Anteil erneuerbarer Energieträger am Primärenergieverbrauch in NRW auf 5,8 Prozent gestiegen

Montag, 17. Januar 2022

Anteil erneuerbarer Energieträger am Primärenergieverbrauch in NRW auf 5,8 Prozent gestiegen

Im Jahr 2019 lag der Primärenergieverbrauch in Nordrhein-Westfalen bei 3 610 Petajoule und war damit um 3,2 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor.

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2019 lag der Primärenergieverbrauch in Nordrhein-Westfalen bei 3 610 Petajoule (das entspricht 1 003 Milliarden Kilowattstunden) und war damit um 3,2 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, stieg im gleichen Zeitraum der Verbrauch aus erneuerbaren Energieträgern (Wind-, Wasserkraft, Solarenergie, Biomasse, Klär-, Deponiegas u. a.) um 4,7 Prozent auf 210 Petajoule (58,4 Milliarden Kilowattstunden).

  • Tabellarische Daten der Grafik
Primärenergieverbrauch in Nordrhein-Westfalen von 1990 bis 2019
Jahr Primärenergieverbrauch
in Petajoule
Anteil erneuerbarer Energien
in Prozent
1990 3 967,5 0,4
1991 4 086,6 0,4
1992 4 080,7 0,4
1993 4 029,6 0,4
1994 4 011,1 0,5
1995 4 091,8 0,5
1996 4 185,6 0,5
1997 4 096,5 0,6
1998 4 054,1 0,7
1999 3 901,7 0,9
2000 3 954,7 0,9
2001 3 963,5 1,2
2002 4 126,7 1,2
2003 4 365,7 1,1
2004 4 050,4 2,0
2005 4 027,9 2,7
2006 4 084,6 3,4
2007 4 278,9 3,5
2008 4 173,6 3,6
2009 4 203,0 3,7
2010 4 412,5 3,7
2011 4 253,3 3,8
2012 4 199,3 4,3
2013 4 194,4 4,3
2014 4 278,3 4,1
2015 4 241,2 4,5
2016 4 036,5 4,8
2017 3 963,3 5,1
2018 3 728,8 5,4
2019 3 609,5 5,8

Wie die Grafik zeigt, hat sich der Anteil erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch in Nordrhein-Westfalen im Vergleich zum Vorjahr auf rund 5,8 Prozent erhöht. Maßgeblichen Anteil an den erneuerbaren Energieträgern haben nach wie vor Biomasse und Windkraft. Von 2009 bis 2019 stieg vor allem der Energieverbrauch aus Solarenergie (+342,8 Prozent), Umweltwärme/Geothermie (+231,7 Prozent) und Windkraft (+175,9 Prozent).

Der Primärenergieverbrauch setzt sich aus dem Energieaufkommen im Land, den Energiebezügen und -lieferungen über die Landesgrenzen sowie Bestandsveränderungen zusammen. Hierbei werden Primär- (z. B. Steinkohle) und Sekundärenergieträger (z. B. Strom, Fernwärme) als auch erneuerbare Energieträger berücksichtigt.

Das Statistische Landesamt Nordrhein-Westfalen stellt in dieser Woche ausgewählte Ergebnisse im Zusammenhang mit den EU-Klimazielen bereit. Die Lage im bevölkerungsreichsten Bundesland hinsichtlich der im „Green Deal” genannten Ziele lässt sich anhand von Statistiken aus den Bereichen Klima, Energie, Landwirtschaft, Industrie, Verkehr und Umwelt abbilden.

IT.NRW erhebt und veröffentlicht als Statistisches Landesamt zuverlässige und objektive Daten für das Bundesland Nordrhein-Westfalen für mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage. Dies ist dank der zuverlässigen Meldungen der Befragten möglich, die damit einen wichtigen Beitrag für eine informierte demokratische Gesellschaft leisten. Nur auf Basis aussagekräftiger statistischer Daten können Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft getroffen werden. (IT.NRW)

(12 / 22) Düsseldorf, den 17. Januar 2022

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