Im ersten Halbjahr 2021 wurden in NRW 11,4 Prozent mehr Gewerbe angemeldet als 2020

Montag, 16. August 2021

Im ersten Halbjahr 2021 wurden in NRW 11,4 Prozent mehr Gewerbe angemeldet als 2020

Von Januar bis Juni 2021 wurden bei den nordrhein-westfälischen Gewerbeämtern 75 591 Gewerbe angemeldet.

Düsseldorf (IT.NRW). Von Januar bis Juni 2021 wurden bei den nordrhein-westfälischen Gewerbeämtern 75 591 Gewerbe angemeldet. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 11,4 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2020 bzw. 0,6 Prozent mehr als in den ersten sechs Monaten 2019 (75 153). Die Zahl der Gewerbeabmeldungen war um 0,9 Prozent bzw. 20,9 Prozent niedriger als von Januar bis Juni 2020 bzw. 2019.

85,6 Prozent der Anmeldungen (64 735) im ersten Halbjahr 2021 waren Neugründungen (+13,3 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2020). Dabei handelte es sich in 13 305 Fällen (+11,9 Prozent) um Betriebsgründungen, bei denen aufgrund der voraussichtlichen Beschäftigtenzahl oder der Rechtsform eine größere wirtschaftliche Substanz vermutet werden kann. Von den sonstigen 51 430 Neugründungen wurden 35 896 (+21,9 Prozent) im Nebenerwerb angemeldet.

Überdurchschnittliche Zuwächse bei der Gesamtzahl der Gewerbeanmeldungen gegenüber dem ersten Halbjahr 2020 ermittelten die Statistiker vor allem in den Wirtschaftsabschnitten Gesundheits- und Sozialwesen (+75,5 Prozent), Information und Kommunikation (+29,0 Prozent) und Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz (+21,5 Prozent). Weniger Anmeldungen als ein Jahr zuvor waren nur für den Bereich Kunst, Unterhaltung und Erholung (−9,2 Prozent), dem Gastgewerbe (−15,7 Prozent) und für die sonstigen Dienstleistungen (−23,9 Prozent) zu konstatieren.

Die Zahl der neu angemeldeten Einzelunternehmen durch ausländische Staatsangehörige ist zwar gegenüber dem ersten Halbjahr 2020 um 3,0 Prozent gestiegen, ihr Anteil an allen neuen Einzelunternehmen war aber mit 22,7 Prozent um 1,5 Prozentpunkte niedriger als ein Jahr zuvor. Dabei waren Gewerbetreibende mit türkischer (2 415; 18,4 Prozent), polnischer (2 244; 17,1 Prozent) und syrischer (1 589; 12,1 Prozent) Staatsangehörigkeit am häufigsten vertreten. Der Anteil asiatischer Gründungen an den von ausländischen Mitbürgern angemeldeten Einzelunternehmen lag mit 3 014 bei 23,0 Prozent. Die Zahl der von Einzelunternehmerinnen angemeldeten Gewerbe war mit 20 236 um 9,5 Prozent höher als im ersten Halbjahr 2020; ihr Anteil an allen neuen Einzelunternehmen ist aber um 0,2 Prozent gesunken.

Bei der Interpretation der Zahlen ist zu beachten, dass Gewerbemeldungen Absichtserklärungen sind. Den Statistikern liegen keine Informationen darüber vor, ob das an- bzw. abgemeldete Gewerbe auch tatsächlich ausgeübt wird bzw. wurde. (IT.NRW)

(319 / 21) Düsseldorf, den 16. August 2021

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