Grenzregionen D - NL: Teilzeitarbeit auf niederländischer Seite weiter verbreitet als auf deutscher Seite

Donnerstag, 4. Oktober 2018

Grenzregionen D - NL: Teilzeitarbeit auf niederländischer Seite weiter verbreitet als auf deutscher Seite

Mehr als ein Viertel (28,3 Prozent) der Erwerbstätigen in der Grenzregion zu den Niederlanden waren im Jahr 2016 Teilzeitbeschäftigte.

Düsseldorf (IT.NRW). Mehr als ein Viertel (28,3 Prozent) der Erwerbstätigen in der Grenzregion zu den Niederlanden waren im Jahr 2016 Teilzeitbeschäftigte. Auf der niederländischen Seite ging in der Grenzregion mehr als jeder Zweite (53,7 Prozent) einer Teilzeittätigkeit nach. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, waren vor allem die Frauen teilzeiterwerbstätig: Mehr als die Hälfte der Frauen (51,6 Prozent) in der deutschen und vier von fünf Frauen (83,1 Prozent) in der niederländischen Grenzregion waren teilzeitbeschäftigt.

Dies sind Ergebnisse des im Rahmen des EU-INTERREG-Programms durchgeführten Projektes „Arbeitsmarkt in Grenzregionen D - NL” der statistischen Ämter der Niederlande, Niedersachsens und Nordrhein-Westfalens in dem der Arbeitsmarkt entlang der niederländisch-deutschen Grenze statistisch ausgewertet wurde. Erstmals wurde dabei ein Vergleich der Teilzeitbeschäftigung in verschiedenen Regionen entlang der gesamten niederländisch-deutschen Grenze realisiert: In den Niederlanden lagen – außer in Midden-Limburg – alle Regionen mit vergleichsweise hoher Teilzeitquote im Norden. Auf deutscher Seite gab es hingegen kaum größere zusammenhängende Regionen mit gleichem Muster. Niedrige Teilzeitquoten waren in Nordrhein-Westfalen entlang der Rhein-Schiene, höhere in Niedersachsen und um Bremen herum bis zur Küste zu verzeichnen.

Innerhalb der Grenzregionen fallen die Unterschiede der Teilzeitquoten sowohl auf der deutschen als auch der niederländischen Seite eher gering aus: Auf der niederländischen Seite reicht die Spanne von 50,6 Prozent in Delfzijl bis 57,8 Prozent in Zuidoost-Drenthe. Auf deutscher Seite hatte der Kreis Düren mit 24,5 Prozent die niedrigste und der Kreis Steinfurt mit 31,0 Prozent die höchste Teilzeitquote. Als Grenzregionen werden die Regionen bezeichnet, die unmittelbar an der Grenze liegen.

Diese und weitere interessante Ergebnisse zu diesem Thema haben die Statistiker jetzt in der Reihe Statistik kompakt unter dem Titel „Teilzeitarbeit in der Grenzregion Niederlande und Deutschland” veröffentlicht. Die Daten stammen aus dem Mikrozensus 2016 bzw. dem „Labour Force Survey”. (IT.NRW)

(290 / 18) Düsseldorf, den 4. Oktober 2018

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