Neun Prozent weniger Niederlassungen aber 34 Prozent mehr Beschäftigte in der NRW-Gastronomie

Dienstag, 7. Juli 2020

Neun Prozent weniger Niederlassungen aber 34 Prozent mehr Beschäftigte in der NRW-Gastronomie

Die Zahl der Niederlassungen in der Gastronomie ist von 2008 bis 2018 in Nordrhein-Westfalen um neun Prozent auf 43 547 zurückgegangen.

Düsseldorf (IT.NRW). Die Zahl der Niederlassungen in der Gastronomie ist von 2008 bis 2018 in Nordrhein-Westfalen um neun Prozent auf 43 547 zurückgegangen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt nach Auswertungen des statistischen Unternehmensregisters mitteilt, erhöhte sich aber die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in diesem Wirtschaftszweig im selben Zeitraum um 34 Prozent auf 138 179.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Niederlassungen und Beschäftigte*) in der NRW-Gastronomie
Jahr Niederlassungen Beschäftigte
Anzahl Messziffer
2008 = 100
Anzahl Messziffer
2008 = 100
*) sozialversicherungspflichtig Beschäftigte
2008 47 848 100,0 103 376 100,0
2009 46 526 97,2 105 425 102,0
2010 46 582 97,4 106 874 103,4
2011 44 250 92,5 109 648 106,1
2012 43 543 91,0 113 229 109,5
2013 42 456 88,7 116 183 112,4
2014 43 759 91,5 117 490 113,7
2015 43 663 91,3 126 030 121,9
2016 44 166 92,3 130 593 126,3
2017 44 250 92,5 134 152 129,8
2018 43 547 91,0 138 179 133,7

70 Prozent der Niederlassungen in der Gastronomie waren „Restaurants, Gaststätten, Imbissstuben, Cafés, Eissalons u. Ä.”; hier war die Entwicklung der Niederlassungen und Beschäftigten ähnlich wie in der gesamten Branche: Die Zahl der Niederlassungen verringerte sich gegenüber 2008 um 5,2 Prozent auf 30 093, während die Beschäftigtenzahl um 32,2 Prozent auf 94 961 anstieg.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Niederlassungen und Beschäftigte*) in der NRW-Gastronomie 2008
Wirschaftszweig Niederlassungen Beschäftigte
Anzahl Anteil an der
Gastronomie insgesamt
Anzahl Anteil an der
Gastronomie insgesamt
*) sozialversicherungspflichtig Beschäftigte
  Restaurants, Gaststätten,
  Imbissstuben, Cafés,
  Eissalons u. Ä.
31 736 72,9 % 71 844 52,0 %
  Caterer und Erbringung
  sonstiger
  Verpflegungsdienstleistungen
3 192 7,3 % 20 923 15,1 %
  Ausschank von Getränken 12 920 29,7 % 10 609 7,7 %
Insgesamt 47 848 109,9 % 103 376 74,8 %

 

 

 

Niederlassungen und Beschäftigte*) in der NRW-Gastronomie 2018
Wirschaftszweig Niederlassungen Beschäftigte
Anzahl Anteil an der
Gastronomie insgesamt
Anzahl Anteil an der
Gastronomie insgesamt
*) sozialversicherungspflichtig Beschäftigte
  Restaurants, Gaststätten,
  Imbissstuben, Cafés,
  Eissalons u. Ä.
30 093 69,1 % 94 961 68,7 %
  Caterer und Erbringung
  sonstiger
  Verpflegungsdienstleistungen
4 009 9,2 % 32 624 23,6 %
  Ausschank von Getränken 9 445 21,7 % 10 594 7,7 %
Insgesamt 43 547 100,0 % 138 179 100,0 %

 

Unterschiedliche Entwicklungen zeigten sich dagegen in den Bereichen „Caterer und Erbringung sonstiger Verpflegungsdienstleistungen” sowie „Ausschank von Getränken”:

Bei Caterern, Kantinenbetreibern und bei der Bewirtung in Sportanlagen erhöhte sich sowohl die Zahl der Betriebsstätten von 2008 bis 2018 (+26 Prozent) als auch die der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (+56 Prozent).

  • Tabellarische Daten der Grafik
Niederlassungen in der NRW-Gastronomie 2008
  2008 2018
Anzahl Messziffer
2008 = 100
Anzahl Messziffer
2008 = 100
  Restaurants, Gaststätten,
  Imbissstuben, Cafés,
  Eissalons u. Ä.
31 736 100 30 093 95
  Caterer und Erbringung
  sonstiger
  Verpflegungsdienstleistungen
3 192 100 4 009 126
  Ausschank von Getränken 12 920 100 9 445 73
Insgesamt 47 848 100 43 547 91

Im Bereich des Getränkeausschanks war dagegen ein Rückgang bei der Zahl der Niederlassungen (−27 Prozent) zu verzeichnen. Die Beschäftigtenzahlen haben sich nach einem zwischenzeitlichen Rückgang (bis zum Jahr 2014 um 14 Prozent) wieder erholt und lagen 2018 wieder in etwa auf dem Niveau von 2008. Zum Wirtschaftszweig „Ausschank von Getränken” gehören Schankwirtschaften (Kneipen), Diskotheken, Bars, Vergnügungslokale und mobile Getränkeverkaufseinrichtungen.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Beschäftigte*) in der NRW-Gastronomie 2008
  2008 2018
Anzahl Messziffer
2008 = 100
Anzahl Messziffer
2008 = 100
*) sozialversicherungspflichtig Beschäftigte
  Restaurants, Gaststätten,
  Imbissstuben, Cafés,
  Eissalons u. Ä.
71 844 100 94 961 132
  Caterer und Erbringung
  sonstiger
  Verpflegungsdienstleistungen
20 923 100 32 624 156
  Ausschank von Getränken 10 609 100 10 594 100
Insgesamt 103 376 100 138 179 134

Regional betrachtet gab es die höchsten Rückgänge bei der Zahl der Niederlassungen im Bereich Gastronomie in den Städten Gelsenkirchen (6#8722;22 Prozent), Herne (−20 Prozent) und Bottrop (−17 Prozent). Lediglich in Düsseldorf (+2 Prozent) und Köln (+1 Prozent) konnten 2018 mehr Betriebsstätten ermittelt werden als 2008.

Die geringsten Veränderungen bei der Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der NRW-Gastronomie gab es 2018 im Vergleich zu 2008 in Bottrop (−1 Prozent), Essen (±0 Prozent) und Bonn (+1 Prozent). Im Kreis Höxter (+206 Prozent), in Bielefeld (+59 Prozent) und im Kreis Soest (+59 Prozent) waren hier die höchsten Anstiege der Beschäftigtenzahlen zu verzeichnen.

Im Bereich „Ausschank von Getränken” verringerte sich die Zahl der Betriebsstätten in Dortmund (−47 Prozent), im Ennepe-Ruhr-Kreis (−46 Prozent), und in Herne (−46 Prozent) am stärksten. In fünf kreisfreien Städten und Kreisen war die Zahl der Niederlassungen in diesem Wirtschaftszweig 2018 höher als 2008: Die höchsten Zuwächse gab es hier im Kreis Olpe (+36,8 Prozent) und in Münster (+26,0 Prozent).

Die Statistiker weisen darauf hin, dass 2018 mehr als 90 Prozent der rechtlichen Einheiten in der Gastronomie Kleinstbetriebe mit weniger als zehn sozialversicherungspflichtig Beschäftigten waren. In den Wirtschaftszweigen der Gastronomie bildeten lediglich Kantinenbetreiber und Bewirtungseinrichtungen in Sportanlagen eine Ausnahme – hier lag der Anteil der Niederlassungen mit zehn oder mehr Beschäftigten bei 15 Prozent.

Fast jedes zweite Unternehmen in der NRW-Gastronomie wurde 2018 von Soloselbstständigen betrieben. Der Anteil der Soloselbstständigen war im Wirtschaftszweig „Ausschank von Getränken” am höchsten (66 Prozent). (IT.NRW)

(201 / 20) Düsseldorf, den 7. Juli 2020

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