Landwirtschaftszählung 2020

Mehrere Schweine
Mittwoch, 9. September 2020

Landwirtschaftszählung 2020

Informationen und Ergebnisse zur Landwirtschaftszählung

Ob Gemüse, Obst, Fleisch, Milch oder Brot: Die Erzeugnisse aus der Landwirtschaft sind Bestandteil unserer täglichen Ernährung. Im Jahr 2020 wurde mit 43,3 % fast die Hälfte der gesamten Landesfläche in Nordrhein-Westfalen für landwirtschaftliche Zwecke genutzt, dies zeigen vorläufige Ergebnisse der Landwirtschaftszählung 2020.

Auf dieser Themenseite finden Sie Informationen und Ergebnisse zur Landwirtschaftszählung (LZ) 2020 in Nordrhein-Westfalen, die am 01. März 2020 erhoben wurde. Die LZ ist die größte landwirtschaftliche Erhebung und erfasst im Abstand von zehn Jahren wichtige Daten der landwirtschaftlichen Betriebe in Nordrhein-Westfalen. Sie liefert damit Antworten auf viele Fragen: Wie wird die landwirtschaftliche Fläche genutzt? Wie viele landwirtschaftliche Betriebe gibt es? Wie viele Kühe, Schweine oder Hühner werden in Nordrhein-Westfalen gehalten?

Auf Basis der Ergebnisse lassen sich bestehende Strukturen sowie Trends und Entwicklungen in der Landwirtschaft abbilden. Politik, Wirtschaft und Wissenschaft nutzen diese Daten als Informationsquelle und Entscheidungsgrundlage.

Die endgültigen Ergebnisse der LZ 2020 werden ab Juni 2021 fortlaufend veröffentlicht. Diese Seite wird stets mit den neuesten Ergebnissen aktualisiert.

  • Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen: Betriebe und Betriebsstrukturen

Dieser Themenbereich umfasst Informationen und Daten zur Anzahl und Struktur (u. a. Rechtsform, betriebswirtschaftliche Ausrichtung, sozialökonomische Betriebstypen) der landwirtschaftlichen Betriebe. Darüber hinaus finden Sie Informationen zu den Eigentums- und Pachtverhältnissen sowie zu den Personal- und Arbeitsverhältnissen (einschließlich Berufsbildung der Betriebsleitung, Hofnachfolge).

 

Landwirtschaft Betriebsstrukturen Grafik1.png

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18.02.2021
Landwirtschaftliche Betriebe in NRW 2010 bis 2020

Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in NRW ist seit 2010 nach ersten vorläufigen Ergebnissen um 5,9 Prozent auf 33 630 Betriebe gesunken, während die landwirtschaftlich genutzte Fläche mit 1,48 Millionen Hektar nahezu konstant blieb (+1,0 Prozent). Die durchschnittliche Fläche je Betrieb liegt damit bei 44,0 Hektar – damit sind die Betriebe so groß wie nie (2010: 40,9 Hektar).

 

Eine Information über die geplanten Veröffentlichungstermine finden Sie in der nachfolgenden Tabelle.

Thema Termin Regionale Tiefe Datenbasis
Eigentums- und Pachtverhältnisse Juli 2021 bis Kreisebene total
Berufsbildung Juli 2021 bis Kreisebene total
Sozialökonomische Betriebstypen Juli 2021 bis Kreisebene total
Rechtsformen August 2021 bis Kreisebene total
Gewinnermittlung/Umsatzbesteuerung Juli 2021 bis Regierungsbezirksebene repräsentativ
Personal- und Arbeitsverhältnisse August 2021 bis Regierungsbezirksebene repräsentativ
Hofnachfolge September 2021 bis Kreisebene total
Einkommenskombinationen September 2021 bis Regierungsbezirksebene repräsentativ
Betriebswirtschaftliche Ausrichtung (BWA) September 2021 bis Kreisebene total
Förderprogramme September 2021 bis Kreisebene total
  • Bodennutzung

Schwerpunkt dieses Themenblocks ist die Bodennutzung der landwirtschaftlichen Fläche, insbesondere der Anbau auf den Ackerflächen, Unterglasflächen sowie Wiesen und Weiden. Außerdem finden Sie hier Informationen zum Zwischenfruchtanbau.

 

Landwirtschaft Bodennutzung Grafik2.png

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18.02.2021
Landwirtschaftlich genutzte Fläche in NRW 2020 nach Nutzungsarten

Die landwirtschaftlich genutzte Fläche in NRW im Jahr 2020 setzt sich nach ersten vorläufigen Ergebnissen hauptsächlich aus Ackerland (1,062 Millionen Hektar) und Dauergrünland mit Wiesen und Weiden (403 500 Hektar) zusammen. Flächen mit Dauerkulturen gibt es vergleichsweise wenige (11 600 Hektar).

 

Eine Information über die geplanten Veröffentlichungstermine finden Sie in der nachfolgenden Tabelle.

Thema Termin Regionale Tiefe Datenbasis
Bodennutzung Juni 2021 bis Kreisebene total
Zwischenfruchtanbau Juni 2021 bis Kreisebene total
  • Viehhaltung

Ob Kühe, Schafe, Schweine oder Hennen: Dieser Themenblock liefert Daten zur Viehhaltung. Diese wird untergliedert in die Viehbestände (landwirtschaftliche Betriebe, Anzahl an Tieren, gehaltene Tierarten und Haltungsplätze) und die Viehhaltungsverfahren (Art und Weise, wie die Tiere gehalten werden).

 

Landwirtschaft Vieh Grafik3.png

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18.02.2021
Viehhaltende Betriebe in NRW 2010 bis 2020 nach ausgewählten Tierarten

Nach ersten vorläufigen Ergebnissen ist die Zahl der viehhaltenden Betriebe in NRW seit 2010 um 15,4 Prozent auf 23 450 Betriebe gesunken, darunter insbesondere die Zahl der rinderhaltenden (−25,5 Prozent) und der schweinehaltenden (−28,1 Prozent) Betriebe.

 

Eine Information über die geplanten Veröffentlichungstermine finden Sie in der nachfolgenden Tabelle.

Thema Termin Regionale Tiefe Datenbasis
Viehbestände Juli 2021 bis Kreisebene total
Viehhaltungsverfahren August 2021 bis Regierungsbezirksebene repräsentativ
  • Ökologische Wirtschaftsweise

Dieser Abschnitt stellt Informationen und Daten zur ökologischen Wirtschaftsweise in der Landwirtschaft bereit.

Ökolandbau

Zentraler Bestandteil einer nachhaltigen, ökologischen Wirtschaftsweise ist ein ressourcenschonender und umweltverträglicher Landbau zum Erhalt der Artenvielfalt.

 

landwirtschaft LF Öko Grafik 4.png

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18.02.2021
Anteil landwirtschaftlich genutzer Flächen in ökologischer Wirtschaftsweise in NRW 2010 und 2020

Der Trend zur Umstellung auf den ökologischen Landbau hält an. Der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche an der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche in NRW ist nach ersten vorläufigen Ergebnissen seit 2010 von 3,6 auf 5,8 Prozent (86 300 Hektar) gestiegen.

 

Ökologische Viehhaltung

Die ökologische Viehzucht zeichnet sich nicht nur durch vollwertige Futtermittel aus, sondern auch durch ein erhöhtes Platzangebot und artgerechte Bewegungsmöglichkeiten für jedes Tier.

 

landwirtschaft Vieh Öko Grafik5.png

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18.02.2021
Anteil landwirtschaftlicher Betriebe mit Viehhaltung in ökologischer Wirtschaftsweise in NRW 2010 und 2020

Auch der Anteil der Betriebe mit ökologischer Tierhaltung hat sich erhöht. Nach ersten vorläufigen Ergebnissen liegt dieser mit 1 560 Betrieben bei 6,7 Prozent und ist damit in den letzten zehn Jahren um 2,6 Prozentpunkte gestiegen.

 

Eine Information über die geplanten Veröffentlichungstermine finden Sie in der nachfolgenden Tabelle.

Thema Termin Regionale Tiefe Datenbasis
Ökologische Bodennutzung Juli 2021 bis Kreisebene total
Ökologische Viehhaltung und Viehbestände Juli 2021 bis Kreisebene total
Ökologischer Landbau (Betriebsstruktur) Juli 2021 bis Kreisebene total
  • Bewässerung und Wirtschaftsdünger

Zur Absicherung der landwirtschaftlichen Erträge und der Bodenfruchtbarkeit ist eine ausreichende Versorgung von Anbauflächen mit Wasser und Düngemitteln unumgänglich. Dieser Themenblock enthält Informationen zur Bewässerung und zur Wirtschaftsdüngerausbringung.

Eine Information über die geplanten Veröffentlichungstermine finden Sie in der nachfolgenden Tabelle.

Thema Termin Regionale Tiefe Datenbasis
Wirtschaftsdünger Juli 2021 bis Regierungsbezirksebene repräsentativ
Bewässerung Oktober 2021 bis Kreisebene total
  • Weitere Informationen

Die Landwirtschaftszählung (LZ) ist neben der Agrarstrukturerhebung (ASE) eine der landwirtschaftlichen Großerhebungen. Sie liefert umfangreiche Daten über Viehbestände, Bodennutzung, Arbeitskräfte und weitere landwirtschaftliche Strukturen. Die LZ wird seit 1949 etwa alle 10 Jahre erhoben, die ASE alle drei bis vier Jahre. In den Jahren, in denen eine LZ stattfindet, ist die ASE ein Bestandteil der LZ.

Erhebung und Veröffentlichung

Die Daten werden jeweils im 1. Halbjahr eines Erhebungsjahres erfasst. Für die Betriebe besteht eine Auskunftspflicht. Zur Entlastung der auskunftgebenden Betriebe werden neben der direkten Befragung (Primärstatistik) auch Verwaltungsdaten genutzt (Sekundärstatistik). Der Fragebogen wird hierdurch kürzer, da nur noch Informationen erfragt werden, die nicht über die Verwaltungsdaten vorliegen. Folgende Sekundärdatenquellen werden verwendet: Das Integrierte Verwaltungs- und Kontrollsystem (InVeKoS), das Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere (HIT) sowie Daten über einzelbetriebliche Bewilligungen von Fördermaßnahmen für die ländliche Entwicklung (ELER-Maßnahmen).

Bei Stichprobenerhebungen (z. B. ASE 2013) liegen die Ergebnisse nur bis zur Ebene der Regierungsbezirke vor, bei Totalerhebungen können die Daten bis zur Ebene der Kreise abgebildet werden. Einige ausgewählte Merkmale dürfen in Totalerhebungen sogar bis auf Gemeindeebene veröffentlicht werden.

Geheimhaltung und Datenqualität

Um zu vermeiden, dass in den veröffentlichten Tabellen Einzelangaben von Betrieben offengelegt werden, unterliegen die Ergebnisse einer abgestimmten, länderübergreifenden Geheimhaltung. In den Veröffentlichungstabellen sind die aufgrund der Geheimhaltung gesperrten Tabellenfelder mit einem Punkt gekennzeichnet. Zudem weisen Veröffentlichungstabellen, die auf einer Stichprobenerhebung basieren, den einfachen relativen Standardfehler auf. Diese Fehlerkennzeichnung (Klammerung eines Wertes oder Sperrung eines Tabellenfeldes) gibt Hinweise auf die Ergebniszuverlässigkeit.

Erfassungsgrenzen

Zur Grundgesamtheit der Landwirtschaftszählung ab 2010 zählen alle landwirtschaftlichen Betriebe mit mindestens:

  • 5 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche
  • oder je 10 Rindern oder Zuchtsauen, 50 Schweinen, 20 Schafen oder Ziegen, 1 000 Haltungsplätzen für Geflügel
  • oder je 1,0 ha Dauerkulturfläche im Freiland
  • oder je 0,5 ha Hopfen, Tabak, Obstanbaufläche, Rebfläche, Baumschulfläche, Gemüse oder Erdbeeren im Freiland
  • oder je 0,3 ha Blumen oder Zierpflanzen im Freiland
  • oder je 0,1 ha Kulturen unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen einschließlich Gewächshäusern oder Produktionsfläche für Speisepilze.

Vergleichbarkeit der Daten

Zur LZ 2010 wurden umfangreiche Änderungen in der Erhebungsmethodik vorgenommen: Zahlreiche Erhebungsmerkmale wurden modifiziert, einige neu in die Erhebung aufgenommen und andere wiederum gestrichen. Außerdem erfolgte eine deutliche Anhebung der Erfassungsgrenzen. Das schränkt die Vergleichbarkeit der Daten zu den Erhebungen vor 2010 erheblich ein.

Seit der letzten Anpassung des Erhebungskonzepts und der Erfassungsgrenzen in 2010 sind die erhobenen Daten voll vergleichbar. Die Daten der Erhebungsjahre 2010 bis 2020 können somit uneingeschränkt zwischen den einzelnen Bundesländern innerhalb Deutschlands verglichen werden.

Methodik

Weitere Informationen können den jeweiligen Methodenberichten entnommen werden.

Methodische Grundlagen der Landwirtschaftszählung 2010

Methodische Grundlagen der Agrarstrukturerhebung 2016

Qualitätsberichte

Die Qualitätsberichte informieren über Methoden und Definitionen sowie die Qualität der Ergebnisse einer Statistik.

Landwirtschaftszählung 2010

Agrarstrukturerhebung 2016

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