Neue interaktive Karten zeigen räumliche Auswertungen der Baugenehmigungen in NRW auf Basis von Geokoordinaten

Mittwoch, 13. April 2022

Neue interaktive Karten zeigen räumliche Auswertungen der Baugenehmigungen in NRW auf Basis von Geokoordinaten

Bauvorhaben für Ein- und Zwei-Zimmer-Wohnungen wurden in NRW zwischen 2017 und 2019 vor allem in zentralen Lagen genehmigt.

Düsseldorf (IT.NRW). Neue interaktive Karten liefern Daten zur räumlichen Auswertung der Baugenehmigungen in NRW auf Basis von Geokoordinaten: Wo konzentrieren sich Baugenehmigungen von neuen Wohngebäuden in den Städten und Gemeinden Nordrhein-Westfalens? Wie unterscheidet sich die räumliche Verteilung von genehmigten Wohnungen bei der Raumzahl? Wo sollen zukünftig neue Wohngebäude mit erneuerbarer primärer Heizenergie entstehen? Antworten auf diese und weitere Fragen liefern neue interaktive Karten, die Information und Technik als Statistisches Landesamt jetzt im Rahmen der Veröffentlichung „Wohnungsbau in NRW” veröffentlicht hat. Die räumlichen Auswertungen ermöglichen auf Basis experimenteller Daten – unabhängig von administrativen Grenzen – Einblicke in die Bautätigkeit innerhalb aller Städte und Gemeinden des Landes.

Die neuen Karten zeigen beispielsweise, dass in Nordrhein-Westfalen Bauvorhaben für Ein- und Zwei-Zimmer-Wohnungen zwischen 2017 und 2019 vor allem in den zentralen Lagen von Großstädten wie Köln und Düsseldorf genehmigt wurden. Auch in kleineren Städten und Gemeinden konzentrierten sich Baugenehmigungen für Wohnungen mit ein bis zwei Räumen schwerpunktmäßig in zentral gelegenen Ortsteilen. Bauvorhaben für Wohnungen mit sechs oder mehr Räumen waren nur vereinzelt in höherer Zahl vorgesehen. Solche Wohnungen wurden sowohl an Stadträndern (z. B. in Dortmund, Essen und Mönchengladbach) als auch in Ortskernen (z. B. in Paderborn, Münster und Düsseldorf) geplant.

Wie das statistische Landesamt weiter mitteilt, basieren die interaktiven Karten auf geokodierten Daten der Bautätigkeitsstatistik; die Baugenehmigungen wurden dabei in geografische Gitterzellen von einem Kilometer Kantenlänge verortet. Die statistische Geheimhaltung von Einzeldaten ist in der Anwendung durch Anwendung der Methode der Kerndichteschätzung gesichert. Dieses Pilotprojekt zeigt das hohe Potenzial experimenteller Daten sowie die methodischen Weiterentwicklungen in der amtlichen Statistik und bildet die Grundlage für Folgeprojekte mit weiteren kleinräumigen Datenangeboten.

IT.NRW erhebt und veröffentlicht als Statistisches Landesamt zuverlässige und objektive Daten für das Bundesland Nordrhein-Westfalen für mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage. Dies ist dank der zuverlässigen Meldungen der Befragten möglich, die damit einen wichtigen Beitrag für eine informierte demokratische Gesellschaft leisten. Nur auf Basis aussagekräftiger statistischer Daten können Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft getroffen werden. (IT.NRW)

(139 / 22) Düsseldorf, den 13. April 2022

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