Jede(r) Achte in NRW war 2014 von materiellen Entbehrungen betroffen

Freitag, 7. Juli 2017

Jede(r) Achte in NRW war 2014 von materiellen Entbehrungen betroffen

Im Jahr 2014 waren 12,2 Prozent der nordrhein-westfälischen Personen in Privathaushalten von materiellen Entbehrungen betroffen.

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2014 waren 12,2 Prozent der nordrhein-westfälischen Personen in Privathaushalten von materiellen Entbehrungen betroffen. Wie der Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, war damit jede achte Person aufgrund von fehlenden finanziellen Mitteln in ihren Lebensbedingungen eingeschränkt. Die Betroffenen waren z. B. nicht in der Lage, ihre Mieten, Hypotheken oder Versorgungsleistungen zu bezahlen, ihre Wohnungen angemessen zu beheizen oder eine einwöchige Urlaubsreise zu finanzieren. Materielle Entbehrungen bestehen nach EU-Definition dann, wenn nach Selbsteinschätzung der Haushalte drei von insgesamt neun Mangelsituationen vorliegen.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Anteil der Personen in Privathaushalten mit verschiedenen Mangelsituationen in Nordrhein–Westfalen 2014 in Prozent
Personen in Privathaushalten konnten sich nicht leisten Anteil in Prozent
… unerwartet anfallende Ausgaben zu bestreiten 34,4
… eine Woche pro Jahr Urlaub woanders als zu Hause zu verbringen 21,8
… jeden zweiten Tag eine Mahlzeit mit Fleisch, Geflügel oder Fisch
  (oder eine entsprechende vegetarische Mahlzeit)
7,5
… ein Auto anzuschaffen bzw. zu unterhalten 7,4
… die Wohnung angemessen zu heizen 4,2
   
Haushalt war im Zahlungsrückstand 5,3

Am häufigsten fehlten finanzielle Reserven, um unerwartet anfallende Ausgaben zu bestreiten; dies traf auf gut ein Drittel der Personen zu (34,4 Prozent). Gut ein Fünftel der Personen (21,8 Prozent) konnte es sich finanziell nicht leisten, eine Woche pro Jahr Urlaub woanders als zu Hause zu verbringen.

Diese und weitere interessante Ergebnisse zur Verbreitung von Mangelsituationen in der Bevölkerung haben die Statistiker jetzt in der Reihe Statistik kompakt unter dem Titel „Wer muss worauf verzichten? Verbreitung materieller Entbehrungen in Nordrhein-Westfalen 2014” veröffentlicht. Die Ergebnisse basieren auf der jährlich EU-weit durchgeführten Haushaltserhebung EU-SILC über Einkommen und Lebensbedingungen. (IT.NRW)

(183 / 17) Düsseldorf, den 07. Juli 2017

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