2021 schrieben sich an den NRW-Hochschulen 7,8 Prozent weniger Studienanfänger ein als ein Jahr zuvor

Donnerstag, 21. Juli 2022

2021 schrieben sich an den NRW-Hochschulen 7,8 Prozent weniger Studienanfänger ein als ein Jahr zuvor

Von den 103 699 Studienanfängerinnen und -anfängern des Studienjahres 2021 waren 17 407 Bildungsausländer. Ihre Zahl war um 6,2 Prozent höher als im Jahr 2020.

Düsseldorf (IT.NRW). Im Studienjahr 2021 haben sich an NRW- Hochschulen 103 699 Personen neu eingeschrieben. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 7,8 Prozent weniger als im Studienjahr 2020 (112 422) und 12,7 Prozent weniger als im Vor-Corona-Jahr 2019 (118 848).

Die Zahl der Studienanfänger/-innen mit deutscher Staatsangehörigkeit ging in NRW im Jahr 2021 um 10,4 Prozent auf 82 812 zurück. Auch bei den sog. Bildungsinländern war ein Rückgang (−4,8 Prozent auf 3 480) gegenüber dem Jahr 2020 zu verzeichnen. Dagegen erhöhte sich die Zahl der neu Eingeschriebenen bei den Bildungsausländern um 6,2 Prozent auf 17 407 Personen. Damit lag deren Zahl aber noch unter dem Vor- Corona-Niveau (2019: 21 062 Personen). Als Bildungsausländer werden Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit bezeichnet, die ihre Hochschulzugangsberechtigung im Ausland bzw. an einem Studienkolleg in Deutschland erworben haben. Als Bildungsinländer bezeichnet man ausländische Studierende mit in Deutschland erlangter Studienberechtigung.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Studienanfänger/-innen im ersten Hochschulsemester an
Hochschulen in NRW nach Bildungsherkunft
Merkmal 2017 2018 2019 2020 2021
   Bildungsausländer  19 653  21 120  21 062  16 395  17 407
   Bildungsinländer  5 003  4 383  3 876  3 654  3 480
   Deutsche  96 365  95 825  93 910  92 373  82  812
Insgesamt 121 021 121 328 118 848 112 422 103 699

Im Studienjahr 2021 kamen an den NRW-Hochschulen 42,2 Prozent der neu eingeschriebenen Bildungsausländer aus Europa (7 338); das waren 29,8 Prozent mehr als im Jahr 2020 (5 653), aber 6,2 Prozent weniger als im Jahr 2019 (7 823). Dagegen war die Zahl der Bildungsausländer aus Asien und Afrika weiter rückläufig: Mit 6 326 Einschreibungen in das 1. Hochschulsemester war die Zahl der asiatischen Studienanfänger um 7,7 Prozent niedriger als 2020 und um 28,1 Prozent niedriger als 2019. Mit 1 624 war die Zahl der neu Immatrikulierten aus Afrika um 14,1 Prozent niedriger als 2020 und um 15,4 Prozent niedriger als 2019.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Bildungsausländer/-innen im ersten Hochschulsemester an
Hochschulen in NRW nach Kontinent der Hochschulzugangsberechtigung*)
Kontinent 2017 2018 2019 2020 2021
Afrika  1 600  1 619  1 919  1 891  1 624
Amerika  1 613  1 639  1 577  1 081  1 210
Asien  7 374  8 608  8 800  6 853  6 326
Australien und Ozeanien   99   62   82   28   38
Europa  8 348  8 384  7 823  5 653  7 338
*) ohne staatenlos, ungeklärt, ohne Angabe sowie ohne Studienkolleg

Die Statistiker weisen darauf hin, dass bei der Darstellung der Studienanfängerzahlen jeweils Studienjahre betrachtet werden; hierbei werden die Ergebnisse des Sommer- und des Wintersemesters des jeweiligen Jahres addiert.

Die Gesamtzahl der Studierenden wird dagegen je Semester ausgewiesen. Sie lag an NRW-Hochschulen im Wintersemester 2021/22 bei 756 221 Personen; das waren 1,8 Prozent weniger als im Wintersemester 2020/21 (770 434) und 1,5 Prozent weniger als im Wintersemester 2019/20 (767 617). (IT.NRW)

(310 / 22) Düsseldorf, den 21. Juli 2022

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