IT.NRW und KoSIT übernehmen ab sofort die Betriebsverantwortung für den neuen IT-Standard XGewerbeanzeige

Freitag, 6. Januar 2017

IT.NRW und KoSIT übernehmen ab sofort die Betriebsverantwortung für den neuen IT-Standard XGewerbeanzeige

Seit dem 1. Januar des neuen Jahres sind alle Gewerbeämter Deutschlands verpflichtet, Gewerbeanzeigen nur noch auf elektronischem Wege an zehn empfangsberechtigte Stellen zu übermitteln.

Düsseldorf (IT.NRW). Seit dem 1. Januar des neuen Jahres sind alle Gewerbeämter Deutschlands verpflichtet, Gewerbeanzeigen nur noch auf elektronischem Wege an zehn empfangsberechtigte Stellen zu übermitteln. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen mitteilt, ermöglicht XGewerbeanzeige das elektronische Versenden von Gewerbemeldedaten an verschiedene Empfänger nach einem einheitlichen IT-Standard per Knopfdruck. Durch den Einsatz des neuen Standards verringert sich nicht nur der Arbeitsaufwand in den 5 400 Gewerbeämtern, sondern auch die Integration der Daten in die Fachverfahren der Empfänger der Daten wurde vereinfacht. Neben der amtlichen Statistik erhalten u. a. die Industrie- und Handels-, die Handwerkskammern, Träger der gesetzlichen Unfallversicherung, Behörden des Arbeitsschutzes und der Lebensmittelüberwachung Gewerbemeldedaten.

Zum Jahreswechsel hat das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) die Betriebsverantwortung des neuen IT-Standards XGewerbeanzeige an den Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen und die Koordinierungsstelle für IT-Standards (KoSIT) übergeben. Die bundesweite Umstellung auf XGewerbeanzeige wurde federführend durch das BMWi in enger Zusammenarbeit mit dem Statistischen Bundesamt, Vertretern der sendenden Gewerbeämter und der empfangsberechtigten Stellen sowie von Softwareanbietern begleitet.

Die Voraussetzungen für den neuen IT-Standard schuf die im Juli 2014 in Kraft getretene Gewerbeanzeigenverordnung (GewAnzV) mit Regelungen zu Übertragungswegen und Datenaustauschformaten. Damit war die Basis für eine Vereinfachung der Zusammenarbeit zwischen den kommunalen Gewerbeämtern und der amtlichen Statistik geschaffen. Im Vorfeld wurde die Umstellung in NRW durch das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt. Bis Ende 2015 hatte das Pilotprojekt „eGewerbe“ der flächendeckenden Umsetzung den Boden bereitet. Bereits seit Anfang 2016 hatten die kommunalen Meldestellen die Möglichkeit, Gewerbeanzeigen über den neuen Standard XGewerbeanzeige zu versenden.

In Nordrhein-Westfalen werden monatlich über 20 000 Gewerbe an- bzw. abgemeldet. Die Gewerbeanzeigenstatistik ist ein Indikator für das Gründungsgeschehen im Land. (IT.NRW)

(005 / 17) Düsseldorf, den 06. Januar 2017

Link zur vorherigen Pressemitteilung: 004 / 17

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