Landesbetrieb IT.NRW
IT-Dienstleister und Statistik
Freitag, 19. Juni 2026

Fachärzte in NRW-Krankenhäusern: Anästhesiologie ist häufigstes Fachgebiet

  • Höchster Frauenanteil in den Top-10 Facharztgruppen in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe (69 %) – niedrigster in Orthopädie und Unfallchirurgie (17 %)
  • Insgesamt arbeiteten 49.551 hauptamtliche Ärztinnen und Ärzte in NRW-Kliniken – 43 % von ihnen ohne abgeschlossene Facharztausbildung
  • 38 % der Fachärztinnen und Fachärzte arbeiteten in Teilzeit – bei der Ärzteschaft ohne Facharztausbildung waren es 18 %
Fachärzte
Teilzeit
Krankenhaus
Facharztausbildung

Düsseldorf (IT.NRW). In den nordrhein-westfälischen Krankenhäusern arbeiteten zum Stichtag 31.12.2024 insgesamt 49.551 hauptamtliche Ärztinnen und Ärzte. Mit 21.178 Personen hatten rund 43 % von ihnen keine abgeschlossene Facharztausbildung. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, stellte bei den Ärztinnen und Ärzten mit abgeschlossener Facharztausbildung die Anästhesiologie mit 4.742 Beschäftigten die zahlenmäßig größte Facharztgruppe. Es folgten die Innere Medizin mit 3.262 sowie die Orthopädie und Unfallchirurgie mit 2.595 Ärztinnen und Ärzten. Ebenfalls zu den größten Facharztbereichen zählten die Frauenheilkunde und Geburtshilfe, die Innere Medizin und Kardiologie sowie die Psychiatrie und Psychotherapie.

Hauptamtliche Ärztinnen und -ärzte in NRW-Krankenhäusern nach Facharzt-/Schwerpunktkompetenz am 31.12.2024

Höchster Frauenanteil in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe

In den Top-10 Facharztgruppen zeigten sich deutliche Unterschiede bei der Geschlechterverteilung. Während in der Orthopädie und Unfallchirurgie nur rund 17 % der Ärzteschaft weiblich war, lag der Frauenanteil in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe bei etwa 69 % und in der Kinder- und Jugendmedizin bei rund 62 %.

Höchste Teilzeitquote für Ärztinnen und Ärzte in der Anästhesiologie

Die Anästhesiologie wies sowohl bei Ärztinnen als auch bei Ärzten die höchste Teilzeitquote auf. 68 % der Ärztinnen und 39 % der Ärzte in dieser Facharztgruppe waren teilzeitbeschäftigt. Am niedrigsten war der Teilzeitanteil bei Ärztinnen mit 41 % im Bereich Innere Medizin und Kardiologie und bei den Ärzten mit 20 % in der Allgemeinchirurgie. Die Teilzeitquote der Fachärzteschaft insgesamt reichte von knapp 27 % im Bereich Inneren Medizin und Kardiologie bis zu 55 % in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe.

Fachärzteschaft mit 38 % häufiger in Teilzeitbeschäftigung als Ärzteschaft ohne Facharztausbildung mit 18 %

Der Frauenanteil des ärztlichen Personals ohne abgeschlossene Weiterbildung, d. h. ohne Facharztausbildung, lag mit 54 % über dem der Fachärzteschaft mit 40 %. Ärztliches Personal ohne Facharztausbildung arbeitete mit 18 % seltener in Teilzeit als das fachärztliche Personal mit 38 %. Ärztinnen ohne abgeschlossene Weiterbildung waren mit 27 % gut drei Mal so oft in Teilzeit beschäftigt als Ärzte mit 8 %. Auch bei den Fachärztinnen war der Teilzeitanteil mit 56 % mehr als doppelt so hoch wie bei den Fachärzten (26 %).

Hinweise zur Statistik

Die Statistik der Grunddaten der Krankenhäuser und Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen erhebt jährlich strukturelle Merkmale zur sachlichen und personellen Ausstattung dieser Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen. Es wurden die 316 nach § 108 SGB V zugelassenen Krankenhäuser ausgewertet, die im gemäß § 293 Abs. 6 SGB V geführten Standortverzeichnis enthalten und berechtigt sind, Leistungen für die gesetzlichen Krankenkassen zu erbringen. Gegenüber dem Berichtsjahr 2023 wurden 5 private Kliniken (mit etwa 150 Betten) aus dem Datenbestand gestrichen, die diesem Kriterium nicht entsprochen haben. Es werden hier die Facharztgruppen in NRW-Krankenhäusern ungeachtet der Fachabteilung ausgewertet.

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

Weitere Ergebnisse zu den Grunddaten der Krankenhäuser finden Sie in der Landesdatenbank NRW.

(172 / 26) Düsseldorf, den 19. Juni 2026

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