Landesbetrieb beendet die Ära seines IBM-Großrechners: IT.NRW stellt Weichen für die digitale Zukunft

Mittwoch, 23. Januar 2019

Landesbetrieb beendet die Ära seines IBM-Großrechners: IT.NRW stellt Weichen für die digitale Zukunft

Der Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen hat zum Jahreswechsel eine über fünfzigjährige Erfolgsgeschichte beendet und die auf einer IBM-Plattform betriebene Großrechnertechnologie eingestellt.

Düsseldorf (IT.NRW). Der Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen hat zum Jahreswechsel eine über fünfzigjährige Erfolgsgeschichte beendet: Die bisher von IT.NRW für vielfältige Aufgaben und Verfahren eingesetzte und auf einer IBM-Plattform betriebene Großrechnertechnologie wurde eingestellt und erfolgreich auf moderne x86-Plattformen migriert. „Die Großrechnertechnologie der IBM war immer das Rückgrat unseres Rechenzentrums und hat zuverlässig den Betrieb gemeistert. Da aber neue Technologien den heutigen Ansprüchen an eine flexible und kostengünstige Infrastruktur in Rechenzentren besser Rechnung tragen, haben wir bei IT.NRW in die neuen Technologien einer flexiblen und automatisierten Infrastrukturbereitstellung mit Hilfe von Automationslösungen investiert. So können wir sicher sein, dass wir auch in Zukunft mit den sich schnell ändernden Anforderungen an den Betrieb von zunehmend kritischeren Anwendungen Schritt halten können”, sagte IT.NRW-Präsident Hans-Josef Fischer.

Obwohl die zuverlässige Großrechnertechnologie auch weiterhin konkurrenzfähig wäre, gab es gute Gründe für die Beendigung der erfolgreichen Zusammenarbeit mit IBM: Der Statistische Verbund der Bundesländer hatte bereits vor über zehn Jahren aus wirtschaftlichen Gründen den sukzessiven Ausstieg aus der Großrechnertechnologie bis 2015 beschlossen. Auch die von der Landesregierung von IT.NRW verpflichtend geforderte Erwirtschaftung eines Haushaltskonsolidierungsbeitrags trug zur Entscheidung bei – durch den Wechsel auf einen Standardserver können pro Jahr fünf Millionen Euro Betriebskosten eingespart werden. Hinzu kommt, dass immer neue an den Landesbetrieb herangetragene Herausforderungen auch neue Lösungen und neue agilere Formen der Zusammenarbeit erfordern. Auch die Programmierung von Großrechnern gestaltet sich immer schwieriger, da es kaum noch Programmierer gibt, die die dort immer noch verwendete Programmiersprache Cobol beherrschen.

In den 1960er Jahren wurde vom damaligen Statistischen Landesamt NRW eine IBM-Großrechneranlage für die elektronische Verarbeitung von Statistikdaten angeschafft. Später wurden auf dieser technologischen Basis über viele Jahrzehnte auch weitere IT-Aufgaben für die Landesverwaltung ausgeführt. In Spitzenzeiten wurden mehr als 150 Fachverfahren auf dem Großrechner betrieben. Hierzu gehörten z. B. das Verfahren zur Bezügezahlung der Landesbediensteten und Versorgungsempfänger in NRW, das Wohngeldverfahren und die Verfahren der Schulverwaltung NRW. (IT.NRW)

(011 / 19) Düsseldorf, den 23. Januar 2019

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