Fast ein Fünftel aller Einfuhren nach NRW stammte 2019 aus der neuen Freihandelszone RCEP

Montag, 25. Januar 2021

Fast ein Fünftel aller Einfuhren nach NRW stammte 2019 aus der neuen Freihandelszone RCEP

Die Warenlieferungen aus den im neuen Freihandelsbündnis RCEP zusammengeschlossenen 15 Staaten hatten zusammen im Jahr 2019 einen Anteil von 19,9 Prozent am gesamten Importwert Nordrhein-Westfalens.

Düsseldorf (IT.NRW). Die Warenlieferungen aus den im neuen Freihandelsbündnis RCEP zusammengeschlossenen 15 Staaten hatten zusammen im Jahr 2019 einen Anteil von 19,9 Prozent am gesamten Importwert Nordrhein-Westfalens. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, lag der Wert der Einfuhren von dort bei 48,6 Milliarden Euro. Seit dem Jahr 2015 ist der Wert der Importe aus diesen Staaten um 17,0 Prozent gestiegen. Am 15. November 2020 hatten neben China und Japan 13 weitere Staaten der Region Asien-Pazifik das Freihandelsbündnis RCEP (Regional Comprehensive Economic Partnership) unterzeichnet.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Außenhandel Nordrhein-Westfalens mit den RCEP-Staaten
Zeitraum Export Import
in Milliarden Euro
1) Januar bis Oktober
2015 17,988 41,575
2016 17,581 42,066
2017 19,461 45,700
2018 20,277 46,952
2019 20,696 48,640
20201) 16,511 39,516

Wichtigstes Lieferland im RCEP-Bündnis war 2019 China mit einem Importwert von 30,7 Milliarden Euro (Anteil an NRW: 12,5  Prozent). Weitere bedeutende Handelspartner waren Japan mit 7,1  Milliarden Euro (2,9 Prozent) und Malaysia mit 2,3 Milliarden Euro (0,9 Prozent). Die wichtigsten Einfuhrgüter aus den RCEP- Staaten waren vor allem „Datenverarbeitungsgeräte sowie elektrische und optische Erzeugnisse”. Mit 16,8 Milliarden Euro hatten diese Produkte einen Anteil von mehr als einem Drittel (34,5  Prozent) an allen Importen nach NRW. Es folgten die Einfuhren von elektrischen Ausrüstungen (4,9 Mrd. Euro), Maschinen (4,4 Mrd. Euro), chemischen Erzeugnissen (3,1 Mrd. Euro) und Bekleidung (2,9  Mrd. Euro).

Die Ausfuhren aus Nordrhein-Westfalen in die RCEP-Staaten waren im Jahr 2019 um 2,1 Prozent höher als ein Jahr zuvor und erreichten einen Wert von 20,7 Milliarden Euro. Das waren 10,7  Prozent aller nordrhein-westfälischen Exporte. Auch hier war China mit 12,1 Milliarden Euro (6,2 Prozent des gesamten Exportwertes NRWs) größter Abnehmer. An zweiter und dritter Stelle folgten Japan mit 2,2 Milliarden Euro und die Republik Korea mit 1,9 Milliarden Euro. Wichtigste Exportgüter in die RCEP-Staaten waren Maschinen (5,8 Mrd. Euro), gefolgt von chemischen Erzeugnissen (3,4 Mrd. Euro) und pharmazeutischen und ähnlichen Erzeugnissen (1,9 Mrd. Euro).

Von Januar bis Oktober 2020 importierte die NRW-Wirtschaft Waren im Wert von 39,5 Milliarden Euro aus den RCEP-Staaten. Das waren 2,8 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Wert der Exporte belief sich in den ersten zehn Monaten des Jahres 2020 auf 16,5 Milliarden Euro (–4,5 Prozent). (IT.NRW)

(24 / 21) Düsseldorf, den 25. Januar 2021

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