Ein Fünftel der Kernerwerbstätigen in NRW stand 2018 in einem atypischen Beschäftigungsverhältnis

Freitag, 16. August 2019

Ein Fünftel der Kernerwerbstätigen in NRW stand 2018 in einem atypischen Beschäftigungsverhältnis

Im Jahr 2018 standen in Nordrhein-Westfalen 1,7 Millionen Erwerbstätige in ihrer Haupttätigkeit in einem atypischen Beschäftigungsverhältnis.

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2018 standen in Nordrhein-Westfalen 1,7 Millionen Erwerbstätige in ihrer Haupttätigkeit in einem atypischen Beschäftigungsverhältnis. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand von Ergebnissen des Mikrozensus 2018 mitteilt, waren das 21,9 Prozent der insgesamt 7,72 Millionen sogenannten Kernerwerbstätigen in NRW. Der Anteil der atypisch Beschäftigten lag damit nahezu auf Vorjahresniveau (2017: 22,7 Prozent). Zu den atypisch Beschäftigten zählen Teilzeitbeschäftigte mit bis zu 20 Arbeitsstunden je Woche, befristet oder geringfügig Beschäftigte sowie Angestellte bei Zeitarbeitsfirmen.

Mit 1,2 Millionen waren mehr als doppelt so viele Frauen wie Männer (507 000) atypisch beschäftigt. Bezogen auf alle Kernerwerbstätigen steht bei den Frauen mit 32,8 Prozent knapp jede Dritte und bei den Männern mit 12,3 Prozent rund jeder Achte in einem atypischen Beschäftigungsverhältnis.

5,3 Millionen Erwerbstätige und damit 69,2 Prozent aller Kernerwerbstätigen waren 2018 in einem Normalarbeitsverhältnis angestellt. Sie übten eine unbefristete sozialversicherungspflichtige Tätigkeit mit über 20 Wochenstunden aus, die direkt für den Arbeitgeber erbracht wird. 669 000 (8,7 Prozent) der Erwerbstätigen waren als Selbstständige tätig und etwa 15 000 (0,2 Prozent) arbeiteten als mithelfende Familienangehörige.

Die Statistiker weisen darauf hin, dass hier nur sog. Kernerwerbstätige betrachtet werden. Hierunter werden Erwerbstätige im Alter von 15 bis unter 65 Jahren verstanden, die sich nicht in schulischer oder beruflicher (Aus-) Bildung oder in einem Freiwilligendienst befinden. Neben den abhängig Erwerbstätigen in Normalarbeitsverhältnissen bzw. in atypischer Beschäftigung zählen hierzu auch Selbstständige und mithelfende Familienangehörige. Seit dem Jahr 2017 werden im Mikrozensus Personen, die in Gemeinschaftsunterkünften leben, bei den Ergebnissen zur Erwerbstätigkeit nicht mehr berücksichtigt. (IT.NRW)

(221 / 19) Düsseldorf, den 16. August 2019

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