Nachhaltige Entwicklung in NRW: Erster Indikatorenbericht der Landesregierung erschienen

Mittwoch, 6. Juli 2016

Nachhaltige Entwicklung in NRW: Erster Indikatorenbericht der Landesregierung erschienen

Der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch ist in Nordrhein-Westfalen seit dem Jahr 1990 von 0,3 Prozent auf 10,6 Prozent im Jahr 2013 gestiegen.

Düsseldorf (IT.NRW). Der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch ist in Nordrhein-Westfalen seit dem Jahr 1990 von 0,3 Prozent auf 10,6 Prozent im Jahr 2013 gestiegen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) als zentrale Statistikstelle des Landes mitteilt, haben die Statistiker im Auftrag der Landesregierung diese und weitere Ergebnisse für den ersten Indikatorenbericht zur Nachhaltigkeit in Nordrhein-Westfalen zusammengetragen. Anhand der Entwicklung von knapp 70 Indikatoren kann zukünftig der Fortschritt bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie gemessen werden. Die regelmäßige Berichterstattung durch IT.NRW wurde am 14. Juni 2016 durch Kabinettsbeschluss in der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Nordrhein-Westfalen festgeschrieben.

Das Thema „Nachhaltigkeit” umfasst inzwischen alle Politikbereiche. Dies spiegelt sich in der Nachhaltigkeitsstrategie in 19 politischen Handlungsfeldern wider. Dementsprechend enthält der soeben erschienene Bericht statistische Daten aus einem breiten Themenspektrum, z. B.:

  • Schutz natürlicher Ressourcen: Die Zunahme der Siedlungs- und Verkehrsfläche lag im Jahr 2014 in NRW bei durchschnittlich neun Hektar pro Tag; dies entspricht in etwa einer Fläche von 13 Fußballfeldern. Knapp die Hälfte des Anstiegs dieser Fläche (4,4 Hektar pro Tag) entfiel dabei auf Erholungs- und Friedhofsflächen.
  • Landbewirtschaftung: Der Anteil der durch ökologische Landwirtschaft genutzten Fläche stieg in NRW von 0,5 Prozent im Jahr 1994 auf 4,8 Prozent im Jahr 2014.
  • Gesundheit: Im Jahr 2013 gaben 29,8 Prozent der Männer und 22,3 Prozent der Frauen ab 15 Jahren in NRW an, gelegentlich oder regelmäßig zu rauchen.
  • Demografischer Wandel: Die Erwerbstätigenquote der 55- bis 64-Jährigen stieg zwischen 2005 und 2014 von 42,9 Prozent auf 62,8 Prozent.
  • Geschlechtergerechtigkeit: Der Anteil der Frauen in den obersten Führungsebenen lag im Jahr 2014 in der Privatwirtschaft bei 23 Prozent. In Betrieben mit bis zu neun Beschäftigten waren 25 Prozent, in Großbetrieben (ab 250 Beschäftigten) 19 Prozent der Führungskräfte Frauen.

Wie die Statistiker weiter mitteilen, steht der Bericht „Nachhaltigkeitsindikatoren Nordrhein-Westfalen” im Internet zum kostenlosen Download zur Verfügung. (IT.NRW)

(174 / 16) Düsseldorf, den 06. Juli 2016

Link zur vorherigen Pressemitteilung: 173 / 16

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