Deutsch-Französischer Tag: 20 255 Franzosen leben in NRW

Freitag, 22. Januar 2021

Deutsch-Französischer Tag: 20 255 Franzosen leben in NRW

Ende 2019 lebten in Nordrhein-Westfalen 11 275 weibliche und 8 980 männliche Bürger mit französischer Staatsbürgerschaft.

Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2019 lebten in Nordrhein-Westfalen 11 275 weibliche und 8 980 männliche Bürger mit französischer Staatsbürgerschaft. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des Deutsch-Französischen Tags mitteilt, war die Zahl der Franzosen mit 20 255 um 19 Prozent höher als zehn Jahre zuvor (2009: 17 026). Damit lagen die Franzosen 2019 auf dem 28. Platz im NRW-Nationenranking. Die meisten Menschen mit französischem Pass lebten in Düsseldorf (3 725), Köln (2 980) und Bonn (1 180).

  • Tabellarische Daten der Grafik
Personen mit französischer Staatsangehörigkeit in NRW*)
Stichtag insgesamt männlich weiblich
*) Quelle: Ausländerzentralregister
31.12.2009 17 026 7 289 9 737
31.12.2019 20 255 8 980 11 275

Von 2010 bis 2019 zogen insgesamt 30 100 Personen von Frankreich nach Nordrhein-Westfalen. Von NRW nach Frankreich zogen im selben Zeitraum 26 100 Menschen. Damit sind in den letzten zehn Jahren 4 000 Personen mehr aus Frankreich nach NRW gezogen als umgekehrt das Land in diese Richtung verließen. Die meisten Zuzüge aus Frankreich in diesem Zeitraum gab es von 2013 bis 2016 als jeweils mehr als 3 000 Personen von dort zuwanderten.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Wanderungen von/nach NRW nach/von Frankreich
Jahr aus Frankreich nach NRW
Zugezogene
aus NRW nach Frankreich
Fortgezogene
Überschuss der Zu- (+) bzw.
Fortgezogenen (−)
2010 2 972 2 811 +161
2011 2 902 2 652 +250
2012 2 829 2 518 +311
2013 3 185 2 545 +640
2014 3 381 2 744 +637
2015 3 118 2 646 +472
2016 3 076 2 588 +488
2017 2 931 2 351 +580
2018 2 857 2 524 +333
2019 2 887 2 748 +139
2010 bis 2019 30 138 26 127 +4 011

272 425 Schülerinnen und Schüler der allgemeinbildenden Schulen in NRW nahmen im Schuljahr 2019/20 am Französich-Unterricht teil. Mit 148 385 Teilnehmern wurden mehr als die Hälfte (54,5 Prozent) der französisch Lernenden an Gymnasien unterrichtet. Realschulen (61 495 Teilnehmer; 22,6 Prozent) und Gesamtschulen (41 035 Teilnehmer; 15,1 Prozent) belegten Platz zwei und drei.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Teilnehmer/-innen am Französischunterricht* an allgemeinbildenden Schulen in NRW im Schuljahr 2019/20
Schulform Teilnehmer Anteil an allen Teilnehmern
* ausschließlich Pflichtunterricht
Insgesamt 272 425 100,0 %
  darunter
    Realschule 61 495 22,6 %
    Gesamtschule 41 035 15,1 %
    Gymnasium 148 385 54,5 %
    sonstige 21 510 7,9 %

Frankreich ist einer der bedeutendsten Handelspartner Nordrhein-Westfalens. Mit Ausfuhren im Wert von 16,2 Milliarden Euro war Frankreich 2019 das zweitwichtigste Abnehmerland und mit Einfuhren im Wert von 14,5 Milliarden Euro das drittwichtigste Lieferland der NRW-Wirtschaft.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Außenhandel Nordrhein-Westfalens mit Frankreich
Zeitraum Export Import
in Milliarden Euro
*) Januar bis Oktober
2014 15,96 12,97
2015 15,45 12,67
2016 15,09 12,87
2017 15,63 14,09
2018 16,08 14,64
2019 16,21 14,49
2020*) 12,13 9,57

Während der Wert der Ausfuhren nach Frankreich in den Jahren von 2014 bis 2019 um 1,6 Prozent stieg, erhöhte sich der Wert der Einfuhren in diesem Zeitraum sogar um 11,7 Prozent. Aufgrund der Corona-bedingten Einschränkungen waren die Ausfuhren von Januar bis Oktober 2020 um 11,1 Prozent und die Einfuhren um 21,3 Prozent niedriger als im entsprechenden Vorjahrezeitraum.

Wichtigstes Exportgut nach Frankreich waren 2019 mit einem Anteil von 12,7 Prozent am Gesamtexport Maschinen, Apparate und mechanische Geräte (2,1 Milliarden Euro). Bei den Einfuhren standen Kraft- und Landfahrzeuge (3,9 Milliarden Euro) mit einem Anteil von 26,6 Prozent am Gesamtimport an erster Stelle.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Außenhandel Nordrhein-Westfalens mit Frankreich
Ware Export Import
in Tonnen
Käse und Quark 3 355 5 469
Wein und Traubenmost 32 32 998

Neben den Gütern, die überwiegend zwischen Industrienationen gehandelt werden, sind bestimmte landesspezifische Produkte aus Frankreich auch in Nordrhein-Westfalen beliebt: Beispielsweise wurden 2019 aus Frankreich 5 469 Tonnen Käse und Quark importiert. Aber auch von NRW nach Frankreich wurden 3 355 Tonnen Käse und Quark exportiert. Beim Wein sieht das Verhältnis aber anders aus: Während 32 998 Tonnen Wein aus Frankreich nach NRW flossen, wurden 2019 „nur” 32 Tonnen Wein aus NRW dorthin geliefert. (IT.NRW)

(23 / 21) Düsseldorf, den 22. Januar 2021

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