Bundestagswahl 2021 in NRW: Ältere wählten eher CDU oder SPD – Jüngere eher GRÜNE oder FDP

Freitag, 28. Januar 2022

Bundestagswahl 2021 in NRW: Ältere wählten eher CDU oder SPD – Jüngere eher GRÜNE oder FDP

In Nordrhein-Westfalen beteiligten sich die 50- bis 59-Jährigen am stärksten (80,8 Prozent) an der Bundestagswahl 2021; bei den 18- bis 20-Jährigen gaben 68,0 Prozent ihre Stimme ab.

Düsseldorf (IT.NRW). In Nordrhein-Westfalen gaben ältere Wählerinnen und Wähler bei der Bundestagswahl 2021 ihre Zweitstimmen überwiegend der CDU oder der SPD – Jüngere wählten dagegen überwiegend GRÜNE oder FDP. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand jetzt vorliegender Ergebnisse der repräsentativen Wahlstatistik mitteilt, nahm bei der CDU und der SPD der Zweitstimmenanteil mit steigendem Alter der Wählerinnen und Wähler zu: Die CDU erzielte den höchsten Zweitstimmenanteil mit 42,1 Prozent bei den über 69-Jährigen, den niedrigsten mit 11,4 Prozent bei den 18 bis 24-Jährigen. Bei der SPD wurde der höchste Zweitstimmenanteil von den 60- bis 69-Jährigen (36,3 Prozent), der kleinste – wie bei der CDU – bei den unter 25-Jährigen (17,2 Prozent) erzielt.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Zweitstimmenanteil bei der Bundestagswahl 2021 in NRW
Alter
von etwa …
bis unter … Jahren
ungültige Stimmen CDU SPD FDP AfD GRÜNE DIE LINKE sonstige
18 – 25 0,4% 11,4% 17,2% 19,8% 4,6% 27,0% 6,8% 12,7%
25 – 35 0,6% 14,3% 19,5% 14,9% 7,4% 25,3% 6,0% 12,1%
35 – 45 0,4% 20,7% 21,7% 12,3% 10,7% 21,0% 4,0% 9,3%
45 – 60 0,6% 24,8% 29,9% 10,7% 9,0% 16,1% 3,1% 5,8%
60 – 70 0,7% 27,3% 36,3% 8,5% 7,4% 13,3% 3,3% 3,2%
70 und mehr 1,0% 42,1% 35,6% 7,9% 3,7% 6,6% 1,6% 1,6%

GRÜNE (27,0 Prozent), FDP (19,8 Prozent) und DIE LINKE (6,8 Prozent) wurden dagegen insbesondere von den 18- bis 24-Jährigen gewählt. Mit zunehmendem Alter der Wählerinnen und Wähler sanken bei den drei genannten Parteien die Zweitstimmenanteile und erreichten bei den über 69-Jährigen Anteile von 7,9 Prozent (FDP), 6,6 Prozent (GRÜNE) und ,6 Prozent (DIE LINKE). Die AfD erhielt den höchsten Wählerzuspruch von den 35- bis 44-Jährigen (10,7 Prozent). Den geringsten Zweitstimmenanteil erhielt die AfD von den über 69-Jährigen (3,7 Prozent).

Bei der Bundestagswahl 2021 haben in Nordrhein-Westfalen 76,4 Prozent der rund 13 Millionen wahlberechtigten Personen ihre Stimme abgegeben. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, beteiligten sich ältere Wählerinnen und Wähler stärker an der Wahl als jüngere: Bei den 50- bis 59-Jährigen war die Wahlbeteiligung mit 80,8 Prozent am höchsten. Aber auch bei den 60- bis 69-Jährigen (80,4 Prozent) und den über 70-Jährigen (77,0 Prozent) war die Beteiligung überdurchschnittlich hoch. Am niedrigsten war die Beteiligung mit 68,0 Prozent bei den Erstwählerinnen und Erstwählern im Alter von 18 bis 20 Jahren. Auch bei den jungen Menschen im Alter von 21 bis 24 Jahren war die Wahlbeteiligung mit 69,7 Prozent unterdurchschnittlich. Im Durchschnitt über alle Altersgruppen war die Wahlbeteiligung von Frauen (76,9 Prozent) um einen Prozentpunkt höher als die von Männern (75,9 Prozent).

  • Tabellarische Daten der Grafik
Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl 2021 in NRW
Geschlecht Alter
von etwa …
bis unter … Jahren
18 – 21 21 – 25 25 – 30 30 – 35 35 – 40 40 – 45 45 – 50 50 – 60 60 – 70 70 und mehr
Männer 65,5% 66,9% 69,0% 70,4% 70,4% 72,7% 76,0% 80,3% 81,1% 79,0%
Frauen 70,9% 72,6% 73,8% 72,8% 75,5% 75,7% 77,8% 81,3% 79,6% 75,5%
zusammen 68,0% 69,7% 71,3% 71,6% 72,9% 74,2% 76,9% 80,8% 80,4% 77,0%

Die genannten Auswertungen basieren auf jetzt vorliegenden Ergebnissen der repräsentativen Wahlstatistik, die das Statistische Landesamt im Webshop von IT.NRW kostenlos zum Download bereitstellt. Auch Daten zu den Erststimmenergebnissen sowie zur Kombination von Erst- und Zweistimme (Stimmensplitting) sind dort nach Altersgruppen und Geschlecht verfügbar. Die amtlichen Endergebnisse der Bundestagswahl 2021 für Nordrhein-Westfalen hat der Landeswahlleiter NRW im Internet unter der Adresse www.wahlergebnisse.nrw veröffentlicht. (IT.NRW)

(28 / 22) Düsseldorf, den 28. Januar 2022

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