48,3 Prozent aller 2021 nach NRW importierten Pferde kamen aus Island

Donnerstag, 7. April 2022

48,3 Prozent aller 2021 nach NRW importierten Pferde kamen aus Island

602 lebende Pferde wurden im Jahr 2021 nach NRW importiert. Mit 291 Tieren kam fast die Hälfte der Importpferde aus Island.

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2021 wurden 602 lebende Pferde im Wert von 15,5 Millionen Euro nach NRW eingeführt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, wurde mit 291 Tieren nahezu die Hälfte (48,3 Prozent) der Pferde aus Island eingeführt. Auf den Plätzen zwei und drei folgten die Niederlande (90 Pferde) und die Schweiz (84 Pferde).

207 und damit mehr als ein Drittel der im Jahr 2021 importierten Pferde waren reinrassige Zuchttiere; der Wert dieser Tiere belief sich auf 9,9 Millionen Euro. Island war mit 134 Pferden und einem Anteil von 65 Prozent aller nach NRW importierten Pferde das bedeutendste Herkunftsland reinrassiger Zuchtpferde. Der Einfuhrwert dieser Pferde lag bei 544 000 Euro. Die höchsten Einfuhrwerte hatten mit 7,6 Millionen Euro vier aus Dänemark importierte Rassepferde. Von den übrigen 395 eingeführten Pferden (keine Zuchttiere) kamen 157 aus Island, 86 aus den Niederlanden und 73 aus der Schweiz.

Im Jahr 2021 wurden 813 Pferde im Wert von 48,9 Millionen Euro aus Nordrhein-Westfalen ausgeführt. Die meisten der 44 reinrassigen Zuchtpferde aus NRW wurden von den Vereinigten Arabischen Emiraten (18 Pferde), der Schweiz (9 Pferde) und der Tschechischen Republik (4 Pferde) abgenommen. Die meisten der 769 übrigen lebenden Pferde (keine Zuchttiere) exportierte NRW in die Vereinigten Staaten von Amerika (395 Pferde), die Schweiz (134 Pferde) und nach Italien (68 Pferde).

Eine Ausbildung als Pferdewirtin oder als Pferdewirt absolvierten in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2020 insgesamt 357 Personen. Mit einem Anteil von 84,9 Prozent waren die Ausbildungsplätze überwiegend von Frauen besetzt. In diesem Ausbildungsberuf gibt es fünf Fachrichtungen: Fast die Hälfte aller Auszubildenden (49,6 Prozent) entschied sich für eine „Klassische Reitausbildung” und rund ein Drittel (35,3 Prozent) für die Fachrichtung „Pferdehaltung und Service”. In den Fachrichtungen „Pferdezucht” (7,6 Prozent), „Spezialreitweisen” (4,5 Prozent) und „Pferderennen” (3,1 Prozent) lagen die Anteile dagegen im einstelligen Prozentbereich.

Im Jahr 2020 haben in Nordrhein-Westfalen 3 070 landwirtschaftliche Betriebe Pensions- und Reitsportpferde gehalten. Das waren 671 Betriebe bzw. 28,0 Prozent mehr als 2010. Der Anteil an allen landwirtschaftlichen Betrieben lag im Jahr 2020 bei 9,1 Prozent. Zehn Jahre zuvor hatte dieser Anteil noch bei 6,7 Prozent gelegen. Die Haltung von Pensions- und Reitsportpferden nahm 2020 bei der Betrachtung zusätzlicher Einnahmequellen der landwirtschaftlichen Betriebe in NRW den dritten Platz hinter der Erzeugung erneuerbarer Energien (26,2 Prozent) und den Arbeiten für andere Betriebe (10,7 Prozent) ein. (IT.NRW)

(129 / 22) Düsseldorf, den 7. April 2022

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