Fast jeder vierte Einwohner in NRW hatte 2014 einen Migrationshintergrund

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Fast jeder vierte Einwohner in NRW hatte 2014 einen Migrationshintergrund

Über 4,1 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen hatten im Jahr 2014 einen Migrationshintergrund; das waren 23,6 Prozent aller rund 17,6 Millionen Einwohner an Rhein und Ruhr.

Düsseldorf (IT.NRW). Über 4,1 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen hatten im Jahr 2014 einen Migrationshintergrund. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt anlässlich des internationalen Tages der Migranten (18. Dezember 2015) mitteilt, waren das 23,6 Prozent aller rund 17,6 Millionen Einwohner an Rhein und Ruhr. Das Durchschnittsalter von Personen mit ausländischen Wurzeln war mit 35 Jahren niedriger als das der Einwohner ohne Migrationshintergrund (46 Jahre).

Personen mit türkischer Herkunft bildeten in NRW im Jahr 2014 mit einem Anteil von 21,0 Prozent die größte Gruppe der Bevölkerung mit Migrationshintergrund. Auf den weiteren Plätzen folgten Personen polnischer (13,6 Prozent), russischer (8,0 Prozent) und kasachischer (5,6 Prozent) Herkunft. Über 2,3 Millionen Einwohner (57,2 Prozent) mit Migrationshintergrund besaßen die deutsche Staatsangehörigkeit.

Im vergangenen Jahr wies der Regierungsbezirk Detmold mit 25,1 Prozent den höchsten Anteil von Personen mit Migrationshintergrund auf. Danach folgten die Regierungsbezirke Düsseldorf (24,8 Prozent), Köln (24,3 Prozent) und Arnsberg (23,5 Prozent). Den niedrigsten Anteil ermittelten die Statistiker für den Regierungsbezirk Münster mit 18,8 Prozent. Von den kreisfreien Städten und Kreisen des Landes wies Wuppertal mit 35,0 Prozent den höchsten Anteil von Personen mit Migrationshintergrund auf. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Hamm (34,2 Prozent) und Düsseldorf (33,6 Prozent). Die Kreise Coesfeld (10,7 Prozent), Euskirchen (13,4 Prozent) und der Hochsauerlandkreis (14,1 Prozent) wiesen hier die niedrigsten Anteile auf.

Als Personen mit Migrationshintergrund gelten neben den ausländischen Staatsbürgern auch Personen, die nach 1949 entweder selbst zugewandert sind oder von denen mindestens ein Elternteil aus dem Ausland nach Deutschland zugezogen ist. Personen, deren Migrationshintergrund ausschließlich aus Eigenschaften eines nicht im Haushalt lebenden bzw. verstorbenen Elternteils resultiert, können seit 2005 aus methodischen Gründen nur alle vier Jahre als Personen mit Migrationshintergrund identifiziert werden. Die Hochrechnung der Mikrozensusergebnisse erfolgt ab dem Jahr 2011 anhand der Bevölkerungsfortschreibung auf Basis des Zensus 2011. Die Ergebnisse sind daher nur eingeschränkt mit denen früherer Berichtsjahre vergleichbar. (IT.NRW)

(324 / 15) Düsseldorf, den 17. Dezember 2015

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