Neue StoryMap: NRW-Großstädte im Jahr 2020 mit Wanderungsverlusten – Klein- und Mittelstädte mit Wanderungsgewinnen

Mittwoch, 22. September 2021

Neue StoryMap: NRW-Großstädte im Jahr 2020 mit Wanderungsverlusten – Klein- und Mittelstädte mit Wanderungsgewinnen

In den Großstädten (ab 100 000 Einwohner) Nordrhein-Westfalens überstieg die Zahl der Fortgezogenen im Jahr 2020 erstmals seit zehn Jahren die der Zugezogenen (um 390 Personen).

Düsseldorf (IT.NRW). In den Großstädten (ab 100 000 Einwohner) Nordrhein-Westfalens überstieg die Zahl der Fortgezogenen im Jahr 2020 erstmals seit zehn Jahren die der Zugezogenen (um 390 Personen), sodass der Wanderungssaldo je 1 000 Einwohner hier negativ ausfiel (−0,05). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, wiesen die Großstädte in NRW in den vorangegangenen zehn Jahren jeweils einen positiven Wanderungssaldo auf (z. B. 2019: +2,6 je 1 000 Einwohner). Im Jahr 2020 wurden Wanderungsbewegungen durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie – wie z. B. Ausgangs-, Kontakt, Einreisebeschränkungen und Einschränkungen im nationalen und internationalen Luft- und Reiseverkehr – maßgeblich beeinflusst. Insbesondere der reduzierte Zuzug aus dem Ausland zeigte sich in den NRW-Großstädten vergleichsweise stärker als in anderen Städten. In den Vorjahren entfiel jeweils ein Großteil der Zuwanderungen aus dem Ausland nach NRW auf die Großstädte.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Wanderungssaldo je 1 000 Einwohner in Nordrhein-Westfalen
Gemeindetyp 2017 2018 2019 2020
Großstädte*) +2,8 +3,0 +2,6 −0,0
Mittelstädte**) +3,1 +3,0 +2,9 +2,2
Kleinstädte***) +2,4 +2,3 +1,9 +3,7
*) ab 100 000 Einwohner – **) 20 000 bis unter 100 000 Einwohner – ***) 5 000 bis unter 20 000 Einwohner (einschließlich der drei Landgemeinden Heimbach, Dahlem und Hallenberg) – Einteilung der Gemeinden entsprechend der Definition des Bundesinstitutes für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) vom 31.12.2017

In den Kleinstädten (unter 20 000 Einwohner) Nordrhein-Westfalens war der Wanderungssaldo im Jahr 2020 dagegen mit +3,7 je 1 000 Einwohner positiv und höher als im Jahr zuvor (2019: +1,9). In den Mittelstädten (20 000 bis unter 100 000 Einwohner) fiel der Wanderungssaldo im Jahr 2020 mit +2,2 je 1 000 Einwohner ebenfalls positiv aus, war aber niedriger als in den Vorjahren (2019: +2,9).

In den 396 Gemeinden des Landes zeigten sich im Jahr 2020 unterschiedliche Entwicklungen: Während 284 NRW-Gemeinden einen positiven Wanderungssaldo verzeichnen konnten, war für 112 Gemeinden (darunter elf der 29 Großstädte) ein negativer Wanderungssaldo zu konstatieren. Für 70 Gemeinden, die 2019 noch einen Zuzugsüberschuss aufgewiesen hatten, fiel der Wanderungssaldo 2020 negativ aus. Umgekehrt gab es 73 Gemeinden mit positivem Wanderungssaldo, die 2019 noch Fortzugsüberschüsse hatten.

Diese und weitere interessante regionalisierte Ergebnisse zu den Wanderungen im Jahr 2020 wurden in einer StoryMap unter dem Titel „Wanderungen 2020 – welche Besonderheiten zeigen sich für NRW?” zusammengestellt. In diesem digitalen Format können Interessierte interaktiv tiefer in die Ergebnisse eintauchen. Die StoryMap finden Sie im Internet unter https://www.giscloud.nrw.de/wanderungen-nrw.html. (IT.NRW)

(371 / 21) Düsseldorf, den 22. September 2021

Footermap Title