Im Jahr 2021 verunglückten in NRW fast drei mal so viele Personen mit E-Scootern wie 2020

Dienstag, 20. September 2022

Im Jahr 2021 verunglückten in NRW fast drei mal so viele Personen mit E-Scootern wie 2020

Mit 1 449 verunglückten 2021 in Nordrhein-Westfalen 943 Personen mehr mit E-Scootern als ein Jahr zuvor. Mit Pedelecs verunglückten 4 763 Personen; das waren 867 mehr als 2020.

Düsseldorf (IT.NRW) Im Jahr 2021 verunglückten bei Straßenverkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen 1 449 Personen, die mit einem E-Scooter unterwegs waren. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 186,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (2020: 506 Personen). 1 192 Fahrer oder Mitfahrer (82,3 Prozent der Verunglückten) erlitten leichte Verletzungen. 257 Personen (17,7 Prozent) verletzten sich schwer aber niemand wurde getötet.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Verunglückte Fahrer oder Mitfahrer von E-Scootern und Fahrrädern in NRW
Jahr
–––––
Monat
Fahrräder E-Scooter
insgesamt darunter
Pedelecs
2021 Januar 614 145 30
Februar 789 229 20
März 1 125 289 35
April 1 065 263 54
Mai 1 552 378 109
Juni 2 713 690 221
Juli 1 859 524 160
August 1 925 561 184
September 2 361 594 198
Oktober 1 645 466 202
November 1 317 337 126
Dezember 1 137 287 110
2022 Januar 1 067 285 97
Februar 950 278 85
März 1 727 511 126
April 1 422 453 109
Mai 2 013 598 142
Juni 2 267 740 176

Die Zahl der verunglückten Fahrer oder Mitfahrer von Pedelecs lag in NRW im Jahr 2021 bei 4 763; das waren 22,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (2020: 3 896 Personen). Der Anteil der schwer verletzten und tödlich verunglückten Personen war bei den Unfällen mit Pedelecs höher als bei E-Scootern: 3 684 Personen (77,3 Prozent) wurden leicht verletzt, 1 047 (22,0 Prozent) Personen schwer verletzt und 32 Personen (0,7 Prozent) getötet. Die Zahl der verunglückten Pedelec-Fahrer oder -Mitfahrer hatte einen Anteil von 26,3 Prozent an allen bei Fahrradunfällen (inkl. Pedelecs) Verunglückten (2021: 18 102 Personen, −3,8 Prozent gegenüber 2020).

  • Tabellarische Daten der Grafik
Verunglückte Fahrer oder Mitfahrer von E-Scootern und Fahrrädern in NRW
Jahr E-Scooter Fahrräder
insgesamt darunter
Pedelecs
2020 506 18 826 3 896
2021 1 449 18 102 4 763

82,1 Prozent der im Jahr 2021 mit einem E-Scooter verunglückten Personen waren unter 45 Jahre alt; bei den Pedelec-Verunglückten lag dieser Anteil bei 28,8 Prozent. Bei Unfällen mit Fahrrädern (inkl. Pedelecs) entfiel etwa die Hälfte (48,9 Prozent) der der Verunglückten auf unter 45-Jährige.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Verunglückte Fahrer oder Mitfahrer von E-Scootern und Fahrrädern in NRW 2021 nach Altersgruppen
Altersgruppe E-Scooter Fahrräder
insgesamt darunter
Pedelecs
unter 25 41,6 % 24,7 % 10,0 %
25 - 44 40,5 % 24,1 % 18,7 %
45 - 64 14,0 % 31,7 % 38,3 %
65 und mehr 2,8 % 18,9 % 32,6 %
ohne Angabe 1,0 % 0,6 % 0,4 %

Im Jahresverlauf 2021 war das Unfallaufkommen mit Personenschäden bei Pedelecs und E-Scootern jeweils im Juni am höchsten. Die wenigsten Fahrer oder Mitfahrer von E-Scootern und Pedelecs verunglückten jeweils im Januar bzw. im Februar.

Wie das Statistische Landesamt mitteilt, sind E-Scooter seit Inkrafttreten der Verordnung für Elektrokleinstfahrzeuge am 15. Juni 2019 zum Straßenverkehr in Deutschland zugelassen. Elektrokleinstfahrzeuge sind Kraftfahrzeuge und somit versicherungspflichtig. Fahrerinnen und Fahrer von E-Scootern benötigen keinen Führerschein, müssen aber mindestens 14 Jahre alt sein. Bei Pedelecs handelt es sich um Fahrzeuge mit Elektromotor, dessen Unterstützung sich mit zunehmender Geschwindigkeit progressiv verringert. Der elektrische Motor wirkt zusätzlich zur Muskelkraft und nur unterstützend. Solche Fahrzeuge sind verkehrsrechtlich den Fahrrädern gleichgestellt. (IT.NRW)

(389 / 22) Düsseldorf, den 20. September 2022

Link zur vorherigen Pressemitteilung: 388 / 22

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