Im Juli 2022 setzte das NRW-Gastgewerbe 12,1 Prozent mehr um als ein Jahr zuvor, aber 14,7 Prozent weniger als im Juli 2019

Donnerstag, 22. September 2022

Im Juli 2022 setzte das NRW-Gastgewerbe 12,1 Prozent mehr um als ein Jahr zuvor, aber 14,7 Prozent weniger als im Juli 2019

Im Hotelgewerbe war der Umsatz im Juli 2021 real um 39,6 Prozent höher als ein Jahr zuvor; im Vergleich zum Juli 2019 sank der Umsatz hier aber um 16,2 Prozent.

Düsseldorf (IT.NRW). Der Umsatz im nordrhein-westfälischen Gastgewerbe war im Juli 2022 real – also unter Berücksichtigung der Preisentwicklung – um 12,1 Prozent höher als im entsprechenden Vorjahresmonat. Gegenüber Juli 2019 sank der Umsatz aber um 14,7 Prozent. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, stieg der Umsatz nominal um 20,5 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat (Juni 2022) sank der Umsatz um 5,4 Prozent. Die Beschäftigtenzahl im Gastgewerbe war im Juli 2022 um 25,6 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Reale Umsatzentwicklung im NRW-Gastgewerbe*)
Monat Veränderung zum Vorjahresmonat
in Prozent
Messziffer
2015 = 100
Beherbergung Gastronomie Gastgewerbe insgesamt
Juli 2021 +17,2 +8,9 +77,7
August 2021 +22,6 +5,4 +82,7
September 2021 +29,7 +6,0 +85,9
Oktober 2021 +72,9 +20,4 +90,0
November 2021 +247,1 +83,5 +79,0
Dezember 2021 +205,2 +87,8 +72,9
Januar 2022 +172,8 +86,8 +61,8
Februar 2022 +183,1 +85,0 +61,1
März 2022 +197,8 +92,8 +76,3
April 2022 +255,7 +96,6 +79,4
Mai 2022 +292,1 +90,5 +92,7
Juni 2022 +112,2 +25,5 +93,5
Juli 2022 +38,0 +4,8 +87,1
*) vorläufige Ergebnisse

In der Beherbergung war der Umsatz real um 38,0 Prozent höher als im Juli 2021. Gegenüber dem Vormonat war dies ein Minus von 12,3 Prozent. Verglichen mit Juli 2019 gab es einen Umsatzrückgang von 14,7 Prozent. Die Gastronomieunternehmen verbuchten um 4,8 Prozent höhere Umsätze als ein Jahr zuvor. Im Vergleich zum Vormonat sank der Umsatz hier um 2,7 Prozent; gegenüber Juli 2019 sank der Umsatz um 14,8 Prozent.

Im von der Pandemie besonders betroffenen Hotelgewerbe war der Umsatz real um 39,6 Prozent höher als vor einem Jahr; im Vergleich zum Juli 2019 sanken die Umsätze um 16,2 Prozent. In der ausschankgeprägten Gastronomie stieg der reale Umsatz um 9,7 Prozent; gegenüber Juli 2019 sank er dagegen um 26,4 Prozent. Einen Anstieg von 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verbuchten Restaurants, Gaststätten, Imbissstuben und Cafés; im Vergleich zu Juli 2019 sanken die Umsätze hier um 10,5 Prozent.

Für die ersten sieben Monate des Jahres 2022 ermittelte das Statistische Landesamt für das nordrhein-westfälische Gastgewerbe ein reales Umsatzplus von 73,6 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum; nominal stiegen die Umsätze um 83,3 Prozent.

Das Statistische Landesamt weist darauf hin, dass in der aktuellen Corona-Krise – insbesondere in den Lockdownphasen – sehr unterschiedliche Ergebnisse im Vorjahresmonatsvergleich auftreten können. Um einen aussagekräftigen Vergleich zum Vorkrisenniveau zu ermöglichen, wird seit Berichtsmonat März 2021 zusätzlich ein Vergleich zu den entsprechenden Monatsergebnissen des Jahres 2019 dargestellt.

Frühere Ergebnisse und Daten für weitere Wirtschaftszweige im Gastgewerbe stehen in der Landesdatenbank NRW zum Abruf bereit.

IT.NRW erhebt und veröffentlicht als Statistisches Landesamt zuverlässige und objektive Daten für das Bundesland Nordrhein-Westfalen für mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage. Dies ist dank der zuverlässigen Meldungen der Befragten möglich, die damit einen wichtigen Beitrag für eine informierte demokratische Gesellschaft leisten. Nur auf Basis aussagekräftiger statistischer Daten können Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft getroffen werden. (IT.NRW)

(393 / 22) Düsseldorf, den 22. September 2022

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