Im Dezember 2020 wurden in NRW 13,9 Prozent weniger Anträge auf Eröffnung von Insolvenzverfahren gestellt als ein Jahr zuvor

Dienstag, 9. Februar 2021

Im Dezember 2020 wurden in NRW 13,9 Prozent weniger Anträge auf Eröffnung von Insolvenzverfahren gestellt als ein Jahr zuvor

Im Dezember 2020 wurden bei den Amtsgerichten in Nordrhein-Westfalen 1 230 Anträge auf Eröffnung von Insolvenzverfahren gestellt.

Düsseldorf (IT.NRW). Im Dezember 2020 wurden bei den Amtsgerichten in Nordrhein-Westfalen 1 230 Anträge auf Eröffnung von Insolvenzverfahren gestellt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren das 13,9 Prozent weniger als im Dezember 2019 (damals: 1 428 Verfahren). 330 der beantragten Insolvenzverfahren betrafen Unternehmen. Von diesen Unternehmensinsolvenzen waren zum Zeitpunkt der Antragstellung 1 390 Arbeitnehmer betroffen. Ferner stellten 690 Verbraucher (dazu zählen Arbeitnehmer, Rentner oder Erwerbslose) einen Insolvenzantrag. Außerdem beantragten 210 sonstige Antragsteller die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Beantragte Insolvenzverfahren in Nordrhein-Westfalen
Monat Insolvenzen insgesamt Zu- bzw. Abnahme*) der
Insolvenzen insgesamt
darunter
Unternehmensinsolvenzen Verbraucherinsolvenzen
*) gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat; **) vorläufige, gerundete Ergebnisse; ***) In den Zahlen sind 111 nachgemeldete Verfahren
(5 Unternehmen, 106 Verbraucher) des Amtsgerichtes Mönchengladbach aus dem ersten Halbjahr 2020 enthalten.
Dezember 2019 1 428 −26,0 % 335 822
Januar 2020 2 271 −8,4 % 489 1 409
Februar 2020 1 914 −5,9 % 414 1 178
März 2020 2 036 −8,3 % 409 1 277
April 2020 1 308 −41,8 % 326 727
Mai 2020 1 941 −15,0 % 423 1 125
Juni 2020 1 927 −4,0 % 338 1 231
Juli 2020 1 779 −21,8 % 428 1 007
August 2020 942 −54,6 % 296 429
September 2020 688 −66,0 % 301 236
Oktober 2020 862 −62,2 % 316 374
November 2020 972 −47,3 % 287 466
Dezember 2020**)***) 1 230 −13,9 % 330 690

Trotz des Shutdowns im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie (und der damit verbundenen Wirtschaftskrise) lag die Zahl der beantragten Unternehmensinsolvenzverfahren im Dezember 2020 unter dem Zwölfmonatsdurchschnitt des Jahres 2019 (446 Verfahren). Das liegt u. a. daran, dass die Insolvenzantragspflicht für überschuldete Unternehmen bis Ende des Jahres 2020 ausgesetzt war; bei Zahlungsunfähigkeit war ein Insolvenzantrag seit Anfang Oktober 2020 wieder verpflichtend. Hinzu kommen die besonderen staatlichen Finanzhilfen für Unternehmen. (IT.NRW)

(43 / 21) Düsseldorf, den 9. Februar 2021

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