Im Juli 2022 setzten NRW-Dienstleistungsunternehmen 8,0 Prozent mehr um als ein Jahr zuvor

Montag, 31. Oktober 2022

Im Juli 2022 setzten NRW-Dienstleistungsunternehmen 8,0 Prozent mehr um als ein Jahr zuvor

Der Umsatz der Unternehmen im nordrhein-westfälischen Dienstleistungsbereich lag um 5,7 Prozent über dem Niveau von Juli 2019.

Düsseldorf (IT.NRW). Der Umsatz der nordrhein-westfälischen Dienstleistungsunternehmen war im Juli 2022 real, also unter Berücksichtigung der Preisentwicklung, um 8,0 Prozent höher als im Juli 2021; gegenüber Juli 2019 stieg der Umsatz um 4,7 Prozent. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, war der Umsatz nominal um 11,9 Prozent höher als im entsprechenden Vorjahresmonat. Die Beschäftigtenzahl der Dienstleistungsunternehmen war im Juli 2022 um 1,4 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Reale Umsatzentwicklung in bestimmten Dienstleistungsbereichen*)
Monat Veränderung zum Vorjahresmonat
in Prozent
Indexstand
2015 = 100
Juli 2021 +8,1 104,2
August 2021 +7,8 97,8
September 2021 +7,2 101,6
Oktober 2021 +3,3 106,6
November 2021 +5,6 108,5
Dezember 2021 +14,1 139,5
Januar 2022 +7,6 98,5
Februar 2022 +8,1 95,7
März 2022 +7,3 114,4
April 2022 +8,0 104,6
Mai 2022 +16,3 111,3
Juni 2022 +9,1 110,1
Juli 2022 +8,0 112,6
*) vorläufige Ergebnisse

Die Auswirkungen der Lockerungen im Rahmen der Covid-19-Pandemie waren im Juli 2022 mit ausschlaggebend für überdurchschnittliche Umsatzanstiege in verschiedenen Dienstleistungsbereichen. Den stärksten Umsatzanstieg (+17,0 Prozent) gab es im Wirtschaftsabschnitt „Verkehr und Lagerei”: Gegenüber dem Vorkrisenniveau im Juli 2019 stieg der Umsatz hier um 18,2 Prozent. Im Bereich der Schifffahrt wurde ein Umsatzanstieg von 71,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat erzielt. Im Vergleich zum Vorkrisenniveau (Juli 2019) stiegen die Umsätze hier um 5,7 Prozent. Auch im Wirtschaftsabschnitt „Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen” wurde ein überdurchschnittlicher Umsatzanstieg (+9,8 Prozent) verbucht; gegenüber Juli 2019 bedeutet dies ein Plus von 4,9 Prozent. Für den Bereich „Reisebüros, Reiseveranstalter und Erbringung sonstiger Reservierungsdienstleistungen” wurde ein Umsatzanstieg von 89,3 Prozent ermittelt. Verglichen mit Juli 2019 stiegen die Umsätze um 3,7 Prozent.

Bis Dezember 2021 umfasste die Konjunkturstatistik im Dienstleistungsbereich die Abschnitte „Verkehr und Lagerei”, „Information und Kommunikation”, „freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen” und die „sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen”. Neu hinzugekommen ist ab Berichtsmonat Januar 2022 der Wirtschaftsabschnitt „Grundstücks- und Wohnungswesen”. Außerdem wurde der Abschnitt „Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen” um die Branchen „Vermietung von beweglichen Sachen” (etwa von Fahrzeugen, Maschinen sowie Sport- und Freizeitgeräten) und „Gebäudebetreuung; Garten- und Landschaftsbau” erweitert. Nicht in der neuen Statistik im Dienstleistungsbereich enthalten ist der Bereich „Finanz- und Versicherungsdienstleistungen”.

Das Statistische Landesamt weist darauf hin, dass es in der Corona-Krise – insbesondere in den Lockdownphasen – zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen im Vorjahresmonatsvergleich kam. Um einen aussagekräftigen Vergleich zum Vorkrisenniveau zu ermöglichen, wird zusätzlich ein Vergleich zu den entsprechenden Monatsergebnissen des Jahres 2019 dargestellt. (IT.NRW)

(441 / 22) Düsseldorf, den 31. Oktober 2022

Frühere Ergebnisse und Daten für weitere Wirtschaftszweige finden Sie in der Landesdatenbank NRW

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