

Unter den krebsbedingten Todesfällen waren Krebserkrankungen der Verdauungsorgane die häufigste Todesursache (Männer: 31,0 Prozent, Frauen: 28,3 Prozent). Die zweithäufigste Todesursache waren Krebserkrankungen der Atmungs- und sonstiger intrathorakaler Organe (Männer: 25,8 Prozent, Frauen: 19,4 Prozent).

  • Tabellarische Daten der Grafik
An bösartigen Neubildungen in NRW gestorbene Männer im Jahr 2020
Bösartige Neubildungen … Anzahl Anteil*)
der Verdauungsorgane 8 605 31,0 %
der Atmungsorgane und
  sonstiger intrathorakaler Organe
7 151 25,8 %
der männlichen Genitalorgane 3 465 12,5 %
des lymphatischen, blutbildenden
  und verwandten Gewebes
2 494 9,0 %
der Harnorgane 2 254 8,1 %
sonstige bösartige Neubildungen 3 801 13,7 %
*) Anteil an allen an Krebs gestorbenen Männern

Die dritthäufigste Form krebsbedingter Todesfälle unterscheidet sich bei Männern und Frauen: Bei Männern lagen bösartige Neubildungen der Genitalorgane (12,5 Prozent) auf dem dritten Rang; bei Frauen war es Brustkrebs (16,9 Prozent).

  • Tabellarische Daten der Grafik
An bösartigen Neubildungen in NRW gestorbene Frauen im Jahr 2020
Bösartige Neubildungen … Anzahl Anteil*)
der Verdauungsorgane 6 837 28,3 %
der Atmungsorgane und
  sonstiger intrathorakaler Organe
4 695 19,4 %
der Brustdrüse (Mamma) 4 079 16,9 %
der weiblichen Genitalorgane 2 329 9,6 %
des lymphatischen, blutbildenden
  und verwandten Gewebes
2 023 8,4 %
sonstige bösartige Neubildungen 4 184 17,3 %
*) Anteil an allen an Krebs gestorbenen Frauen

Die Stadt Münster verzeichnete 2020 mit 210 krebsbedingten Sterbefällen je 100 000 Einwohner die geringste Krebssterberate. Die höchste Sterberate im Zusammenhang mit einer Krebserkrankung wies die Stadt Bottrop auf: Hier gab es 365 Sterbefälle je 100 000 Einwohner. Landesweit starben 289 Personen je 100 000 Einwohner an den Folgen einer Krebserkrankung. (IT.NRW)

(35 / 22) Düsseldorf, den 3. Februar 2022

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