Ende 2021 gab es in NRW 1,92 Millionen Menschen mit einer anerkannten Schwerbehinderung

Dienstag, 31. Mai 2022

Ende 2021 gab es in NRW 1,92 Millionen Menschen mit einer anerkannten Schwerbehinderung

Im Vergleich zum Jahr 2019 bedeutet dies eine Zunahme um 9 000 Menschen bzw. eine Steigerung um 0,5 Prozent.

Düsseldorf (IT.NRW). Zum Jahresende 2021 lebten in NRW rund 1,92 Millionen Menschen mit einer anerkannten Schwerbehinderung; das waren rund 9 000 bzw. 0,5 Prozent mehr als zum Jahresende 2019. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, hatte – bezogen auf die Bevölkerungszahl Ende Juni 2021 – fast jede/r neunte (10,7 Prozent) Einwohner/-in des Landes einen gültigen Schwerbehindertenausweis. Diesen können sich Menschen mit einem Grad der Behinderung von 50 oder mehr ausstellen lassen. Knapp ein Viertel (23,3 Prozent) der schwerbehinderten Menschen wies den maximalen Grad der Behinderung von 100 auf.

Vier Fünftel (80,0 Prozent) der Menschen mit einer Schwerbehinderung waren 55 Jahre oder älter und mehr als ein Drittel (36,1 Prozent) hatten das 75. Lebensjahr überschritten. Das Durchschnittsalter von Frauen mit Schwerbehinderung war mit 68,0 Jahren höher als das der Männer mit 64,8 Jahren.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Schwerbehinderte Menschen in Nordrhein-Westfalen am 31. Dezember 2021
Altersgruppe Personen Anteile
männlich weiblich männlich weiblich
  unter 15 21 130 13 035 2,2 % 1,4 %
  15 – 24 25 260 16 975 2,6 % 1,8 %
  25 – 34 32 885 26 715 3,4 % 2,8 %
  35 – 44 40 635 38 655 4,3 % 4,0 %
  45 – 54 81 520 86 380 8,5 % 9,0 %
  55 – 64 207 710 191 200 21,8 % 19,8 %
  65 - 74 237 425 207 490 24,9 % 21,5 %
  75 Jahre und älter 308 290 383 785 32,3 % 39,8 %
Insgesamt 954 855 964 235 100 % 100 %

Schwerbehinderte Menschen können eine oder mehrere Behinderungen aufweisen: Bei 58,6 Prozent der schwerbehinderten Menschen wurde eine Behinderung, bei 41,4 mehrere Behinderungen festgestellt.

Die Ursache der schwersten Behinderung war bei 94,0 Prozent der Menschen mit Schwerbehinderung eine Krankheit. Um eine angeborene Behinderung handelte es sich bei weiteren 3,6 Prozent und bei 1,5 Prozent verursachten ein Unfall oder eine Berufskrankheit die Behinderung.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Schwerbehinderte Menschen in Nordrhein-Westfalen am 31. Dezember 2021
nach der Ursache der schwersten Behinderung
Ursache der schwersten Behinderung Anteile
  Krankheit 94,0 %
  angeboren 3,6 %
  Unfall oder Berufskrankheit 1,5 %
  sonstige oder mehrere Ursachen 0,8 %
  Kriegs-, Wehr- oder Zivildienstbeschädigung 0,1 %
Insgesamt 100,0 %

Die Art der schwersten Behinderung war Ende 2021 bei mehr als der Hälfte (51,0 Prozent) der schwerbehinderten Menschen eine körperliche Behinderung. Am häufigsten lag dabei eine Beeinträchtigung der Funktion von inneren Organen bzw. Organsystemen vor, gefolgt von Funktionseinschränkung von Gliedmaßen.

Bei 11,4 Prozent der schwerbehinderten Menschen lag als Art der schwersten Behinderung eine geistig-seelische Behinderung vor. Hier standen Neurosen, Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen an erster Stelle, gefolgt von Störungen der geistigen Entwicklung (z. B. Lernbehinderung, geistige Behinderung). Zerebrale Störungen waren bei acht Prozent der schwerbehinderten Menschen die Art der schwersten Behinderung.

Die Statistiker weisen darauf hin, dass ab dem Berichtsjahr 2021 die Ergebnisse der Statistik der schwerbehinderten Menschen aus Datenschutzgründen auf ein Vielfaches von fünf gerundet werden. Hierdurch besteht keine Additivität. Personen mit Signierung des Geschlechts „divers” und „ohne Angabe”; werden per Zufallsprinzip dem männlichen oder weiblichen Geschlecht zugeordnet.

IT.NRW als Statistisches Landesamt erhebt und veröffentlicht zuverlässige und objektive Daten für das Bundesland Nordrhein-Westfalen für mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage. Dies ist dank der zuverlässigen Meldungen der Befragten möglich, die damit einen wichtigen Beitrag für eine informierte demokratische Gesellschaft leisten. Nur auf Basis aussagekräftiger statistischer Daten können Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft getroffen werden. (IT.NRW)

(224 / 22) Düsseldorf, den 31. Mai 2022

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