Im Jahr 2020 wurden in NRW 7,5 Prozent weniger Schweine geschlachtet als ein Jahr zuvor

Mittwoch, 28. April 2021

Im Jahr 2020 wurden in NRW 7,5 Prozent weniger Schweine geschlachtet als ein Jahr zuvor

Im Jahr 2020 wurden in Nordrhein-Westfalen rund 17 Millionen Schweine gewerblich geschlachtet.

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2020 wurden in Nordrhein-Westfalen rund 17 Millionen Schweine gewerblich geschlachtet. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand von Ergebnissen der Schlachtungsstatistik mitteilt, waren das 7,5 Prozent weniger als 2019. Schweine hatten im vergangenen Jahr mit einem Anteil von 95,7 Prozent den höchsten Anteil an alle geschlachteten Tieren im nordrhein-westfälischen Schlachtgewerbe (ohne Geflügel). Auf dem zweiten Platz folgen mit einem Anteil von 3,6 Prozent die Schlachtungen von Rindern (641 700 Tiere; −4,3 Prozent). Die gewerbliche Schlachtung von Schafen, Ziegen und Pferden spielt in NRW nur eine untergeordnete Rolle.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Gewerbliche Schlachtungen von Schweinen in Nordrhein-Westfalen
Monat Regierungsbezirk Land
NRW
Düsseldorf Köln Münster Detmold Arnsberg
Januar 2019 105 737 4 623 743 410 632 048 172 951 1 658 769
Februar 2019 96 850 3 531 613 393 574 138 153 632 1 441 544
März 2019 102 595 5 932 679 271 585 255 161 689 1 534 742
April 2019 102 089 6 511 659 202 585 984 163 242 1 517 028
Mai 2019 100 923 4 999 646 554 567 183 163 018 1 482 677
Juni 2019 90 600 5 878 606 639 528 555 150 156 1 381 828
Juli 2019 100 299 6 138 669 177 568 376 170 424 1 514 414
August 2019 113 589 6 011 690 756 580 263 166 548 1 557 167
September 2019 100 074 7 233 695 067 572 791 163 672 1 538 837
Oktober 2019 104 976 6 479 750 143 624 106 175 942 1 661 646
November 2019 101 475 7 510 736 459 575 241 163 877 1 584 562
Dezember 2019 100 199 6 673 672 954 524 494 158 382 1 462 702
Januar 2020 113 093 6 655 735 769 603 828 174 629 1 633 974
Februar 2020 104 957 7 033 644 313 535 459 152 196 1 443 958
März 2020 112 169 7 113 694 082 579 334 175 934 1 568 632
April 2020 104 917 5 662 625 288 562 848 164 354 1 463 069
Mai 2020 109 378 6 437 480 257 565 893 131 142 1 293 107
Juni 2020 105 348 5 787 597 152 304 499 163 947 1 176 733
Juli 2020 107 009 5 138 655 274 163 750 173 271 1 104 442
August 2020 105 274 6 671 680 341 436 753 147 779 1 376 818
September 2020 106 755 5 102 726 677 435 043 150 059 1 423 636
Oktober 2020 112 629 5 830 746 694 494 316 137 954 1 497 423
November 2020 112 454 4 936 720 528 502 745 128 705 1 469 368
Dezember 2020 109 830 4 266 712 998 542 742 131 805 1 501 641

Der Rückgang der Zahl der gewerblich geschlachteten Schweine ist im Jahr 2020 im Wesentlichen auf die pandemiebedingten Schließungen von Schlachthöfen zurückzuführen. Im Regierungsbezirk Detmold reduzierte sich die Zahl der geschlachteten Schweine gegenüber 2019 um 17,2 Prozent auf 5,7 Millionen; der zweithöchste Rückgang war im Regierungsbezirk Arnsberg mit 6,7 Prozent auf 1,8 Millionen Tiere zu verzeichnen. Lediglich im Regierungsbezirk Düsseldorf gab es hier einen Anstieg, und zwar um 6,9 Prozent auf 1,3 Millionen.

Die Zahl der geschlachteten Tiere ausländischer Herkunft hat sich 2020 im Vergleich zum Jahr 2019 fast halbiert. Wurden 2019 noch rund 1,6 Millionen Tiere importiert, waren es im Jahr 2020 noch rund 868 000 Tiere. Der Großteil der geschlachteten Tiere ausländischer Herkunft stammt aus den Niederlanden (67,2 Prozent) und aus Belgien (31,9 Prozent).

  • Tabellarische Daten der Grafik
Gewerbliche Schlachtungen von Schweinen in Nordrhein-Westfalen
Jahr Schweine insgesamt davon
inländischer Herkunft ausländischer Herkunft
in Millionen
1975 7,60 7,26 0,33
1976 7,99 7,73 0,27
1977 8,62 8,28 0,34
1978 9,42 8,95 0,47
1979 10,02 9,57 0,45
1980 10,39 9,99 0,39
1981 10,71 10,13 0,57
1982 10,85 10,27 0,59
1983 11,22 10,70 0,52
1984 11,67 11,11 0,56
1985 11,90 11,35 0,55
1986 12,43 11,90 0,53
1987 12,76 12,05 0,72
1988 12,70 11,85 0,86
1989 12,01 11,28 0,73
1990 12,44 11,84 0,61
1991 12,35 11,73 0,63
1992 11,96 11,06 0,90
1993 11,96 11,28 0,68
1994 11,14 10,19 0,95
1995 11,03 10,03 0,99
1996 11,43 10,17 1,26
1997 11,10 10,71 0,38
1998 12,67 11,75 0,92
1999 14,15 12,68 1,47
2000 13,35 12,10 1,25
2001 13,54 11,98 1,56
2002 13,78 12,66 1,12
2003 14,54 13,04 1,50
2004 15,39 13,67 1,73
2005 16,11 14,00 2,11
2006 16,35 14,28 2,07
2007 17,90 15,37 2,53
2008 18,49 15,76 2,72
2009 18,93 16,29 2,64
2010 19,52 16,66 2,86
2011 19,93 17,35 2,58
2012 19,76 17,62 2,14
2013 19,46 17,51 1,95
2014 19,42 17,59 1,82
2015 19,79 17,94 1,85
2016 19,42 17,25 2,16
2017 19,17 17,21 1,96
2018 18,57 17,22 1,36
2019 18,34 16,78 1,56
2020 16,95 16,09 0,86

Die Zahl der jährlich geschlachteten Schweine hat sich in Nordrhein-Westfalen seit Mitte der 1970er Jahr mehr als verdoppelt. 1975 wurden noch weniger als acht Millionen Schweine geschlachtet. Der höchste Wert wurde 2011 mit fast 20 Millionen Tieren erreicht; seit dem Jahr 2015 ist die Zahl der Schlachtungen wieder rückläufig. (IT.NRW)

(145 / 21) Düsseldorf, den 28. April 2021

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