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IT-Dienstleister und Statistik
Mittwoch, 18. März 2026

Neue Pflegemodellrechnung für NRW: Bis 2050 wird jede zehnte Person pflegebedürftig sein

  • Etwa 1,7 Millionen Pflegebedürftige in 2050 erwartet
  • Größte Zuwächse bei stationärer Pflege und ambulanten Pflegediensten
  • Zahl der Pflegebedürftigen steigt in den Kreisen stärker als in den Städten – höchste Zuwächse in Coesfeld, Borken, Paderborn
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Düsseldorf (IT.NRW). Laut der aktuellen Pflegemodellrechnung werden bis zum Jahr 2050 in Nordrhein-Westfalen knapp 1,7 Millionen Menschen und damit etwa jede zehnte Person pflegebedürftig sein. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, sind die größten Zuwächse bei stationärer Pflege und ambulanten Pflegediensten zu erwarten. So wird im Vergleich zum Jahr 2023 die Zahl der Pflegebedürftigen in stationärer Pflege um gut ein Drittel zunehmen und 2050 bei 226.300 Personen liegen. Die Zahl der durch ambulante Pflegedienste versorgten Menschen wird im gleichen Zeitraum um 28 % zunehmen und 307.600 Personen umfassen. Der ausschließliche Bezug von Pflegegeld wird, wie bereits im Jahr 2023, mit knapp 60 % die häufigste Leistungsart bleiben. Bis 2050 werden, mit 963.600 Personen, 18 % mehr Menschen diese Leistung in Anspruch nehmen, als noch 2023.

Pflegebedürftige in NRW 2023 bis 2070 nach Art der Pflegeleistung

Zahl der Pflegebedürftigen steigt in den Kreisen stärker als in den Städten

In allen Kreisen und kreisfreien Städten von NRW, wird bis 2050 ein Anstieg der Zahl der Pflegebedürftigen erwartet. Dabei zeigt sich, dass die Zuwächse in den Kreisen stärker ausfallen werden, als in den kreisfreien Städten. So wird in 23 von 31 Kreisen ein Anstieg über dem Landesdurchschnitt von 21 % erwartet, während dies auf lediglich 3 der 22 kreisfreien Städte zutrifft.

Die höchsten Zuwächse bei der Zahl der Pflegebedürftigen werden in den Kreisen Coesfeld (+46 %), Borken (+45 %) und Paderborn (+43 %) erwartet. Innerhalb der kreisfreien Städte ist in Münster (+37 %), Bonn (+32 %) und Bottrop (+22 %) vom höchsten Wachstum auszugehen. Deutlich niedriger fallen die Anstiege dagegen insbesondere im Ruhrgebiet aus. So zeigen sich die geringsten Zunahmen an pflegebedürftigen Menschen in den kreisfreien Städten Hagen, Gelsenkirchen und Herne mit jeweils ca. +7 %.

Prozentuale Veränderung der Pflegebedürftigen in den kreisfreien Städten und Kreisen in NRW 2050 gegenüber 2023

Im neuen Artikel Pflegemodellrechnung für NRW 2024 bis 2050/70 wird die Entwicklung der Pflegebedürftigkeit im Land sowie in den Kreisen und kreisfreien Städten detailliert dargestellt.

Hinweise zur Statistik

Mit der Pflegemodellrechnung soll aufgezeigt werden, welche Auswirkungen der demografische Wandel auf die zukünftige Entwicklung der Pflegebedürftigkeit haben wird. Grundlage hierfür sind die Ergebnisse der aktuellen Bevölkerungsvorausberechnung für NRW 2024-2050/2070 sowie Daten der amtlichen Pflegestatistik und der Bevölkerungsfortschreibung aus den Jahren 2021 und 2023.

Die Berechnungen der Pflegemodellrechnung basieren auf der Annahme konstanter Pflegequoten sowie auf den Annahmen zur demografischen Entwicklung aus der Bevölkerungsvorausberechnung. Die Ergebnisse können somit nicht als präzise Prognosewerte interpretiert werden, sondern dienen im Sinne von „Wenn-dann-Aussagen“ als Orientierung in Bezug auf Richtung und Niveau der Entwicklung der Pflegebedürftigkeit.

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

(065 / 26) Düsseldorf, den 18. März 2026

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