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Der Energieverbrauch ist in der NRW-Industrie im Jahr 2022 mit –12,4 Prozent stärker zurückgegangen als im Bundesdurchschnitt

Öl- und Gastank aus der Luft
Montag, 4. Dezember 2023

Der Energieverbrauch ist in der NRW-Industrie im Jahr 2022 mit –12,4 Prozent stärker zurückgegangen als im Bundesdurchschnitt

In NRW ist der Energieverbrauch im Verarbeitenden Gewerbe im Kreis Lippe (−40,3 Prozent) am stärksten gesunken. Eine interaktive Karte zeigt deutschlandweit regionale Unterschiede des Energieverbrauchs der Industrie.

Düsseldorf (IT.NRW). Das Verarbeitende Gewerbe in Nordrhein-Westfalen hat im Jahr 2022 mit 1 151 Petajoule 12,4 Prozent weniger Energie verbraucht als ein Jahr zuvor. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, ist das ein stärkerer Rückgang als im Bundesdurchschnitt (−9,1 Prozent). Der stärkste Rückgang aller Bundesländer wurde mit −16,7 Prozent für den Stadtstaat Hamburg verzeichnet. Rückgänge des Energieverbrauchs wurden für fast alle Bundesländer ermittelt – lediglich in Thüringen stieg der Energieverbrauch um 4,8 Prozent.

Innerhalb Nordrhein-Westfalens errechnet sich für die Industrie in Mülheim an der Ruhr im Jahr 2022 mit 4,9 Prozent der höchste Anstieg des Energieverbrauchs aller kreisfreien Städte und Kreise des Landes gegenüber dem Vorjahr. Im Kreis Lippe sank der Energieverbrauch in den Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes mit 40,3 Prozent am stärksten. Deutschlandweit wies der Saale-Orla-Kreis in Thüringen den höchsten Anstieg (+52,9 Prozent) auf. Dagegen hat sich der Energieverbrauch der Industrie im baden-württembergischen Stadtkreis Heidelberg deutschlandweit mit −69,3 Prozent am stärksten verringert.

In der Regionaldatenbank Deutschland lassen sich die Energieträger Kohle, Heizöl, Erdgas, erneuerbare Energien, Strom, Wärme und sonstige Energieträger vergleichen. In 2022 hatte Erdgas bundesweit mit 27,7 Prozent den größten Anteil aller in der Industrie eingesetzten Energieträger; Strom (21,4 Prozent) und Kohle (15,3 Prozent) folgten auf den Plätzen zwei und drei. In Nordrhein-Westfalen hatte dagegen Kohle mit 22,8 Prozent den höchsten Anteil; es folgten Erdgas (19,8 Prozent) und Strom (17,7 Prozent). Kohle und Erdgas blieben damit – wie bereits im Vorjahr – die wichtigsten Energieträger für die nordrhein-westfälische Industrie, obwohl die Anteile beider Energieträger jeweils um rund zwei Prozentpunkte niedriger waren als 2021.

Energieverbrauch im Verarbeitenden Gewerbe in NRW im Jahr 2022 nach Energieträgern

Weitere Ergebnisse sowie eine interaktive Karte der regionalen Unterschiede des Energieverbrauchs im Verarbeitenden Gewerbe für alle kreisfreien Städte und (Land-)Kreise Deutschlands sind im Statistikportal der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder abrufbar. Grundlage der vorliegenden Auswertung zum Energieverbrauch in der Industrie in Deutschland sind die Ergebnisse der Jahreserhebung über die Energieverwendung der Betriebe im Verarbeitendem Gewerbe aus der Regionaldatenbank Deutschland.

IT.NRW erhebt und veröffentlicht als Statistisches Landesamt zuverlässige und objektive Daten für das Bundesland Nordrhein-Westfalen für mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage. Dies ist dank der zuverlässigen Meldungen der Befragten möglich, die damit einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. Sie stehen auch der Wissenschaft und allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung. (IT.NRW)

(378 / 23) Düsseldorf, den 4. Dezember 2023

Eine interaktive Karte der regionalen Unterschiede des Energieverbrauchs in der Industrie für ganz Deutschland finden Sie im Statistikportal

Weitere Ergebnisse zum Energieverbrauch in der Industrie für alle kreisfreien Städte und (Land-)Kreise Deutschlands finden Sie in der Regionaldatenbank Deutschland

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