Kommunen in NRW mit 81,5 Milliarden Euro verschuldet

Mittwoch, 28. November 2018

Kommunen in NRW mit 81,5 Milliarden Euro verschuldet

Nach den Ergebnissen einer Modellrechnung, in der auch ausgegliederte Aufgabenbereiche der Kommunen berücksichtigt wurden, beliefen sich die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände in Nordrhein-Westfalen Ende 2017 auf 81,5 Milliarden Euro.

Düsseldorf (IT.NRW). Nach den Ergebnissen einer Modellrechnung, in der auch ausgegliederte Aufgabenbereiche der Kommunen berücksichtigt wurden, beliefen sich die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände in Nordrhein-Westfalen Ende 2017 auf 81,5 Milliarden Euro. Wie Information und Technik als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 600 Millionen Euro bzw. 0,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Bezogen auf die Bevölkerung des Landes ergibt sich daraus eine Verschuldung von 4 555 Euro pro Einwohner. Mehr als die Hälfte der Schulden (57,3 Prozent) entfielen auf die kreisfreien Städte. Der Anteil der Kreise (kreisangehörige Städte und Gemeinden einschl. Kreisverwaltungen) belief sich auf 40,8 Prozent, derjenige der Landschafts- und Kommunalverbände auf 1,9 Prozent.

Mühlheim an der Ruhr hatte mit 11 320 Euro die höchste Pro-Kopf-Verschuldung der kreisfreien Städte NRWs; Oberhausen (9 871 Euro) und Hagen (8 429 Euro) folgten auf den Plätzen zwei und drei. Die niedrigste Pro-Kopf-Verschuldung wiesen hier Düsseldorf (2 894 Euro), Bottrop (3 185 Euro) und Hamm (3 402 Euro) auf. Unter Einbeziehung der Schulden der kreisangehörigen Städte, Gemeinden und Kreisverwaltungen, ergibt sich für den Kreis Recklinghausen (5 092 Euro) die höchste Pro-Kopf-Verschuldung aller NRW-Kreise. Der Kreis Unna (4 524 Euro) und der Ennepe-Ruhr-Kreis (4 515 Euro) belegten die den Plätze zwei und drei. In den Kreisen Olpe (1 004 Euro), Gütersloh (1 140 Euro) und Coesfeld (1 282 Euro) war die Verschuldung pro Kopf am geringsten.

Der Hauptteil der Schulden entfiel mit 59,7 Prozent auf die Kernhaushalte. Bereits jeder dritte geschuldete Euro (34,1 Prozent) betraf allerdings sonstige öffentliche Fonds, Einrichtungen und Unternehmen, an denen die kommunale Ebene als ultimativer Eigner beteiligt war. Hierbei handelte es sich um Marktproduzenten, die ihre Kosten überwiegend mit eigenen Umsätzen decken (z. B. Ver- und Entsorgungsunternehmen, Verkehrsunternehmen). Die Extrahaushalte trugen mit 6,2 Prozent zur Verschuldung bei. Hierzu zählen alle öffentlichen Fonds, Einrichtungen und Unternehmen, die nach den Kriterien des Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen dem Sektor Staat zuzurechnen sind. Hierbei handelt es sich um Einheiten die zu mindestens 50 Prozent durch die öffentliche Hand finanziert werden (z. B. Bäderbetriebe und Kulturbetriebe). (IT.NRW)

(338 / 18) Düsseldorf, den 28. November 2018

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