Arbeitsproduktivität ist in den nordrhein-westfälischen Grenzregionen geringer als in den niederländischen

Montag, 3. Dezember 2018

Arbeitsproduktivität ist in den nordrhein-westfälischen Grenzregionen geringer als in den niederländischen

Die Arbeitsproduktivität, also die Bruttowertschöpfung je Erwerbstätigem, war in den Niederlanden im Jahr 2015 mit 69 836 Euro höher als in Nordrhein-Westfalen (63 490 Euro) und in Niedersachsen (58 370 Euro).

Düsseldorf (IT.NRW). Die Arbeitsproduktivität, also die Bruttowertschöpfung je Erwerbstätigem, war in den Niederlanden im Jahr 2015 mit 69 836 Euro höher als in Nordrhein-Westfalen (63 490 Euro) und in Niedersachsen (58 370 Euro). In den grenznahen Regionen – das sind Gebiete, die direkt an der deutsch-niederländischen Grenze liegen – waren die Unterschiede dagegen geringer: In den Niederlanden erwirtschaftete jeder Erwerbstätige durchschnittlich 59 328 Euro, in Nordrhein-Westfalen 56 009 Euro und in Niedersachsen 56 874 Euro. Das ist eines der Ergebnisse, die die statistischen Ämter der Niederlande (CBS), Niedersachsens (LSN) und Nordrhein-Westfalens (IT.NRW) im Projekt „Arbeitsmarkt in Grenzregionen D-NL”, welches im Rahmen des INTERREG-Programms gefördert wird, ermittelt haben.

Von den grenznahen Regionen wiesen die Regionen Delfzijl (69 358 Euro) und Zuid-Limburg (65 861 Euro) auf der niederländischen Seite, die Städteregion Aachen (59 030 Euro) auf nordrhein-westfälischer Seite und der Kreis Emsland (59 392 Euro) in Niedersachsen die höchsten Arbeitsproduktivitäten auf. Die niedrigsten Werte wurden für die Regionen Oost-Groningen (49 064 Euro) und Achterhoek (52 191 Euro) in den Niederlanden, Heinsberg in Nordrhein-Westfalen (51 381 Euro) und Aurich in Niedersachsen (52 132 Euro) ermittelt.

Die Wirtschaftsstrukturen unterschieden sich in den grenznahen Regionen nur geringfügig: Der Kreis Borken (31 Prozent), die grenznahen Städte Krefeld (31 Prozent) und Emden (38 Prozent) sowie das Emsland (34 Prozent) sind durch überdurchschnittliche Anteile des Produzierenden Gewerbes geprägt. Auf niederländischer Seite waren in den Regionen Arnhem/Nijmegen (33 Prozent) und Oost-Groningen (31 Prozent) die Anteile im Bereich der öffentlichen Dienstleistungen überdurchschnittlich hoch.

Diese und weitere Informationen sind dem Bericht des CBS zu entnehmen, der unter http://url.nrw/cbs-nl verfügbar ist. (IT.NRW)

(344 / 18) Düsseldorf, den 3. Dezember 2018

Footermap Title