Nahezu zwei Drittel der Wohnungen in NRW wurden 2018 überwiegend mit Gas beheizt

Freitag, 4. März 2022

Nahezu zwei Drittel der Wohnungen in NRW wurden 2018 überwiegend mit Gas beheizt

In der Stadt Aachen war der Anteil mit 78,0 Prozent landesweit am höchsten, im Kreis Heinsberg mit 42,6 Prozent am geringsten.

Düsseldorf (IT.NRW). 5,1 Millionen nordrhein-westfälische Wohnungen wurden 2018 überwiegend mit Gas beheizt. Wie Information und Technik als Statistisches Landes-amt Nordrhein-Westfalen mitteilt, entspricht dies einem Anteil von 64,5 Prozent an allen 7,9 Millionen bewohnten Wohnungen in Wohngebäuden (ohne Wohnheime). Die zweithäufigste Art der Beheizung war Heizöl mit einem Anteil von 17,7 Prozent, gefolgt von Fernwärme (9,2 Prozent). Weitere 5,1 Prozent der Wohnungen wurden mit Strom und 3,2 Prozent mit erneuerbaren Energien (Biogas, Erdwärme, Solarenergie oder Holz) als überwiegende Energieart beheizt.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Überwiegend verwendete Energieart für die Beheizung in bewohnten Wohnungen in Wohngebäuden*) in NRW 2018
Jahr Fernwärme Elektrizität Heizöl Brikett, Braunkohle,
Koks, Steinkohle
erneuerbare Energien**) Gas
Anteil 9,2 % 5,1 % 17,7 % 0,4 % 3,2 % 64,5 %
Ergebnisse der Mikrozensus-Zusatzerhebung 2018
*) ohne Wohnheime; **) darunter Holz, Holzpellets, Biomasse, Biogas, Sonnenenergie, Erd- und andere Umweltwärme sowie Abluftwärme

Mit 78,0 Prozent wurde der höchste Anteil der mit Gas beheizten Wohnungen im Jahr 2018 für die Stadt Aachen ermittelt, gefolgt von Dortmund (77,7 Prozent) und dem Kreis Borken (76,4 Prozent). Am niedrigsten fielen die Anteile in den Kreisen Heinsberg (42,6 Prozent), Höxter (43,7 Prozent) und Wesel (47,4 Prozent) aus.

Bei den Baugenehmigungen für neu zu errichtende Wohngebäude (ohne Wohnheime) in NRW ist der Anteil von mit Gas als primäre Heizenergiequelle beheizten Gebäuden von 2016 bis 2020 zurückgegangen: Damals wurden noch 10 336 neue Wohngebäude mit Gasheizung genehmigt – das waren 52,0 Prozent aller 19 896 genehmigten Wohngebäude. Im Jahr 2020 lag dieser Anteil nur noch bei 32,9 Prozent (6 039 von insgesamt 18 367 Wohngebäuden).

Der Anteil der erneuerbaren Energien als primäre Heizquelle ist dagegen von 2016 bis 2020 gestiegen. 2020 wurde mehr als jedes zweite Wohngebäude (57,8 Prozent) mit erneuerbaren Energien als Beheizungsart geplant (10 611 der genehmigten Wohngebäude). Im Jahr 2016 hatte dieser Anteil noch bei 39,8 Prozent (7 909 Wohngebäude) gelegen.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Genehmigte Wohngebäude in Nordhrein-Westfalen nach Art der primären Heizenergie in Prozent
Energieart Jahr
2016 2017 2018 2019 2020
Anteile an allen genehmigten Wohngebäuden
in Prozent
Erneuerbare Energie 39,8 % 48,4 % 48,5 % 50,6 % 57,8 %
Gas 52,0 % 44,4 % 42,9 % 40,9 % 32,9 %
übrige Energieträger*) 8,3 % 7,2 % 8,6 % 8,5 % 9,3 %
*) Fernwärme, Elektrizität, Heizöl, sonstige Heizenergie sowie keine Energieträger

Das Statistische Landesamt weist darauf hin, dass es sich bei den Bestandszahlen zur überwiegend verwendeten Heizenergie der Wohnungen um Angaben aus dem Zusatzprogramm Wohnen des Mikrozensus handelt. Diese Daten werden nur alle vier Jahre, zuletzt 2018, zusätzlich zum Grundprogramm des Mikrozensus erfragt. Erfasst werden hier bewohnte Wohnungen in Wohngebäuden. Die Angaben zur Art der primären Heizenergie der genehmigten neuen Wohngebäude sind der Statistik der Baugenehmigungen entnommen. Die Energiearten Holz, Holzpellets, Biomasse (außer Holz), Biogas, Sonnenenergie, Erd- und andere Umweltwärme und Abluftwärme wurden hier zu der Kategorie erneuerbare Energien zusammengefasst.

IT.NRW als Statistisches Landesamt erhebt und veröffentlicht zuverlässige und objektive Daten für das Bundesland Nordrhein-Westfalen für mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage. Dies ist dank der zuverlässigen Meldungen der Befragten möglich, die damit einen wichtigen Beitrag für eine informierte demokratische Gesellschaft leisten. Nur auf Basis aussagekräftiger statistischer Daten können Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft getroffen werden. Weitere Informationen zu diesen Themen erhalten Sie auf unserer Internetseite sowie in der Landesdatenbank. (IT.NRW)

(73 / 22) Düsseldorf, den 4. März 2022

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