Exportmenge von Rohholz ist in NRW im ersten Halbjahr 2020 um 57,5 Prozent gestiegen

Freitag, 18. September 2020

Exportmenge von Rohholz ist in NRW im ersten Halbjahr 2020 um 57,5 Prozent gestiegen

Die nordrhein-westfälische Wirtschaft exportierte im ersten Halbjahr 2020 Rohholz im Wert von 65,6 Millionen Euro; das waren 33,0 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2019.

Düsseldorf (IT.NRW). Die nordrhein-westfälische Wirtschaft exportierte im ersten Halbjahr 2020 Rohholz im Wert von 65,6 Millionen Euro; das waren 33,0 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2019. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, wurden insgesamt 902 913 Tonnen an Baumstämmen oder grob zugerichteten Schnitthölzern exportiert, das war ein Anstieg von 57,5 Prozent. Allein im Juni erreichten die Ausfuhren eine Menge von 194 469 Tonnen, damit wurde der bisherige Spitzenwert vom Oktober 2019 um rund 23 000 Tonnen überschritten. Der aus dem Verhältnis von Exportmenge und -wert ermittelte durchschnittlich Preis für Rohholz war im ersten Halbjahr 2020 mit 72,60 Euro je Tonne um 13,40 Euro niedriger als im ersten Halbjahr 2019.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Außenhandel mit Rohholz in NRW
Jahr Monat Ausfuhr Einfuhr
in Tonnen
2017 Januar 24 966 11 209
Februar 28 596 23 223
März 33 557 23 234
April 41 050 22 347
Mai 36 782 22 157
Juni 34 899 24 149
Juli 42 159 21 995
August 30 481 19 155
September 47 020 19 713
Oktober 45 193 19 126
November 29 412 28 275
Dezember 46 919 20 044
2018 Januar 22 469 17 283
Februar 22 201 19 529
März 36 913 20 180
April 38 880 23 340
Mai 45 346 21 327
Juni 38 610 23 571
Juli 42 347 30 480
August 42 744 16 121
September 52 149 19 534
Oktober 39 557 22 294
November 64 574 20 291
Dezember 63 271 26 379
2019 Januar 112 011 20 861
Februar 61 347 10 008
März 101 720 16 146
April 80 467 24 364
Mai 97 234 5 766
Juni 120 539 32 562
Juli 91 559 9 999
August 106 490 14 477
September 140 137 14 281
Oktober 170 893 19 838
November 137 394 13 506
Dezember 102 381 16 389
2020 Januar 165 023 13 297
Februar 122 649 8 139
März 126 281 14 871
April 151 043 14 431
Mai 143 448 17 386
Juni 194 469 16 823

Das überdurchschnittliche Exportwachstum geht im Wesentlichen auf die gestiegene Ausfuhren von Fichten- und Tannenhölzern zurück. Allein bei diesen Holzarten wurden im ersten Halbjahr dieses Jahres 851 827 Tonnen exportiert (+352 522 Tonnen bzw. +41,4 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2019). Damit waren 94,3 Prozent der gesamten Rohholzexporte Fichten- oder Tannenholz. Auch die Ausfuhren von Kiefernholz waren mit einer Gesamtmenge von 11 168 Tonnen höher als im ersten Halbjahr 2019. Bei allen übrigen Holzarten gingen die Exportmengen zurück.

Hauptabnehmerländer von Rohholz aus NRW von Januar bis Juni 2020 waren China (451 566 Tonnen; Anteil: 50,0 Prozent), Belgien (216 969 Tonnen; 24,0 Prozent), Österreich (58 998 Tonnen; 6,5 Prozent), Niederlande (48 433 Tonnen; 5,4 Prozent) und Luxemburg (23 197 Tonnen; 2,6 Prozent). Damit erreichen die Beneluxstaaten zusammen einen Anteil von 32,0 Prozent an den Rohholzexporten. Im ersten Halbjahr 2020 wurden insgesamt 77 561 Tonnen von den Beneluxstaaten importiert. Damit erhalten Importeure in Nordrhein-Westfalen ihr Rohholz zu 91,3 Prozent aus Belgien oder aus den Niederlanden bzw. aus Luxemburg.

Ob die Waren nach Versand aus NRW über weitere Landesgrenzen bzw. Seehäfen weiter transportiert worden sind, wird statistisch nicht erfasst. (IT.NRW)

(298 / 20) Düsseldorf, den 18. September 2020

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