Neues Umwelt-Dashboard: Verbrauch abiotischer Rohstoffe in NRW um 2,6 Prozent gesunken

Donnerstag, 4. November 2021

Neues Umwelt-Dashboard: Verbrauch abiotischer Rohstoffe in NRW um 2,6 Prozent gesunken

In Nordrhein-Westfalen wurden im Jahr 2019 mehr als 370 Millionen Tonnen abiotischen Rohstoffe verbraucht.

Düsseldorf (IT.NRW). In Nordrhein-Westfalen wurden im Jahr 2019 mit mehr als 370 Millionen Tonnen abiotischen Rohstoffen 2,6 Prozent weniger verbraucht als im Jahr zuvor. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war der Rückgang in NRW damit höher als im Durchschnitt der Bundesländer (−1,6 Prozent). Die größten Rückgänge beim Verbrauch abiotischer Rohstoffe wurden in Brandenburg (−12,2 Prozent) und Bremen (−11,1 Prozent) verzeichnet. In sechs Bundesländern ist der Verbrauch an nicht nachwachsenden Rohstoffen gestiegen. Mecklenburg-Vorpommern und Berlin wiesen mit +39,7 Prozent bzw. +6,7 Prozent die größten Zuwächse auf. Der abiotische Rohstoffverbrauch umfasst die nicht nachwachsenden Rohstoffe wie Energieträger (Kohle, Öl, Gas) und mineralische Rohstoffe (Erze, Steine, Erden).

  • Tabellarische Daten der Grafik
Abiotischer Rohstoffverbrauch*) 2019
Bundesland in Millionen Tonnen
Nordrhein-Westfalen  370,3
Bayern 192,0
Baden-Württemberg 137,2
Niedersachsen 126,2
Sachsen 89,2
Brandenburg 69,2
Hessen 67,2
Rheinland-Pfalz 57,7
Sachsen-Anhalt 53,9
Mecklenburg-Vorpommern 32,9
Schleswig-Holstein 30,1
Thüringen 28,2
Saarland 19,4
Bremen 18,8
Hamburg 15,0
Berlin 7,7
*) Verbrauch nicht nachwachsender Rohstoffe wie Energieträger (Kohle, Öl, Gas) und mineralische Rohstoffe (Erze, Steine, Erden)

Das Verhältnis des Bruttoinlandsproduktes zum abiotischen Rohstoffverbrauch, die Rohstoffproduktivität, ist ein zentraler Indikator für die Effizienz im Umgang mit Ressourcen. In der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie hat die Bundesregierung das Ziel festgelegt, die Rohstoffproduktivität im Bundesgebiet bis zum Jahr 2020 gegenüber 1994 zu verdoppeln. Die Produktivität ist im Zeitraum 1994 bis 2019 in allen Bundesländern gestiegen. In Berlin, Sachsen, Thüringen und Brandenburg hat sich die Rohstoffproduktivität mehr als verdoppelt. Diese Zuwächse sind zum großen Teil auf den Abbau und die Modernisierung alter Industriestandorte nach der Wiedervereinigung zurückzuführen. Die geringsten Steigerungen wiesen das Saarland (+12,5 Prozent) und Bremen (+20 Prozent) aus. Trotz ressourcenintensiver Industrie hat Nordrhein-Westfalen seine Rohstoffproduktivität um ein Drittel gesteigert.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Rohstoffproduktivität*) 2019
Berlin 279,4
Sachsen 258,8
Thüringen 251,4
Brandenburg 229,9
Baden-Württemberg 171,2
Bayern 167,4
Sachsen-Anhalt 165,0
Summe der Länder 160,9
Niedersachsen 147,7
Rheinland-Pfalz 143,7
Mecklenburg-Vorpommern 136,3
Nordrhein-Westfalen 133,2
Hamburg 131,6
Schleswig-Holstein 129,2
Hessen 123,5
Bremen 120,0
Saarland 112,5
*) Verhältnis des Bruttoinlandsproduktes zum abiotischen Rohstoffverbrauch

Diese und weitere interessante Ergebnisse zur Umweltbeanspruchung und -belastung in NRW und den anderen Bundesländern hat der Arbeitskreis „Umweltökonomische Gesamtrechnungen der Länder” jetzt in einem interaktiven Dashboard zusammengestellt (https://www.giscloud.nrw.de/ugrdl-dashboard.html). In diesem digitalen Format können Interessierte mit unterschiedlichen Funktionalitäten tiefer in grafisch aufbereitete Daten zu zentralen Umweltthemen eintauchen. Weitere Ergebnisse zur Umwelt sowie eine Trendanalyse zu ausgewählten Umwelt- und Nachhaltigkeitsindikatoren in NRW und den anderen Bundesländern stehen ab sofort kostenlos auf der Internetseite des Arbeitskreises „Umweltökonomische Gesamtrechnungen der Länder” unter der Adresse www.statistikportal.de/ugrdl zum Download bereit. (IT.NRW)

(428 / 21) Düsseldorf, den 4. November 2021

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