Erwerbstätigenquote von Frauen türkischer Herkunft niedriger als die anderer Frauen

Donnerstag, 29. August 2019

Erwerbstätigenquote von Frauen türkischer Herkunft niedriger als die anderer Frauen

Binnen zehn Jahren sind die Erwerbstätigenquoten von Frauen türkischer Herkunft von 34,4 Prozent (2007) auf 45,1 Prozent (2017) gestiegen.

Düsseldorf (IT.NRW). Binnen zehn Jahren sind die Erwerbstätigenquoten von Frauen türkischer Herkunft von 34,4 Prozent (2007) auf 45,1 Prozent (2017) gestiegen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war dieser Anstieg (+10,7 Prozentpunkte) höher als bei Frauen ohne Migrationshintergrund (+9,6 Prozentpunkte) und bei nichttürkischen Frauen mit Migrationshintergrund (+7,8 Prozentpunkte).

Trotz des überdurchschnittlichen Anstiegs der Erwerbsbeteiligung fällt die Erwerbstätigenquote bei türkischen Frauen niedriger aus als bei anderen Frauen. Weniger als die Hälfte (45,1 Prozent) der 25 bis 64-Jährigen Frauen türkischer Herkunft waren 2017 erwerbstätig. Frauen mit nichttürkischem (64,0 Prozent) bzw. ohne Migrationshintergrund (77,1 Prozent) waren häufiger erwerbstätig.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Erwerbstätigenquoten*) von Frauen in NRW 2007, 2012 und 2017 nach Migrationshintergrund in Prozent
Jahr mit türkischem Migrationshintergrund ohne Migrationshintergrund mit Migrationshintergrund (ohne Türkei)
*) Zahl der Erwerbstätigen im Alter von 25 bis unter 65 Jahren je 100 Personen entsprechender Bevölkerungsgruppe
2007 34,4 67,5 56,2
2012 38,1 72,0 61,1
2017 45,1 77,1 64,0

Menschen türkischer Herkunft haben für Nordrhein-Westfalen eine besondere Bedeutung, da sie den größten Anteil an den Personen mit Migrationshintergrund stellen. In NRW leben 905 000 Personen mit türkischen Wurzeln, knapp die Hälfte davon (440 000) sind Frauen.

Diese und weitere interessante Ergebnisse zu diesem Thema haben die Statistiker jetzt in der Reihe Statistik kompakt unter dem Titel „Türkische Frauen auf dem Arbeitsmarkt” veröffentlicht. Die Daten stammen aus dem Mikrozensus 2007, 2012 und 2017. (IT.NRW)

(237 / 19) Düsseldorf, den 29. August 2019

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