Equal Pay Day: Frauen verdienten 2020 in NRW 18 Prozent weniger als Männer

Dienstag, 9. März 2021

Equal Pay Day: Frauen verdienten 2020 in NRW 18 Prozent weniger als Männer

Mit einem durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von 18,54 Euro verdienten Frauen in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2020 rund 18 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen (22,56 Euro).

Düsseldorf (IT.NRW). Mit einem durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von 18,54 Euro verdienten Frauen in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2020 rund 18 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen (22,56 Euro). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des internationalen Aktionstages für die Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen (Equal Pay Day; 10. März 2021) mitteilt, hat sich dieser Wert in den letzten vier Jahren kontinuierlich verringert, während er in den Jahren davor fast unverändert blieb.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Durchschnittliche Bruttostundenverdienste (ohne Sonderzahlungen) in Nordrhein-Westfalen
Merkmal Männer Frauen Differenz Männer/Frauen (Gender Pay Gap)
2006 18,29 € 13,89 € 24 %
2007     24 %
2008     24 %
2009     23 %
2010 19,30 € 14,93 € 23 %
2011 19,68 € 15,18 € 23 %
2012 20,37 € 15,55 € 24 %
2013 20,58 € 15,93 € 23 %
2014 20,32 € 15,63 € 23 %
2015 20,34 € 15,76 € 23 %
2016 20,65 € 16,20 € 22 %
2017 20,73 € 16,43 € 21 %
2018 21,68 € 17,33 € 20 %
2019 22,13 € 17,99 € 19 %
2020 22,56 € 18,54 € 18 %

Der Gender Pay Gap ist allerdings nicht gleichzusetzen mit einer Lohndiskriminierung weiblicher Beschäftigter in dieser Höhe, da er keine Auskunft über die Ursachen des geschlechtsspezifischen Verdienstabstands gibt. In seinem Wert kommen nicht nur Differenzen in der individuellen Entlohnung zum Ausdruck, sondern vor allem Unterschiede in den Beschäftigungsstrukturen von Frauen und Männern. So sind beispielsweise 6,6 Prozent der Frauen als Führungskräfte tätig, während dies auf 12,0 Prozent der Männer zutrifft. Hinzu kommt, dass 56,8 Prozent der Frauen in Teilzeit oder in geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen arbeiten, die häufig schlechter entlohnt werden als Frauen in Vollzeit. Gleiches trifft jedoch „nur” auf 16,1 Prozent der Männer zu.

Der Gender Pay Gap (Lohnlücke zwischen Frauen und Männern) wird europaweit nach einheitlichen methodischen Vorgaben berechnet und gilt als zentraler Maßstab für internationale Vergleiche der geschlechtsspezifischen Verdienstunterschiede. Der vorliegende Gender Pay Gap wurde auf Basis der Verdienststrukturerhebung unter Einbeziehung von Ergebnissen der vierteljährlichen Verdiensterhebungen ermittelt. (IT.NRW)

(81 / 21) Düsseldorf, den 9. März 2021

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