Landesbetrieb IT.NRW
IT-Dienstleister und Statistik
Montag, 23. März 2026

Mindestsicherungsquote NRW: Neue Funktion im Regionalatlas Deutschland verbessert regionale Vergleichbarkeit

  • Hagen liegt 2024 mit 16,6 % näher an der Quote der benachbarten Stadt Dortmund als an den benachbarten Kreisen.
  • Rund 2 % aller Kreise und kreisfreien Städte haben in Deutschland eine höhere Mindestsicherungsquote als Hagen.
  • Quote in städtischen Regionen häufig höher als in den umgebenden eher ländlichen Regionen.
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Deutschland

Düsseldorf (IT.NRW). Die Mindestsicherungsquote in Nordrhein-Westfalen lag 2024 bei 11,1 %. Sie entspricht dem Anteil an Personen in der Bevölkerung, die Leistungen aus den sozialen Mindestsicherungssystemen erhalten. Wie IT.NRW als Statistisches Landesamt mitteilt, zeigt der Nachbarschaftsvergleich für die kreisfreie Stadt Hagen, dass sie 2024 mit 16,6 % näher am Anteil der benachbarten kreisfreien Stadt Dortmund liegt (17,6 %) als an den Anteilen der benachbarten Kreise Unna (10,3 %), Ennepe-Ruhr-Kreis (10,9 %) und Märkischer Kreis (10,0 %).

Regionalradar Hagen

Im Deutschlandvergleich zeigt sich für Hagen, dass lediglich rund 2 % aller Kreise und kreisfreien Städte eine höhere Mindestsicherheitsquote haben. Nach Hagen weist Neumünster in Schleswig-Holstein die nächst höhere Mindestsicherungsquote von 16,7 % auf; direkt davor liegt Bremen mit 16,4 %. 

Mindestsicherungsquote in städtischen Regionen häufig höher, als in den umgebenden eher ländlichen Regionen

Deutschlandweit zeigt sich, dass die Mindestsicherungsquote in städtischen Regionen häufig höher ist als in den umgebenden, eher ländlichen Regionen. Ein weiteres Beispiel in NRW ist Mönchengladbach. Dort lag die Mindestsicherungsquote mit 15,8 % über den Werten der benachbarten Kreise (Viersen: 7,9 %, Rhein-Kreis Neuss: 8,3 % und Heinsberg: 8,4 %). Hinter Mönchengladbach folgt deutschlandweit Berlin mit 15,9 %. Grundsätzlich zeigt die Karte im Regionalatlas ein Nord-Süd-Gefälle. Unter den Regionen mit den niedrigsten Mindestsicherungsquoten liegen insbesondere ländlichere Kreise im Süden Deutschlands.

Neue Funktion „Regionsradar“ im Regionalatlas Deutschland

Durch die neue Funktion „Regionsradar“ im Regionalatlas Deutschland werden diese Nachbarschaftsvergleiche zu einer ausgewählten Region jetzt schnell und einfach auf den verschiedenen regionalen Ebenen möglich. Die neue Funktion öffnet sich durch Klick auf das „Tacho“-Symbol unten in der rechten Leiste. Für die ausgewählte Region werden drei Auswertungen angezeigt: 1. Nachbarschaftsvergleich, 2. Deutschlandvergleich, 3. Platzierung (deutschlandweit).

Zusätzlich zum Regionsradar wurden auch neue Veränderungsraten, z. B. für die Mindestsicherungsquote, im Regionalatlas eingeführt. Diese erleichtern den Datenvergleich mit den Vorjahren. Das Angebot im Regionalatlas wird stetig ausgebaut.

Hinweise zur Statistik

Transferleistungen der sozialen Mindestsicherungssysteme sind finanzielle Hilfen des Staates, die zur Sicherung des grundlegenden Lebensunterhalts an leistungsberechtigte Personen gezahlt werden. Dazu zählen in der Sozialberichterstattung der amtlichen Statistik folgende Leistungen: Gesamtregelleistung nach dem SGB II "Grundsicherung für Arbeitsuchende" (Arbeitslosengeld II, Sozialgeld), Hilfe zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem SGB XII sowie Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

Ergebnisse für kreisfreie Städte und Kreise finden Sie in der Regionaldatenbank.
 

(070 / 26) Düsseldorf, den 23. März 2026

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