Im Jahr 2020 starben in NRW 3,8 Prozent mehr Menschen als 2019

Freitag, 29. Oktober 2021

Im Jahr 2020 starben in NRW 3,8 Prozent mehr Menschen als 2019

Im Jahr 2020 starben in Nordrhein-Westfalen mit 214 313 rund 3,8 Prozent mehr Menschen als im Jahr zuvor (2019: 206 479).

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2020 starben in Nordrhein-Westfalen mit 214 313 rund 3,8 Prozent mehr Menschen als im Jahr zuvor (2019: 206 479). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand jetzt vorliegender, endgültiger Ergebnisse der Todesursachenstatistik mitteilt, starben im Jahr 2020 in Nordrhein-Westfalen 7 295 Menschen (3 892 Männer und 3 403 Frauen) ursächlich an COVID-19. Allein im November und Dezember starben hieran 5 179 Personen. Der Anteil der an COVID-19 Gestorbenen an allen Gestorbenen lag im Jahr 2020 bei 3,4 Prozent – im November bei 8,9 Prozent und im Dezember bei 16,1 Prozent. Das durchschnittliche Sterbealter der an einer COVID-19 Infektion Verstorbenen lag im Jahr 2020 mit 81,8 Jahren (Männer 79,5 Jahre; Frauen 84,5 Jahre) um knapp drei Jahre höher als das aller Verstorbenen (79,1 Jahre; Männer: 76,4 Jahre; Frauen: 81,7 Jahre). Weitere 1 741 Personen verstarben laut Todesbescheinigung mit COVID-19 als Begleiterkrankung – ursächlich für den Tod war hier aber eine andere Todesursache.

Die Statistiker weisen darauf hin, dass in beiden Gruppen auch Fälle enthalten sind, bei denen laut der Angaben auf der Todesbescheinigung nicht klar ersichtlich war, ob das Virus durch einen Labortest nachgewiesen oder die COVID-19-Infektion lediglich auf Verdacht dort vermerkt wurde.

  • Tabellarische Daten der Grafik
An COVID-19-Infektionen im Jahr 2020 Gestorbene in Nordrhein-Westfalen
Sterbemonat Geschlecht
männlich weiblich
Januar
Februar
März 106 58
April 580 466
Mai 166 124
Juni 36 46
Juli 33 19
August 42 32
September 45 27
Oktober 197 139
November 921 727
Dezember 1 766 1 765

Die höchsten Anteile aller Kreise und kreisfreien Städte der aufgrund von COVID-19 Infektionen Gestorbenen an allen Todesfällen in NRW wurden im Jahr 2020 für Remscheid (6,0 Prozent), den Kreis Olpe (5,9 Prozent) und Wuppertal (5,8 Prozent) ermittelt. In Leverkusen (1,4 Prozent), den Kreisen Siegen-Wittgenstein (1,6 Prozent) und Höxter (1,8 Prozent) waren die Anteile am niedrigsten.

Häufigste Todesursache waren in Nordrhein-Westfalen auch im Jahr 2020 mit 63 954 (29,8 Prozent aller Gestorbenen) Krankheiten des Kreislaufsystems. 32,0 Prozent der Frauen und 27,7 Prozent der Männer starben an den Folgen einer Kreislauferkrankung. Zweithäufigste Todesursache waren bösartige Neubildungen (51 917; 24,2 Prozent). Auf dem dritten Rang lagen psychische und Verhaltensstörungen (14 037; 6,5 Prozent), dicht gefolgt von Krankheiten des Atmungssystems (ohne Neubildungen und ohne COVID-19 Infektion), an denen 14 029 Menschen (6,5 Prozent) verstarben.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Gestorbene in Nordrhein-Westfalen nach ausgewählten Todesursachen
Sterbemonat Todesursache
Krankheiten des
Kreislaufsystems
Bösartige
Neubildungen
Psychische Erkrankungen und
Verhaltensstörungen
Krankheiten des
Atmungssystems
COVID-19
Infektion
sonstige
Januar 5 755 4 448 1 190 1 373 0 5 602
Februar 5 419 4 389 1 086 1 523 0 5 120
März 5 998 4 500 1 321 1 812 164 5 616
April 5 353 4 142 1 187 1 216 1 046 5 197
Mai 5 015 4 167 1 073 991 290 5 057
Juni 4 896 4 158 1 048 941 82 4 858
Juli 4 799 4 339 1 124 922 52 4 858
Aug 5 385 4 368 1 429 1 120 74 5 661
September 4 893 4 297 1 115 947 72 4 859
Oktober 5 256 4 556 1 099 1 050 336 5 165
November 5 313 4 190 1 112 1 037 1 648 5 308
Dezember 5 872 4 363 1 253 1 097 3 531 5 780

Die Statistiker weisen darauf hin, dass die Zuordnung der Todesursachen in der vorliegenden Statistik auf den Angaben der den Tod bescheinigenden Ärzte in den ausgestellten Todesbescheinigungen basiert. (IT.NRW)

(424 / 21) Düsseldorf, den 29. Oktober 2021

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