Deutsch-Französischer Tag: In NRW leben 20 Prozent mehr Französinnen und Franzosen als vor zehn Jahren

Freitag, 21. Januar 2022

Deutsch-Französischer Tag: In NRW leben 20 Prozent mehr Französinnen und Franzosen als vor zehn Jahren

Ende 2020 lebten in Nordrhein-Westfalen 11 385 Französinnen und 9 130 Franzosen. Die Zahl der Personen mit französischer Staatsangehörigkeit war mit 20 515 um 20 Prozent höher als 2010.

Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2020 lebten in Nordrhein-Westfalen 11 385 Frauen und 9 130 Männer mit französischer Staatsangehörigkeit. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des Deutsch-Französischen Tags mitteilt, war die Zahl der Französinnen und Franzosen mit 20 515 um 20 Prozent höher als zehn Jahre zuvor (2010: 17 163). Damit lag die französische Staatsangehörigkeit 2020 auf dem 27. Platz im NRW-Nationenranking. NRW-weit lebten die meisten Menschen mit französischem Pass in Düsseldorf (3 750), Köln (3 135) und Bonn (1 200).

  • Tabellarische Daten der Grafik
Personen mit französischer Staatsangehörigkeit in NRW*)
Stichtag insgesamt männlich weiblich
31.12.2010 17 163 7 397 9 766
31.12.2020 20 515 9 130 11 385
*) Quelle: Ausländerzentralregister

Von 2010 bis 2020 zogen insgesamt 32 600 Personen von Frankreich nach Nordrhein-Westfalen. Von NRW nach Frankreich zogen im selben Zeitraum 28 200 Menschen. Damit sind in den letzten zehn Jahren 4 400 Personen mehr aus Frankreich nach NRW gezogen als das Land in diese Richtung verließen. Die meisten Zuzüge aus Frankreich in diesem Zeitraum gab es von 2013 bis 2016 als jeweils mehr als 3 000 Personen von dort zuwanderten.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Wanderungen zwischen NRW und Frankreich
Jahr Zuzüge
aus Frankreich
nach NRW
Fortzüge
aus NRW
nach Frankreich
Überschuss
der Zu- (+) bzw. Fortzüge (−)
2010 2 972 2 811 +161
2011 2 902 2 652 +250
2012 2 829 2 518 +311
2013 3 185 2 545 +640
2014 3 381 2 744 +637
2015 3 118 2 646 +472
2016 3 076 2 588 +488
2017 2 931 2 351 +580
2018 2 857 2 524 +333
2019 2 887 2 748 +139
2020 2 474 2 056 +418
 2010 bis 2020 32 612 28 183 +4 429

Im Schuljahr 2020/21 wurden an den allgemeinbildenden Schulen in Nordrhein-Westfalen pro Woche im Schnitt 37 503 Stunden Französischunterricht erteilt. Französisch war damit nach Englisch (261 903 Stunden) die am zweithäufigsten unterrichtete Fremdsprache. Die meisten Wochenstunden Französischunterricht (24 264 Stunden; 64,7 Prozent) wurden an Gymnasien unterrichtet. Gesamtschulen (5 648 Stunden; 15,1 Prozent) und Realschulen (5 173 Stunden; 13,8 Prozent) belegten Platz zwei und drei.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Französischunterricht*) an allgemeinbildenden Schulen**) in NRW im Schuljahr 2020/21
Schulform Unterrichtsstunden
pro Woche
Anteil
an allen Teilnehmern
Insgesamt 37 503 100,0 %
  darunter
    Realschule 5 173 13,8 %
    Gesamtschule 5 648 15,1 %
    Gymnasium 24 264 64,7 %
    sonstige 2 418 6,4 %
*) ausschließlich Pflichtunterricht – **) ohne Freie Waldorfschulen

Frankreich ist einer der bedeutendsten Handelspartner Nordrhein-Westfalens. Mit Ausfuhren im Wert von 14,6 Milliarden Euro war Frankreich 2020 das zweitwichtigste Abnehmerland und mit Einfuhren im Wert von 11,6 Milliarden Euro das drittwichtigste Lieferland der NRW-Wirtschaft.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Außenhandel Nordrhein-Westfalens mit Frankreich
Zeitraum Export Import
in Milliarden Euro
2014 15,96 12,97
2015 15,45 12,67
2016 15,09 12,87
2017 15,63 14,09
2018 16,08 14,64
2019 16,21 14,49
2020 14,60 11,60
2021*) 14,02 10,95
*) Januar bis Oktober

Während der Wert der Ausfuhren nach Frankreich in den Jahren von 2014 bis 2019 um 1,6 Prozent stieg, erhöhte sich der Wert der Einfuhren in diesem Zeitraum sogar um 11,7 Prozent. Seit 2020 sind aufgrund der Corona-bedingten Einschränkungen sowohl die Importe (−20,1 Prozent) als auch die Exporte (−10,2 Prozent) rückläufig. Von Januar bis Oktober 2021 wurden Waren im Wert von 14 Milliarden Euro nach Frankreich exportiert. Im gleichen Zeitraum wurden Waren im Wert von elf Milliarden Euro von dort importiert.

Wichtigstes Exportgut nach Frankreich waren 2020 mit einem Anteil von 17,0 Prozent am Gesamtexport chemische Erzeugnisse (2,5 Milliarden Euro). Bei den Importgütern belegten Kraftwagen und Kraftwagenteile (2,1 Milliarden Euro) mit einem Anteil von 17,8 Prozent den ersten Platz.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Außenhandel 2020 Nordrhein-Westfalens mit Frankreich
Ware Export Import
in Tonnen
Käse und Quark 3 375 4 766
Wein und Traubenmost 29 31 497

Neben den Gütern, die überwiegend zwischen Industrienationen gehandelt werden, sind bestimmte landesspezifische Produkte aus Frankreich auch in NRW beliebt: Beispielsweise wurden 2020 aus Frankreich 4 766 Tonnen Käse und Quark importiert. Aber auch von NRW nach Frankreich wurden 3 375 Tonnen Käse und Quark exportiert. Beim Wein sieht das Verhältnis aber anders aus: Während 31 497 Tonnen Wein aus Frankreich nach NRW flossen, wurden 2020 „nur” 29 Tonnen Wein aus NRW dorthin geliefert. (IT.NRW)

(20 / 22) Düsseldorf, den 21. Januar 2022

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