Nahezu die Hälfte des nichtärztlichen Personals in NRW-Krankenhäusern arbeitete 2020 in Teilzeit

Dienstag, 15. März 2022

Nahezu die Hälfte des nichtärztlichen Personals in NRW-Krankenhäusern arbeitete 2020 in Teilzeit

2020 beschäftigten die 337 nordrhein-westfälischen Krankenhäuser 45 712 hauptamtliche Ärztinnen und Ärzte sowie 238 915 Personen als nichtärztliches Personal.

Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2020 waren in den 337 nordrhein-westfälischen Krankenhäusern 45 712 hauptamtliche Ärztinnen und Ärzte sowie 238 915 Personen als nichtärztliches Personal tätig. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war knapp die Hälfte (48,5 Prozent) des nichtärztlichen Personals 2020 teilzeitbeschäftigt; 2010 hatte dieser Anteil noch bei 45,1 Prozent gelegen. Bei den hauptamtlichen Ärztinnen und Ärzte stieg der Anteil der Teilzeitbeschäftigten von 17,2 Prozent im Jahr 2010 auf gut ein Viertel (26,5 Prozent) im Jahr 2020 an.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Anteil der Teilzeitbeschäftigten in NRW-Krankenhäusern
Geschlecht Ärztliches Personal Nichtärztliches Personal
2010 2020 2010 2020
Männer 6,9 % 16,1 % 16,6 % 23,7 %
Frauen 30,7 % 39,0 % 52,8 % 55,1 %
Gesamt 17,2 % 26,5 % 45,1 % 48,5 %

2020 war der Anteil der Teilzeitbeschäftigten bei den Frauen mehr als doppelt so hoch wie bei den Männern, der Anteil teilzeitbeschäftigter Männer stieg gegenüber 2010 stärker an als bei den Frauen. Beim nichtärztlichen Personal waren 55,1 Prozent der Frauen und 23,7 Prozent der Männer teilzeitbeschäftigt; zehn Jahre zuvor waren es 52,8 Prozent der Frauen und 16,6 Prozent der Männer gewesen. Beim ärztlichen Personal waren 16,1 Prozent der Ärzte und 39,0 Prozent der Ärztinnen in Teilzeit tätig; 2010 waren noch 6,9 Prozent der Ärzte und 30,7 Prozent der Ärztinnen teilzeitbeschäftigt.

Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, war mit 113 326 Personen knapp die Hälfte (47,4 Prozent) des nichtärztlichen Personals im Pflegedienst tätig. Ein Fünftel (20,2 Prozent) des nichtärztlichen Personals arbeitete im medizinisch-technischen Dienst und 13,3 Prozent waren im Funktionsdienst beschäftigt. Das nichtärztliche Personal war im Durchschnitt 43,0 Jahre alt. Das durchschnittliche Alter der hauptamtlichen Ärzt(inn)en lag bei 41,6 Jahren.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Nichtärztliches Personal in NRW-Krankenhäusern 2020
Arbeitsbereich Anteil am nichtärztlichen Personal insgesamt
Pflegepersonal 47,4 %
im medizinisch-technischen Dienst 20,2 %
im Funktionsdienst 13,3 %
Wirtschafts-, Versorgungs- und
  Verwaltungspersonal
12,5 %
sonstiges Personal 6,6 %

Im Jahr 2020 waren 34,8 Prozent und damit gut ein Drittel mehr Personen im ärztlichen Dienst der NRW-Krankenhäuser tätig als zehn Jahre zuvor. Im Pflegedienst waren 17,5 Prozent mehr Personen beschäftigt als im Jahr 2010. Die Beschäftigtenzahl des übrigen nichtärztlichen Personals war 2020 um 16,2 Prozent höher als 2010.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Beschäftigte in NRW-Krankenhäusern
Jahr ärztliches Personal Pflegepersonal sonstiges nichtärztliches Personal
2010 33 923 96 444 108 067
2011 35 290 98 244 108 997
2012 36 856 98 911 111 528
2013 37 915 100 269 112 624
2014 38 892 100 251 112 302
2015 39 921 100 312 114 260
2016 41 262 102 081 116 148
2017 42 224 102 744 117 906
2018 44 339 103 404 122 538
2019 45 167 107 220 123 596
2020 45 712 113 326 125 589

2020 waren in den NRW-Krankenhäusern 82,8 Prozent des Pflegepersonals Frauen; zehn Jahre zuvor hatte dieser Wert noch um 1,7 Prozentpunkte höher gelegen (84,5 Prozent). Der Anstieg der Zahl der männlichen Pflegekräfte von 2010 bis 2020 war mit +30,0 Prozent fast doppelt so hoch wie bei den Frauen (+15,2 Prozent). Der Frauenanteil beim ärztlichen Personal fiel 2020 mit 45,2 Prozent höher aus als im Jahr 2010 (43,4 Prozent). Die Zahl der Ärztinnen stieg im selben Zeitraum mit +40,5 Prozent stärker an als die der Ärzte (+30,3 Prozent).

IT.NRW als Statistisches Landesamt erhebt und veröffentlicht zuverlässige und objektive Daten in Nordrhein-Westfalen für mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage. Dies ist dank der zuverlässigen Meldungen der Befragten möglich, die damit einen wichtigen Beitrag für eine informierte demokratische Gesellschaft leisten. Nur auf Basis aussagekräftiger statistischer Daten können Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft getroffen werden. (IT.NRW)

(88 / 22) Düsseldorf, den 15. März 2022

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