Entwicklung der Nebenkosten 2025 in NRW: Heizöl mit stärkstem Preisrückgang unter den Energieträgern
Düsseldorf (IT.NRW). Die Preise für Haushaltsenergien, die Strom, Gas und andere Brennstoffe umfassen, sind in Nordrhein-Westfalen zwischen 2024 und 2025 um 0,6 % gesunken. Dies teilt Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich der kalten Jahreszeit mit, in der die Nebenkosten für viele Verbraucherinnen und Verbraucher in den Fokus rücken. Während die Preise für Strom im genannten Zeitraum um 1,7 % gestiegen sind, wurden bei weiteren Energieträgern größtenteils sinkende Preise beobachtet.
Sinkende Betriebskosten für Ölzentralheizungen ursächlich für überdurchschnittlichen Preisrückgang beim Heizöl
Den stärksten Preisrückgang verzeichneten dabei die Gesamtkosten für Heizöl, einschließlich Betriebskosten, mit −7,0 %. Dabei sorgten vor allem die sinkenden Betriebskosten für Ölzentralheizungen (−10,4 %) für den überdurchschnittlichen Preisrückgang. Die reinen Preise für Heizöl sanken im selben Zeitraum um 4,5 %. Die Gesamtkosten für Erdgas, einschließlich Betriebskosten, sind zwischen 2024 und 2025 ebenfalls gesunken (−2,3 %). Auch hier fielen insbesondere die Betriebskosten für Gaszentralheizungen niedriger aus als im Vorjahr (−5,6 %), während die Preise für Erdgas selbst um 0,4 % stiegen. Weitere Energieträger wie Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe (−4,1 %) und Fernwärme (−1,6 %) verzeichneten ebenfalls sinkende Preise.
| Preisentwicklung bei ausgewählten Energeiträgern in Nordrhein-Westfalen – Veränderung zwischen 2024 und 2025 in Prozent (Basis 2020 = 100) | |||
|---|---|---|---|
| Energieträger, einschließlich Betriebskosten | Energieträger | Betriebskosten | |
| Erdgas | −2,3 | +0,4 | −5,6 |
| Heizöl | −7,0 | −4,5 | −10,4 |
| Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe |
−4,1 | ||
| Fernwärme | −1,6 | ||
| Strom | +1,7 | ||
Trotz zuletzt rückläufiger Tendenzen bewegten sich die Preise für Haushaltsenergien nach wie vor auf einem höheren Niveau als vor dem Ukraine-Krieg. Unsere Pressemitteilung vom 09. Oktober 2025 stellt die monatliche Entwicklung von 2020 bis September 2025 detailliert dar.
Steigende Preise bei Wasserver- und Abwasserentsorgung
Neben den Haushaltsenergien bilden die Kosten für Wasserversorgung, Abwasserentsorgung und Müllentsorgung einen wesentlichen Bestandteil der Nebenkosten. Im Jahr 2025 zeigten sich bei allen drei Positionen Preissteigerungen. Die Preise für Wasserversorgung stiegen um 4,4 %, die für Abwasserentsorgung um 5,5 % und die Preise für Müllabfuhr um 2,3 %.
Reinigungskosten für Straßen und Bürgersteige gestiegen
Schornsteinfegerentgelte stiegen zwischen 2024 und 2025 um 8,8 %. Auch die Preise für Bürgersteigreinigung oder Straßenreinigung (+7,7 %) und Dienstleistungen für Gartenpflege (+4,9 %) waren höher als ein Jahr zuvor.
Für Verbraucherinnen und Verbraucher, die 2025 Reparaturen, Wartungen, Instandhaltungen oder Handwerkerarbeiten in Auftrag geben mussten, fielen höhere Kosten an als noch im Jahr zuvor. Elektrikerarbeiten verteuerten sich um 5,8 %, Arbeiten an Gas-, Wasser- und Entwässerungsanlagen um 5,1 % und Arbeiten an Heizungs- und Wassererwärmungsanlagen um 4,5 %.
Hinweise zur Statistik
Grundlage für diese Pressemitteilung ist der Verbraucherpreisindex (Basisjahr 2020 = 100). Die Daten stammen aus den monatlichen Preiserhebungen der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder, auf deren Basis der Verbraucherpreisindex monatlich fortgeschrieben wird. Für Auswertungen können verschiedene Zeiträume betrachtet werden: Übliche Vergleiche sind die prozentualen Veränderungen zum Vorjahresmonat (z. B. Januar 2025 mit Januar 2024) oder zwischen zwei aufeinander folgenden Monaten (z. B. Februar 2025 mit Januar 2025). Nach Vorliegen des Dezemberergebnisses wird darüber hinaus der Jahresdurchschnittswert berechnet. Auf Grundlage dieses Durchschnitts kann die Preisentwicklung verschiedener Jahre miteinander verglichen werden (z. B. zwischen den Jahren 2020 und 2024). Für die Pressemitteilung wurde die Veränderung des Jahresdurchschnitts zugrunde gelegt.
Über IT.NRW
Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)
Weitere Ergebnisse zum Verbraucherpreisindex finden Sie in der Landesdatenbank NRW.
Weitere Informationen zur Nutzung verschiedener Energieträger finden Sie in der Pressemitteilung: “Zensus 2022: Rund zwei Drittel aller Wohnungen in NRW nutzten Gas als Heizenergie“.
(010 / 26) Düsseldorf, den 13. Januar 2026