75 Jahre NRW: Ende 2020 lebten 51,8 Prozent mehr Menschen in Nordrhein-Westfalen als im Gründungsjahr 1946

Montag, 16. August 2021

75 Jahre NRW: Ende 2020 lebten 51,8 Prozent mehr Menschen in Nordrhein-Westfalen als im Gründungsjahr 1946

1946, im Gründungsjahr des Landes Nordrhein-Westfalens lebten 11,8 Millionen Menschen an Rhein und Ruhr.

Düsseldorf (IT.NRW). 1946, im Gründungsjahr des Landes Nordrhein-Westfalens lebten 11,8 Millionen Menschen an Rhein und Ruhr. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des 75-jährigen Landesjubiläums mitteilt, war die Einwohnerzahl Ende 2020 mit 17,9 Millionen um 51,8 Prozent höher als damals.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen
in Millionen
29.10.1946 06.06.1961 31.12.1980 31.12.2000 31.12.2020
11,8 15,9 17,1 18,0 17,9

Der Anteil der weiblichen Bevölkerung war vor 75 Jahren mit 54,5 Prozent aufgrund der vielen im Ersten und Zweiten Weltkrieg gestorbenen Männer höher als heute (Ende 2020: 50,9 Prozent).

Im Jahr 1946 wurden in NRW 178 600 Kinder lebend geboren; 2020 waren es mit 170 000 etwa fünf Prozent weniger als damals. Setzt man die Zahl der Geburten in Relation zur entsprechenden Bevölkerungszahl, zeigt sich eine rückläufige Geburtenentwicklung: Im Jahr 1946 wurden 15,5 Kinder je 1 000 Einwohner geboren – 2020 waren es nur noch 9,5 Geborene je 1 000 Einwohner. Die höchste Geburtenzahl gab es mit 300 400 im Jahr 1964, die niedrigste mit 143 100 im Jahr 2011.

Die Zahl der Sterbefälle war im vergangenen Jahr in NRW mit 214 300 um 58,7 Prozent höher als im Jahr 1946 (damals: 135 000). Diese Zunahme ist aber im Wesentlichen auf die gestiegene Einwohnerzahl zurückzuführen. Bezogen auf die Einwohnerzahl starben im Jahr 2020 mit 11,9 in etwa so viele Personen je 1 000 Einwohner wie im Jahr 1946 (damals: 11,8). Allerdings ist hierbei auch zu berücksichtigen, dass sich in den letzten 75 Jahren die durchschnittliche Lebenserwartung durch Fortschritte in der Medizin und Verbesserungen der Lebensbedingungen erhöht hat.

Im Nachkriegsjahr 1946 heirateten in NRW etwa 97 000 Paare (8,4 Eheschließungen je 1 000 Einwohner). In den 1950er und 1960er Jahren erreichte die Zahl der Eheschließungen pro Jahr überdurchschnittlich hohe Werte: Im Jahr 1950 wurde mit 151 400 (11,5 je 1 000 Einwohner) der Höchststand erreicht, bevor die Zahl der Eheschließungen ab 1970 kontinuierlich bis zum Jahr 2007 auf 80 100 (4,4 je 1 000 Einwohner) zurückging. Anschließend stieg die Zahl der Eheschließungen dann wieder an, bevor sie im Jahr 2020 (79 300 Trauungen; 4,4 je 1 000 Einwohner) einen historischen Tiefstand erreichte.

Die Zahl der Fortzüge aus NRW über die Landesgrenzen war im Jahr 2020 mit 339 500 fast drei Mal so hoch wie im Jahr 1949: Damals wurden 120 600 Fortzüge aus NRW in andere Bundesländer oder in das Ausland registriert. Die Zahl der Zuzüge aus anderen Bundesländern oder aus dem Ausland nach NRW lag im Jahr 2020 mit 363 700 auf einem vergleichbaren Niveau wie im Jahr 1949 (396 200). Diese überdurchschnittlich hohe Zahl von Zuzügen ist auf die Nachwirkungen des Zweiten Weltkriegs – insbesondere auf die Zuwanderung von Flüchtlingen und Vertriebenen – zurückzuführen. Im Jahr 2020 lag die Zahl der Zuzüge aus den anderen Bundesländern und dem Ausland nach NRW wegen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie auf einem niedrigeren Niveau als in den Vorjahren.

Weitere Informationen und statistische Daten finden Sie auf unserer Themenseite „75 Jahre NRW”. (IT.NRW)

(318 / 21) Düsseldorf, den 16. August 2021

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