8,9 Prozent mehr Wohnungsabgänge in NRW als im Vorjahr

Freitag, 29. September 2017

8,9 Prozent mehr Wohnungsabgänge in NRW als im Vorjahr

Im Jahr 2016 wurden von den nordrhein-westfälischen Bauämtern 6 770 Wohnungen als sog. Bauabgang (z. B. Abriss oder Umnutzung von Gebäuden) gemeldet.

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2016 wurden von den nordrhein-westfälischen Bauämtern 6 770 Wohnungen als sog. Bauabgang (z. B. Abriss oder Umnutzung von Gebäuden) gemeldet, das waren 8,9 Prozent mehr als im Jahr zuvor (2015: 6 217 Wohnungen). Gegenüber dem Jahr 2000 (3 413 Wohnungsabgänge) hat sich die Zahl der Wohnungsabgänge um 98,4 Prozent erhöht und damit einen Höchststand erreicht. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, handelte es sich bei mehr als der Hälfte der Abgänge im Jahr 2016 um Wohnungen in Mehrfamilienhäusern oder Wohnheimen (3 738; +6,9 Prozent gegenüber 2015). Die Zahl der weggefallenen Wohnungen in Ein- oder Zweifamilienhäusern belief sich auf 2 365 (+14,3 Prozent), für gemischt genutzte Gebäude, die überwiegend nicht Wohnzwecken dienten, wurden 676 Wohnungsabgänge (+2,6 Prozent) gemeldet.

Bezieht man die Zahl der Wohnungsabgänge auf den jeweils aktuellen Wohnungsbestand, dann ergibt sich im Mittel der Jahre 2010 bis 2016 für Nordrhein-Westfalen eine durchschnittliche „Wohnungsabgangsquote” von 6,8 Abgängen je 10 000 bestehenden Wohnungen. Die höchste Wohnungsabgangsquote im Land wies die Stadt Münster (24,8) auf. Dort wurden in den letzten Jahren verstärkt Studentenwohnheime durch zeitgemäße Neubauten ersetzt. Auf den weiteren vorderen Plätzen folgten der Kreis Steinfurt (14,3) und die Stadt Bielefeld (13,5). Die niedrigsten Quoten errechneten die Statistiker für die Stadt Solingen (0,8), den Kreis Euskirchen (2,4) und die Stadt Mönchengladbach (2,5).

In der Statistik der Bauabgänge werden neben Abbrüchen von Gebäuden oder der Zusammenlegung von Wohnungen (z. B. wenn ein Gebäude komplett abgerissen, durch ein neues ersetzt oder umgebaut wird) auch genehmigungspflichtige Nutzungsänderungen (von Wohnen zu Gewerbe und umgekehrt) berücksichtigt. Außerdem fließen schadensbedingte Abgänge (etwa bei Brand, Überschwemmung, Einsturz) sowie bauaufsichtliche Maßnahmen wie Schließungen wegen Einsturzgefahr in die Statistik ein. (IT.NRW)

(276 / 17) Düsseldorf, den 29. September 2017

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