Hotspot-Analyse zur Identifikation von räumlichen Konzentrationen

Montag, 1. Februar 2021

Hotspot-Analyse zur Identifikation von räumlichen Konzentrationen

Auf Basis der georeferenzierten Daten des statistischen Unternehmensregisters NRWs werden hohe räumliche Konzentrationen von Beschäftigten der Textil- und Bekleidungsindustrie identifiziert.

Ziel des Projekts

Das Ziel des Projekts ist die Ermittlung und Darstellung von Hotspots der Beschäftigten der Textil- und Bekleidungsindustrie in Nordrhein-Westfalen. Dadurch lassen sich diejenigen Regionen identifizieren, in denen diese Industriezweige große Beschäftigungseffekte und demzufolge auch eine hohe Bedeutung für das Wirtschaftssystem aufweisen.

  • Methodisches Vorgehen

Auf Grundlage von Daten zu Beschäftigten in der Textil- und Bekleidungsindustrie aus dem statistischen Unternehmensregister werden auf räumlicher Bezugsebene der 100x100 Meter-Gitterzellen nach INSPIRE Clusterstrukturen mit hohen regionalen Konzentrationen von Beschäftigten und Betrieben identifiziert. Im Zuge dessen werden diese Konzentrationsmuster für alle Gitterzellen mittels Hotspot-Analysen (Getis-Ord Gi*-Statistik) ermittelt.

Die Hotspot-Analyse identifiziert signifikante Cluster, bei denen nicht mehr von einer zufälligen räumlichen Verteilung auszugehen ist, sondern vielmehr zu erwarten ist, dass regionale Strukturen und Prozesse als Ursachen zu deren Entstehung führen. Das angegebene Konfidenzniveau beschreibt die Wahrscheinlichkeit, mit der diese Cluster nicht zufällig beobachtet wurden. Dieses methodische Vorgehen wurde bereits für weitere Industriezweige des Verarbeitenden Gewerbes angewendet und in der Reihe „Statistik kompakt“ veröffentlicht (siehe Verweis in der Seitenleiste).

  • Ergebnisse

Die Ergebnisse des Projekts wurden im Juli 2021 in der StoryMap „Stoff aus NRW“ veröffentlicht. Die Hotspot-Analyse zeigt, dass sich räumliche Konzentrationen der Textil- und Bekleidungsindustrie trotz tiefgreifendem Strukturwandel auch heute noch häufig in Regionen befinden, die bereits in den 1970er Jahren von dieser Branche geprägt waren. Das trifft beispielsweise auf Krefeld und Mönchengladbach zu, wo die Textil- und Bekleidungsindustrie bis heute eine große Bedeutung für den Arbeitsmarkt im Verarbeitenden Gewerbe hat.

  • Datengrundlage

Statistisches Unternehmensregister für Nordrhein-Westfalen, Berichtsjahr 2019

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