Monheim am Rhein und Leverkusen mit geringsten Gewerbesteuerhebesätzen in NRW

Donnerstag, 30. Juni 2022

Monheim am Rhein und Leverkusen mit geringsten Gewerbesteuerhebesätzen in NRW

Die Gemeinde Verl verzeichnete NRW-weit die geringsten Hebesätze bei der Grundsteuer A (110 Prozent) und Grundsteuer B (190 Prozent). Der Gewerbesteuerhebesatz war in Monheim am Rhein und Leverkusen (jew. 250 Prozent) am niedrigsten.

Düsseldorf (IT.NRW). Welche Kommune in Deutschland bietet Unternehmen den günstigsten Gewerbesteuerhebesatz? Wo sind für Landwirtinnen und Landwirte und wo für Personen mit Hauseigentum die Grundsteuerhebesätze am höchsten? Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, stehen diese Informationen ab sofort für das Jahr 2021 kostenlos im Internet zur Verfügung. Die Gemeinschaftsveröffentlichung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder beinhaltet für die 10 789 deutschen Kommunen Angaben zu den Hebesätzen der Grundsteuer A (für land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen), der Grundsteuer B (für sonstige Grundstücke) und der Gewerbesteuer im Jahr 2021.

Zahl der Städte und Gemeinden 2021 nach der Höhe der Hebesätze
Hebesatz
von …
bis …
Prozent
in Deutschland in Nordrhein-Westfalen
Grundsteuer … Gewerbesteuer Grundsteuer … Gewerbesteuer
A B A B
unter 200 32 15 13 1
200 – 299 1 326 361 109 219 5 3
300 – 399 7 521 6 562 8 919 100 10 10
400 – 499 1 429 3 171 1 712 46 172 342
500 – 599 315 422 46 8 83 40
600 – 699 98 150 2 7 70 1
700 und mehr 51 91 3 55
Insgesamt 10 7891) 10 7891) 10 7891) 396 396 396
1) einschl. Gemeinden mit 0-Prozent-Hebesatz bzw. Gemeinden ohne Hebesatz

Bei den 396 Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen reichte die Spanne bei der Grundsteuer A von 110 Prozent (Verl im Kreis Gütersloh) bis 870 Prozent (Hürtgenwald im Kreis Düren). Den geringsten Hebesatz bei der Grundsteuer B meldete mit 190 Prozent ebenfalls Verl (Kreis Gütersloh), den höchsten Wert verzeichnete hier mit 959 Prozent Bergneustadt (Oberbergischer Kreis). Der Gewerbesteuerhebesatz war in Monheim am Rhein (Kreis Mettmann) und Leverkusen mit jeweils 250 Prozent am niedrigsten und in Inden (Kreis Düren) mit 600 Prozent am höchsten.

Bundesweit lag der Schwerpunkt bei allen drei Realsteuerarten zwischen 300 und 399 Prozent. In Nordrhein-Westfalen wies dagegen die Mehrzahl der Gemeinden bei der Grundsteuer A Hebesätze zwischen 200 und 299 Prozent auf, bei der Grundsteuer B und der Gewerbesteuer waren es zwischen 400 und 499 Prozent.

Den höchsten Hebesatz der Grundsteuer A setzten mit 1 900 Prozent zwei Gemeinden in Baden-Württemberg (Bad Herrenalb und Bad Wildbad) fest, bei der Grundsteuer B waren es mit 1 050 Prozent die Gemeinden Lautertal im Odenwald und Lorch (Hessen) und bei der Gewerbesteuer lag der Höchststeuersatz mit 600 Prozent in Wettlingen (Rheinland-Pfalz) und Inden (Nordrhein-Westfalen). Die niedrigsten Hebesätze meldeten bei der Grundsteuer A und B die Gemeinde Christinenthal in Schleswig-Holstein mit 45 Prozent und bei der Gewerbesteuer die Gemeinde Langenwolschendorf in Thüringen mit 200 Prozent.

(276 / 22) Düsseldorf, den 30. Juni 2022

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